Abgelichtet. | (M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.

Abgelichtet. (M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.
Abgelichtet. (M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.

Abgelichtet.

(M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.

Ist es wirklich schon wieder soweit? Das erste halbe Jahr ist um?
So wirklich kann ich es immer noch kaum glauben, hab ich doch erst Silvester im Emsland gefeiert, bin doch erst im Januar die Sohlener Berge mit dem Schlitten hinunter gedüst, um kurz darauf über den roten Teppich der Berlinale zu flanieren. Blättere ich weitere durch meinen Kalender, stoße ich auf meine beiden Städtetrips nach Wien im März und Wrocław im Mai. Und dann waren da diese ganz besondere Reise – hoch in den Norden Europas – nach Island.
Nicht zu vergessen sind die vielen kleinen Ausflüge mit unserem Bus innerhalb Sachsen-Anhalts oder auch mal nach Berlin.

Aber ja: schau ich aufs Datum und hier auf kiraton. niedergeschriebenen und ergo erlebten Abenteuer, lässt es sich nicht mehr leugnen: ein halbes vom Jahr 2016 ist schon wieder Geschichte. Daher lohnt sich ein kleiner –fotografischer – Blick zurück, bevor es wieder auf Reisen geht. Wie passend, dass Michael von Erkunde die Welt zur 3. Auflage der halbjährlichen Fotoparade eingeladen hat. Nachdem ich Ende Dezember 2015 zum ersten Mal mitmachte und dadurch mit einigen anderen Blogger*innen in den Austausch trat, kam die Einladung zur dritten Fotoparade wie gerufen.

Noch kurz ein paar Infos, bevor es nun los geht: Michael gibt im Rahmen der Fotoparade bestimmte Themen vor. Zu diesen Kategorien dürfen alle teilnehmenden Blogger*innen ein passendes Foto aus dem Fotoarchiv des vergangenen Jahres heraus suchen. Dazu kann jede Person auch noch einige Fotos sowie das persönliche Lieblingsbild auswählen.
Anschließend wählt Michael mit einer kleinen Jury (bestehend aus seiner Family) die besten Fotos aus allen teilnehmenden Beiträgen aus.
Puh, gut, dass ich da am Ende unter allen mitmachenden Blogs nicht die Wahl der Qual habe … denn schon bei der Vielzahl an meinen Fotos vom vergangenen Halbjahr fällt mir die Auswahl nicht wirklich leicht. Aber irgendwie ist es mir doch gelungen. In diesem Sinne geht es jetzt los mit meinen 6 besten Fotos in diesen Kategorien: Bunt | Schwarz-Weiß | Tierisch | Licht | Fahrzeug | Natur | plus mein absolutes Lieblingsfoto des ersten Halbjahres 2016.

Abgelichtet. (M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.
Abgelichtet. (M)ein Fotografischer Rückblick aufs erste Halbjahr 2016.

Bunt.

Unser erster Tag in Island. Wir sind unterwegs in Reykjavík. Es geht zum Hafen und plötzlich stehen wir vor der 43 Meter hohen Opern- und Konzerthalle Harpa (isländisch für Harfe). Ich denke nur WOW – ein architektonisches Meisterstück. Die angeschrägte Waben-Fassade vom isländischen Künstler Ólafur Elíasson, besteht aus dichroitischem Glas, das je nach Wetter auf die wechselnden Tageslichtfarben reagiert. Das Farbeffektglas reflektiert bestimmte Wellenbereiche des Lichtes, andere lässt es hindurch. Je nach Blickwinkel und Witterung ändert dabei das Glas die Farbe. An diesem sonnigen Tag im April schien die Sonne ins Gebäude und es leuchte in den Farben gelb, orange und grün.

 

Schwarz-Weiß.

