Ausflug in die kleinen Backwaters.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Heute trafen wir uns nach dem Frühstück mit allen in der Hotellobby. Ein Ausflug stand an, nach Poovar, zu den kleinen Backwaters. Diese sind südlich von Trivandrum. Naren hatte die Tour für uns alle organisiert. Mit einem kleinen Bus fuhren wir eine halbe bis dreiviertel Stunde bis zur Bootsablegestelle. Unterwegs sahen wir viele Kirchen und Altäre und ich hatte eine spannende Unterhaltung mit Ali. Hier waren sehr viele indische Menschen Christen, vorallem die Fischerfamilien.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Vom Anleger brachte uns ein Boot über einen Flussarm Richtung Meer, welches noch einmal durch eine riesige Sandbank vom Fluss abgetrennt war. Wir legten an und mussten die ersten Meter durchs Wasser waten, bevor wir festen Boden betraten. In den letzten Tagen hatte es so heftig geregnet, dass der Wasserspiegel höher lag, als normalerweise zu dieser Jahreszeit und einige Sachen überschwemmt waren.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Wir befanden uns auf einem Hotelgelände, auf welchem wir herum spazieren und uns die Zeit so angenehm wie möglichen gestalten konnten. Die Anlage war sehr großzügig. Im Schatten gab es Hängematten und es blühten wunderschöne Blumen. Es gab einen Begrüßungsdrink für jeden von uns. Naren hatte ein Zimmer organisiert, in welches wir uns eine Weile zurück zogen. Auf dem Bett ein wunderbar gefalteter Handtuchschwan und Blütenblätter, auf der Terrasse eine Hängematte, die erst einmal Caro in Beschlag nahm. Die anderen verteilten sich irgendwie und quatschten miteinander. Einige erkundeten auch die nähere Umgebung und spürten so einen Woodpecker auf.
Um eins gab es Mittagessen am Büffet mit vielen keralischen Spezialitäten. Ich musste mir doch glatt noch ein wenig Nachschlag nehmen. Auch der süße Nachtisch war nicht zu verachten. Ferkel freute sich besonders, da die kleinen, süßen Küchlein in seiner Größe waren. Eis gab es auch. Ferkel ist übrigens ein wenig aufgetaut und präsentierte sich nun allen. Natürlich wurde er sofort von allen ins Herz geschlossen. Vorallem Rheti war ganz bezaubert von ihm.
Beli bestellte sich eine Kokosnuss, bei der Ferkel auch sofort probieren musste. Einige genossen ihr Kingfisher-Bier – hier gab es anscheinend noch welches (aufgrund eines Gesetztes, haben die ganzen Restaurants und Kneipen ihre Ausschankgenehmigung verloren).
Noch kurz verdauen und dann ging es auf zwei Boote verteilt in die Backwaters, bewaffnet mit unseren Kameras. Wir fuhren den Flussarm entlang und sahen kleine Kinder im Wasser herum tollen, ein kleines Café hatte Tische & Stühle hoch gestellt – einkehren wollte sicher keine_r mehr, aufgrund des angestiegenen Wassers. Wir sahen eine Vielzahl von Vögeln: Snakebirds in unterschiedlichen Farben, Watercrows und natürlich sahen wir auch einen Kingfisher (Eisvogel). Später noch einen weiteren.
Dann kamen wir an eine Stelle, wo die Äste sehr tief hingen. Unsere Fahrer überlegten bereits umzukehren. Da fuhr ein Motorboot von einer privaten Gesellschaft vorbei und dorten unten hindurch. „Nagut, dann können wir ja folgen.“ dachte sich sicher unser Fahrer und wir fuhren hinterher. Nun war es eine richtige abenteuerliche Mangroven-Tour, bei der die Zweige und kleinen Äste gegen das Boot schlugen. Ferkel sicherte sich natürlich den Sitz in der ersten Reihe. Abenteuer sind nun mal sein Metier. Als es dann noch anfing zu regnen, war das Abenteuergefühl perfekt. Eine wunderschöne Atmosphäre war das.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Schließlich kamen wir wieder am Bootsanleger an, stiegen in ein anderes Boot um und fuhren zum Strand. Das ist eigentlich verboten und dem Hotel nur nach 4 pm erlaubt, weil der Strand sonst ganz in Händen der Fischer ist. Dort stellten wir uns den Wellen entgegen. Und was das für Wellen waren. Riesige. Manchmal waren sie so groß und unberechenbar, dass sie einige von uns vollkommen durchnässten. Auch die indischen Familien genossen diesen Spaß. Überall hörte man nur Gejuche und freudiges Kreischen wenn die Wellen die Kleider durchnässten. So waren einige von uns bald ganz nass. Auch Ferkel hielt seine kleinen Füsschen den Wellen entgegen und prompt waren auch diese nass. Da wir nun eh schon nass waren, gingen einige auf der Flussseite noch baden. Andere von uns machten Fotos davon oder von den Fischerbooten, die am Strand lagen.

Ausflug in die kleinen Backwaters.

Irgendwann fuhren wir zurück zum Bootsanleger und ließen uns mit einem anderen Boot zurück zum Bus bringen. Beim Vorbeifahren sahen wir, dass die Arbeiter einen Durchbruch durch den Strand gemacht hatten und das Wasser zum Meer fließen und somit der Wasserstand etwas zurück gehen konnte. Mittlerweile wurde es dunkel. Als wir schließlich den Bus erreichten war es Nacht und der Fahrer schaltete seine Bollywood-Beleuchtung im Bus ein. Dazu noch die passende Musik und es konnte zurück zum Hotel gehen.
Im Hotel angekommen, verabschiedeten wir uns von Renate und Michael, die morgen sehr zeitig den Flieger Richtung Dehli nehmen wollten, um dort ihre Reise fortzusetzen. Von der Rezeption erhielten wir eine Nachricht vom Fahrer, der uns am kommenden Vormittag gegen 11:00 Uhr abholen und nach Varkala bringen wird. Wir packten außerdem schon mal unsere Sachen zusammen. Irgendwie war mein Rucksack jetzt schon sehr voll, obwohl ich kaum mehr eingepackt hatte. Komisch. Außerdem machten wir uns ein wenig frisch.
Während sich Hendrik und Anjalis Vater noch von Narens Mutter verabschiedeten, trafen wir uns mit den anderen zum gemeinsamen Abendessen. Wir waren alle ganz schön K.O. – sei es vom heutigen Tag oder von den Anstrengungen der letzten Tage. Wir aßen alle nur eine Kleinigkeit, tauschten uns über die verschiedenen Dinge der letzten Tage aus. Später kamen Naren, Anjali, ihre Vater und Hendrik dazu. Als wir uns schließlich verabschieden wollten, konnte sich niemand so recht voneinander trennen. Irgendwann taten wir es doch und gingen auf unsere Zimmer.
Müde und erschöpft von einem einem tollen Tag fielen wir schließlich in unsere Betten und schliefen ein.

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