Auf nach Varkala.

Auf nach Varkala.

 

Der Wecker klingelte kurz vor acht. Zeit zum aufwachen, Meditieren für Beli und ich massierte meine Lymphdrüsen am Hals mit dem Ayuveda-Öl. Übrigens, die Ohrenschmerzen waren nach zwei Tagen so gut wie weg. Naja ich nahm regelmäßig meine Tabletten, die Tropfen und massierte, wie gesagt, meinen Hals.
Um neun trafen wir die anderen beim Frühstück. Während die anderen Pläne für den heutigen Tag schmiedeten, waren Beli und ich schon sehr gespannt, was uns auf der weiteren Reise erwarten würde. Wir bekamen noch ein paar Tipps von den anderen, die solch eine Rundreise schon einmal unternommen hatten und planten ein Revival: für Film gucken, den Ali aus ihrem Material schneiden würde, um uns über unsere Erlebnisse auszutauschen und natürlich, um uns einfach wieder zusehen.
Anjali und Naren kamen auch noch kurz vorbei. Wir verabschiedeten uns von allen herzlich, wünschten vorallem den beiden noch einmal alles Liebe für die Zukunft und dann hieß es für Beli und mich langsam, die Reise fortzusetzen.

Auf nach Varkala.
Während wir an der Rezeption auscheckten, wurde Beli wie schon beim Sari-Kauf auf ihre Haar angesprochen: »Is this all your Hair?«, »How did you made it.«, »Can I touch?« Eine blonde Frau mit Dreadlocks sah man hier wohl wirklich sehr selten. Und diesmal wurde auch ich auf meine Haare angesprochen: »Is it coloured?«, »It looks very beautiful!«. Und dabei haben doch die Inderinnen alle so wunderbare glatte schwarze Haare und müssten auf gar nichts neidisch sein.
Unser Fahrer wartete bereits in der Lobby. Er gab uns unsere Hotel-Voucher und dann hieß es: »Einsteigen bitte.« und es ging los.

Auf nach Varkala.

Eineinhalb Stunden später waren wir da. Während der Fahrt gab uns der Fahrer noch ein paar Tipps und Hinweise für Varkala. Vor Ort lud er unsere Sachen aus und dann verabschiedete er sich. In drei Tagen würde uns ein anderer Fahrer zu unserer nächsten Station bringen.
Im Hotel wurden wir sehr nett begrüßt und zu unserem Zimmer gebracht. Dort bot sich uns ein fantastischer Blick auf den Strand.
Wir waren am Südstrand und so konnten wir von unserem Erkerfenster die Priester und die gläubigen Hindus bei Zeremonien beobachten.
Doch zunächst nahm Beli den Kampf mit den kleinen Insekten auf, die vor dem Erkerfenster um ihr Leben wanden. Die kleine Flügel hatten sie bereits verloren. Wir ließen das Reinigungspersonal kommen und die Tiere entfernen. Später entdeckten wir zwischen den Kissen noch weitere davon. Was das für Tiere waren, konnten wir aber nicht erraten. Beli tippte auf Termiten, da das Holz der Fensterbank angefressen war.
Nachdem wir ein wenig geruht hatten, gingen wir am Strand spazieren und knipsten ein wenig. Varkala ist bekannt für seinen roten Grafit-Stein, der im Sonnenlicht wie glühende Lava aussehen soll. Na das werden wir später noch überprüfen. Am Strand standen die indischen Familien und hüpften vor den anbrandenden Wellen davon. Je weiter wir den Strandabschnitt entlang gingen, desto mehr weiße Menschen sahen wir. Später sollten wir feststellen, dass dies der Nordabschnitt ist, wo sich vornehmlich die nichtindischen Touris aufhielten.
Irgendwo gab es einen Aufgang. Den nutzen wir und kamen an einem Parkplatz heraus. Wir liefen oben an der Klippe zurück und kamen wieder bei unserem Hotel an. Nun liefen wir die Straße hinauf. Zwischendurch mussten wir etwas Wasser kaufen, da es ganz schön heiß war und Beli ganz schön mit ihrem Kreislauf zu kämpfen hatte.
Wir gingen zum Tempel. Zwischendurch mussten wir uns aber erst einmal auf einem Mauervorsprung ausruhen. Dann lugten wir beim Tempeleingang um die Ecke. Dort herrschte reges Treiben, denn der Innenhof wurde für irgendetwas mit Blütengirlanden geschmückt.

Auf nach Varkala.

Zurück zum Hotel. Gerade rechtzeitig. Denn kaum waren wir drinnen, stürmte es draußen sehr und es ging ein wolkenbruchartiger Regen auf die Erde hernieder. Das Hotelpersonal versuchte noch schnell alles fest zumachen. Draußen rannten die Menschen vorm Regen davon. Bald sah der Strand ganz verweist aus. Nur ein einzelner Priester trotzte noch dem Regen, bevor auch er aufgab und seinen Platz am Strand räumte. Vom Hotelzimmer schauten wir dem Weltuntergang zu.

Auf nach Varkala.

Später gingen wir ins Dachrestaurant zum Abendessen. Ich bestellte mir ein Paneer Mutter und Beli etwas anderes leckeres mit Pilzen. Dazu ein Masala-Tee.
…warum auf den Tischdecken Weihnachtsbäume gestickt waren, können wir nicht beantworten.
Und dann ab ins Bett – ausschlafen.

 

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