Auf meinem Flohmarkt-Besuch Mitte März in Wien fand ich eine alte sepia-farbene Postkarte von Wrocław. Da ich wusste, dass ich knapp zwei Monate späte in der europäischen Kulturhauptstadt 2016 sein würde, nahm ich sie mit – denn plötzlich hatte ich eine Idee und eine Mission.

 

Tierisch.

Auf einmal sah ich sie am Wegesrand – Rentiere. Ich wusste, dass es sie auf Island gibt. Ich wusste aber auch, dass es sehr scheue Tiere sind uns mensch sie nicht allzu oft zu Gesicht bekommt. Ungläubig deutete ich auf sie und fragte Torsten, ob es wirklich welche seien. Er stoppte den Wagen, bejahte, wendete und fuhr den Wagen rechts ran. Ich zückte meine Kamera, zog schnell meine dicke Jacke an und die Kapuze über die Mütze, rückte noch einmal den Schal zurecht und öffnete die Tür. Ganz langsam versuchte ich mich an die schreckhaften, beige-braunen Tiere heran zu pirschen, was allerdings nicht so ganz einfach war. Erstens hielten sie sich auf einer kleinen Anhöhe auf. Sie brauchten nur mit dem Grasen aufhören und den Kopf heben und hatten den perfekten Blick auf mich. Außerdem hatte ich mir kurz zuvor das Knie an einem Fels aufgeschlagen, als ich Torsten vor einem Wasserfall fotografieren wollte. So glich mein Heranpirschen her einen Heranhumpeln. Aber da ich dies sehr langsam tat, kam ich doch irgendwie einigermaßen nah heran, um dieses Foto hier zu schießen.

 

Licht.

Das nächtliche Wrocław – und plötzlich landeten wir in der Neon Side. In diesem Hinterhof  versammelt Jarek Ratajczak alte Leuchtreklamen. Und je dunkler die Nacht, desto schöner leuchtet die Reklame.
Natürlich juckte es mir sofort in den Fingern. Ich stellte mein Stativ auf, justierte die Kamera und  löste immer wieder den Auslöser. Und da ich nicht allein war und in diesem Hinterhof eine Kneipe, genossen wir in den Wartezeiten der Aufnahmen unsere Getränke, quatschten und hatten Spaß – vor und hinter der Kamera. Was für ein herrlicher Abend.

 

Fahrzeug.

»Jippiiii, endlich Frühling, endlich die Hilde aus dem Winterschlaf erwecken.« Wie hatten wir uns auf diesen Tag gefreut – und dann regnete es. Egal. Die Freude auf das Wiedersehen war riesig. Als dann auch noch der Motor ohne Murren ansprang, stand einer ersten Ausfahrt ins Grüne und in unsere VW-Bus-Saison 2016 nicht mehr im Wege.

Diesem ersten Ausflug folgten auch schnell viele weitere, wie der an die Bode, bei dieses Foto hier entstand. Es war ein warmer Sonntag Anfang Juni und wir wollten einfach raus in die Natur. Die fanden wir auch. Kaum hatten wir dieses lauschiges Plätzchen hier gefunden, den Motor ausgestellt, die Decke neben dem Bus ausgebreitet und ich mich darauf nieder gelassen, fiel ich auch schon in Sonntagsnickerchen. Als ich die Augen wieder aufschlug, säuselte neben mir langsam der Fluss vorbei, der Wind ließ das Gras sanft rascheln, über mir die Wolken und in den Bäumen sangen die Vögel ihre Lieder. Ich war ganz im hier und jetzt. Ach, tat das gut.

 

Natur.

Island war für mich ein einzigartiges Natur-Fotoparadis. Theoretisch hätte ich zu Fuß die Ringstraße zurück legen können und jeden Schritt ein neues Foto schießen können. Die Landschaft ist einfach so einzigartig und besonders und verzauberte mich fortwährend aufs Neue.

