Auf zur letzten Etappe. Auf nach Cochin.

Auf zur letzten Etappe. Auf nach Cochin.

Gegen acht klingelte der Wecker. Frühstück & die letzten Dinge in die Taschen verstaut. Wir waren bereit für die Weiterreise zu unserem letzten Etappenziel: Cochin.
Von nun ab ging es wieder bergab. Zunächst an unserem Berg mit den schönen Teehängen vorbei. Wir blickten ein wenig wehmütig auf diese Idylle zurück. Dann hielten wir unterwegs an zwei Wasserfällen, drückten den Auslöser, posierten für einen jungen Mann und seine Mutter aus Bangalore & weiter ging unsere Reise.
Auf zur letzten Etappe. Auf nach Cochin.
Durch Ortschaften, durch den Wald und wieder durch kleinere Orte. Wir überholten Busse, Motorroller, kleine Verladefahrzeuge, die Kühe, Holz oder anderes transportierten. Wir sahen Menschen vor Geschäften stehen und auf etwas warten – vielleicht den Bus, auf Kundschaft oder dass einfach etwas passiert. Einer spülte Gläser, eine Frau kaufte Gemüse ein. Andere gingen die Straße entlang.
Auf zur letzten Etappe. Auf nach Cochin.
Dann, gute drei Stunden später, wir waren da. Wir bezogen ein letztes Mal Quartier. Noch ein wenig relaxen, ein vegetarisches Clubsandwich und wir ließen uns am Nachmittag von unserem Fahrer zu einer Shopping-Mall fahren. Halt, vorher mussten wir ihn noch wecken, denn zur verabredeten Zeit schlummerte er noch ganz friedlich auf seinem Fahrersitz.
Wir quälten uns die 14 km durch den Nachmittagsverkehr. Es dauerte über eine Stunde. Beli fragte während der Fahrt unseren Fahrer zu seinen Heiratsplänen und seinem Alter aus: 28, ledig und genießt seine Freiheit. Er habe nicht vor, allzu bald zu heiraten. Sie dachte, sowas existiert hier gar nicht. Unser Fahrer brachte uns schließlich ins LuLu – ein riesiges Einkaufszentrum auf vier Etagen inkl. Erdgeschoss. Vielleicht lag es am Samstag, aber es war voll, sehr voll. Unzählige Menschen schlenderten zwischen den unzähligen Shops umher. Es gab auf drei Etagen fast ausschließlich Bekleidungsgeschäfte, in denen neben uns bekannten Marken auch sehr viele indische Kleidungsherrsteller ihre Waren anboten. Darf es ein aufwendig bestickter Salwaz Kameer sein oder doch ein schlichter für über 4000 Rupien. Wie wäre es mit etwas Schickem für den indisch gut gekleideten Herrn. Oder etwas teuren Schmuck. Oder vielleicht der passende Sari für die bevorstehende Hochzeit? Wer das nötige Kleingeld dabei hatte, wurde hier mit Sicherheit fündig. Im Erdgeschoss gab es einen riesigen Supermarkt, in dem auch wir fündig wurden: Häkelnadeln für Beli – ihre war am zweiten Tag hier in Indien abgebrochen, dementsprechend war sie sehr glücklich als wir endlich welche entdeckten. Ansonsten ein paar Gewürze & Knabberkram wie Bananenchips, Datteln oder Jackfruits. Essen suchten wir uns in der oberen Etage, wo wir auch an Spielautomaten soccern, bowlen, Autoscooter oder Inlineskates fahren oder oder hätten machen können. Den Kinobesuch – ja ein Kino gab es hier auch – vertagten wir ebenfalls.
Kurz vor sieben tauchte endlich auch unser Fahrer am Wagen auf – wir warteten schon eine Weile, da wir in LuLu nicht so recht von einer Kauflaune erfasst wurden. Es gab nur drei Shops, die Bücher oder Lifestileprodukte verkauften, also nichts mit Souvenirs shoppen, wie es eigentlich unser Plan war. Vertagen wir dies auf morgen und hoffen, dass wir dort die Andenken für unsere lieben Daheimgebliebenen finden werden.
Auf zur letzten Etappe. Auf nach Cochin.
Vor dem Hotel klärten wir mit unserem Fahrer ab, wann wir uns für den morgigen Ausflug treffen wollten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, unsere Sightseeingtour durch die Altstadt Cochins hatte er ein wenig vergessen.
Zurück im Hotelzimmer widmete sich Beli mit der Häkelnadel ihren Haaren und ich las noch ein paar Zeilen, bevor ich todmüde ins Bett fiel.

 

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