Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

Moritzburg, Sachsen.
Moritzburg, Sachsen.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.
Ein sonniges Wochenende im Februar 2014. Das Thermometer klettert hinauf auf bis zu 10°C/12°C. In der Sonne sind es noch einige Plusgrade mehr. Die Luft ist trocken, es riecht frisch und mild. Ist dies der Beginn des Frühlings? Wir unternehmen einen Wochenendausflug nach Moritzburg. Es ist mein Weihnachtsgeschenk von Torsten.
Er hatte ein Zimmer in einer Pension Nahe Moritzburg gebucht. Am Freitag Abend kamen wir an. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, unternahmen wir noch einen Ausflug nach Dresden. Unbeabsichtigt. Eigentlich wollten wir nur noch eine Kleinigkeit essen. Während der Fahrt merkten wir, wie nah die Großstadt lag. Und noch etwas bemerkte ich, als wir die Stadtgrenze überquerten: hier war ich doch schon einmal. Im Juni des vergangenen Jahres besuchte ich eine Fortbildung in Dresden und fuhr jeden Tag die Strecke mit dem Rad von der Neustadt nach Pieschen/Trachau. Daher kannte ich den Weg wie meine Westentasche & lotste uns geschickt in die liebt gewonnene äußere Neustadt. Wir schlenderten durch die nächtlichen Gassen. Junge Alternative saßen in den Schaufenstern, tranken ein Bier. Dort in einem Café gab es einen Tanzworkshop. Wir kamen an der Scheune vorbei und Torsten schwelgte in Erinnerungen. Er war das letzte Mal vor zehn Jahren hier. Vieles hatte sich verändert. Ganz andere und mehr Geschäfte und Ladenlokale gab es nun. Aber das Grundgefühl, welches dieses Viertel bereits damals ausstrahlte, ergriff ihn wieder. Nach dem Essen ging es zurück.
Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.
Die Sonne lukte bereits durchs Fenster. Es war kurz nach acht. Die Sonne sollte auch weiterhin den Samstag bestimmen. Wir setzten uns ins Auto und fuhren Richtung Moritzburg. Es war kein Parkplatz zu finden, die Warteschlange am Eingang war auch einige hundert Meter lang und mehrere Meter breit. Wir entschlossen uns, nach Meissen zu reisen.
Schon von weitem bot sich ein grandioser Blick auf die Albrechtsburg, die hoch oben über der Elbe thront. In der Altstadt parkten wir unseren Wagen und flanierten durch die, noch im Winterschlaf versunkenen, Gassen. Zuerst unternahmen wir einen Spaziergang in die Porzellan-Manufaktur Meissen. Hier gibt es eine Schauhalle und -werkstatt sowie wechselnde Sonderausstellungen. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Café von echtem Meissner Porzellan zu speisen oder im Verkaufsraum einige der ausgestellten Dinge käuflich zu erwerben. Torsten überraschte mich später mit einem kleinem Gemini-Anhänger aus echtem Meissner Porzellan. Danke. 🙂

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

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Wir schlenderten durch die Gassen. Oben von der Burg und vom Dom blickten wir ins Elbtal und genossen die schönen Ausblicke ins Tal und auf die roten Dächer der Altstadt. Am Berg schmiegte sich ein Schauweinhang. Sicher kann man hier im Sommer sehr idyllisch sitzen.
In einer Konditorei ließen wir uns Kuchen und Getränke schmecken.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

Zurück nach Moritzburg. Die Menschenschlange vor dem Eingang war weg, auch fanden wir sofort einen Parkplatz. Torsten löste zwei Eintrittskarten und schon fanden wir uns in der Märchenwelt von Drei Haselnüsse für Aschenbrödel wieder. Gemeinsam mit den Partnern Burg Švihov und Schloss Ctenice konzipierte die Moritzburg in einem deutsch-tschechischen Gemeinschaftsprojekt die Sonderausstellung zu dem Erfolgsfilm um Aschenbrödel. Zum vorerst letzten Mal wird die Ausstellung zum 40jähigen Filmjubiläum noch bis zum 02.03.2014 gezeigt. In den verschiedenen Räumen wurden die Original-Drehorte, die einzelnen Schauspieler*innen, die Kostüme, Kulissen und noch vieles mehr vorgestellt. Es gab Infos zum Hintergrund des Märchens, warum es gerade im Winter spielt, wie der Schnee auf die Moritzburg kam und wer die Erfolgsmusik schrieb. Die verschiedenen Infotafel waren auf deutsch und tschechisch.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.
Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.
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Mit der Titelmelodie auf den Lippen, komponiert von Karel Svoboda, wandelten wir durch die verschiedenen Räume, sahen Puppen, die in den Original-Kostümen im Festsaal tanzten, die Schminktische der Maskenbildner*innen oder das Pferd von Aschenputtel. Für Kinder gab es immer wieder neue Rätselaufgaben mit der Eule Rosalie und verschiedene Mitmach-Stationen.
Als wir am Ende das Gebäude verließen, fanden wir auch noch den Schuh, den die unbekannte Tänzerin verlor, als sie eilig das Fest verließ. Mir passte der Schuh leider nicht. Also wird wohl die rechte Braut des Prinzen wohl noch irgendwo anderes sein. 🙂

»Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr.«

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Draußen ging gerade die Sonne unter und tauchte die Bäume am Wasser in ein wunderschönes Licht.
Abschließend können wir sagen: es war rundum eine gelungene Ausstellung und ich freute mich, diese noch vor Ablauf gesehen zu haben und jetzt müssen wir wohl noch einmal den Film schauen. Melodiesummsumm
Ein leckeres Abendessen ließen wir uns erneut in der Dresdener Neustadt schmecken.

Moritzburg, Sachsen.
Moritzburg, Sachsen.

Nach dem kleinen Frühstück am Sonntag und bevor wir wieder zurück in die Heimat ging, wollte ich Torsten noch die Bastei zeigen: das Wetter war ideal und er noch nie dort gewesen. Braucht es noch mehr Gründe für einen Ausflug dorthin?
Ja, die Bastei und die sächsische Schweiz ist immer wieder eine Reise wert.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

Wir stellten das Auto auf den Parkplatz ab und gingen die paar Minuten bis zur berühmtesten Aussichtsplattform der Region. 190 m erhebt sich der Basteifelsen über die Elbe und gewährte uns wunderschöne Blicke ins Tal und auf die Felsen in der Umgebung. Immer wieder erreichten wir weitere Aussichtspunkte, die neue Ansichten auf den Mönch, den Höllenhund oder die Lockomotive frei gaben. Junge Familien, Tagesausflüglerinnen und etliche Kletterinnen nutzten ebenfalls das herrliche Wetter für einen Ausflug hierher. Bei der Erkundung der Überreste der mittelalterlichen Felsenburg Neurathen musste Torsten seine Höhenangst überwinden, während wir die Eisenleitern- und Brücken überquerten. Dafür wurden wir mit interessanten Infos und weiteren grandiosen Ausblicken belohnt.
Nach gut zwei Stunden traten wir den Rückweg an und ließen uns in Bad Schandau noch einen Kuchen schmecken.

Die Neustadt, Aschenbrödel, Porzellan und die Bastei.

Was für ein schönes Sonnenwetterwochenende mit tollen Erlebnissen. Danke an Torsten (und Ferkel) für dieses tolle Weihnachtsgeschenk. Und das Wetter dazu war das i-Tüpfelchen. Und wir stellten fest: hier müssen wir im Frühjahr noch einmal her und ein Wanderwochenende zelebrieren. Ich bin gespannt, wann wir dies verwirklichen.

 

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