Ein ganz besonderer Moment war, als wir auf der Route 1 zur Gletscherlagune Jökulsarlon gelangten. Und ich schon vom Weitem die Eisberge auf offene Meer treiben sah, war ich ganz aus dem Häuschen. Das die Natur immer wieder etwas so besonderes und Einzigartiges hervor bringt – ich konnte es kaum glauben.

Wir blieben – dick vermummt – eine ganze Weile im warmen, schwarzen Sand sitzen und schauten den Eisschollen zu, wie die Wellen sie umgarnten und sie langsam aufs offene Meer hinaus zogen. Die Eisschollen gaben sich dem Liebesspiel hin, schwappten hinaus und ganz allmählich – ohne, dass wir es wirklich wahrnahmen verschmolzen sie mit dem Meer.

 

Lieblingsbild.

Mein Lieblingsbild (vielleicht auch, weil ich noch längst nicht alle Bilder von Island durchgeschaut und bearbeitet habe) ist eine Aufnahme vom letzten Tag auf dieser Insel. Wir kamen gerade aus der Blauen Lagune – es war mittlerweile nach 22 Uhr, das Bad hatte geschlossen und wir liefen zu unserem Mietwagen, mit dem wir die letzten Kilometer zum Flughafen zurück legen wollten. Und dann war da dieser Himmel. Das Licht! Diese Farben! Und das Flugzeug, dass vor der untergehenden Sonne langsam in die Wolken aufstieg (siehe 2 Bild, etwas weiter unten).
Besser konnte sich Island sich einfach nicht von uns verabschieden.

 

Nun bin ich gespannt:

Welches von diesen Bildern hier, ist dein Lieblingsbild?

Welches ist dein eigenes, liebstes Foto vom ersten Halbjahr 2016?

Wann und warum fotografierst du?

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

More from kiraton.

Nichts ist in dieser schlechten Welt …

Nichts ist in dieser schlechten Welt von Dauer. Nicht einmal unsere Sorgen....
Weiterlesen

10 Comments

    • Ich danke dir Patrica für deinen Kommentar. Ja, Bulli-Abenteuer sind soooo toll. Ich freu mich schon sehr auf unsere Fahrt nach SPO und später im Herbst nach Korsika.
      Wie reist du am liebsten?
      Liebe Grüße Kirsten

      • Ja, mit der Bahn reise ich auch super gern. Ich liebe es, im Zug zu sitzen, die Landschaft an mir vorbei ziehen zu lassen, Menschen im Abteil zu beobachten, zu lesen oder einen neuen Artikel an meinem MacBook vorzubereiten. 😉

    • Dank dir Michael für deine Rückmeldung auch zu deinen Favoriten. Ja, die Harpa war echt genial. Wir haben uns eine ganze Weile davor und darin aufgehalten. Ich konnte mich gar nicht satt sehen von den Farben und dem Licht.
      Unter dem Wrocław-Beitrag gibt es übrigens noch ein Video mit der Geschichte zum SW-Bild.

      Viele Grüße Kirsten

  • Ich glaube du hast beim Lieblingsbild was vertauscht. Ich habe da wie ein Irrer das Flugzeug gesucht und nicht gefunden. Ein Stück weiter unten kommt dann aber das richtige Bild! 😀
    Mein Lieblingsbild ist allerdings euer Bus. Beim Betrachten kommen richtig Gefühle hoch und ich kriege direkt Lust einzusteigen und loszufahren. 🙂

    Viele Grüße
    Marc

    • Hey Marc, danke für den Hinweis. Ja – in gewisser Weise hast du recht. Das Flugzeugbild kommt weiter unten, fand aber das andere besser, da da das grün besser raus kommt – hatte auch erst beide Bilder nebeneinander. Aber dann kamen sie beide nicht mehr so gut zur Geltung. hmmm ich schau es mir gleich noch einmal an.

      Ja, das Bus-Bild liebe ich auch. Es war auch ein herrlicher Sonntag – hach, am liebsten würd ich sofort wieder los düsen.

      Liebe Grüße Kirsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu