Doing Nothing in Varkala.

Aufgewacht ohne Wecker – vor um acht. Ich hatte nicht gut geschlafen. Meine Halsschmerzen, die sich am Vorabend andeuteten, waren in der vergangenen Nacht fast unerträglich geworden. Die Klimaanlage ließ sich auch nicht richtig einstellen. Entweder es zog oder es war zu warm.

Doing Nothing in Varkala.
Nothing Doing lautet das Motto unseres Hotels.

Aber nun hieß es: langsam wach werden, den Ausblick aus dem Fenster genießen, meditieren und den Hals massieren. Dann gingen wir frühstücken. Es gab leckere Früchte, indisches und kontinentales Frühstück. Während wir aßen beobachten wir das rege Treiben am Strand. An den Sanderhöhungen hatten Priester safranfarbene Tücher ausgebreitet. Sonnenschirme standen daneben. Darauf hatten sie verschiedene Utensilien und Plastikeimer mit Wasser standen daneben. Hindu-Familien kamen an und nahmen an einem Ritual teil. Dies endete meist damit, dass sie Opfergaben dem Meer übergaben. Diese trugen sie auf/über dem Kopf, stellten sich mit dem Rücken zum Ozean auf und warfen die Gabe nach hinten. Dann drehten sie sich wieder um und beteten.
… Und das Internet war wieder da, nachdem es gestern Abend ausfiel. Ich lud eeeeeeiiiiiin Foto für die letzten Beiträge hoch. Mensch, die Verbindung ist echt sehr langsam hier.

Doing Nothing in Varkala.

Dann machten wir uns stadtfein und ließen uns für 50 Rupien in die City fahren – sicher total überteuert, aber komischerweise schienen bei allen Motor-Rikschafahrern heut das Taxameter ausgefallen zu sein. Da Beli noch ein paar Salwar Kameez kaufen wollten, ließen wir uns vom Rikschafahrer vor einem solchen Laden absetzen.
Das Angebot war wieder riesig. Immer weitere Kleidungsstücke wurden da vor Beli ausgebreitet. Hier passte die Farbe nicht, dort waren es zu viele Glitzersteine, bei wieder einem anderen war es die Farbkombi nicht nicht passte. Schließlich erspähten wir einen türkis-grünen mit aufgestickten Kreisen. Der sollte es sein. Und er passte. Super. Weitere Salwar Kameez sprachen uns hier nicht an und wir verließen nach dem Bezahlen den Laden. Wir kehrten in einen weiteren Laden ein und Beli erstand hier zwei weitere Kleidungsstücke. Nun war sie bestens versorgt. Zwischendurch schauten wir noch ins City-Center, wo sie Lebensmittel, Drogerie-Artikel und diverse andere Dinge verkauften. Wir begnügten uns mit einer Flasche Wasser.

Doing Nothing in Varkala.

Ich kaufte noch eine Salbe für Torsten ein und dann ließen wir uns von einem Rikscha-Fahrer zum Nordstrand bringen.
Wir flanierten entlang der Steilküste. Auf der anderen Seite reihten sich kleine Shops die von Tüchern, über Klamotten bis hin zu Schmuck und Schnick-Schnack alles verkauften. Beli gab bei einer Schneiderei ihr Oberteil ab, da hier eine Naht kaputt war. Die Wartezeit verkürzten wir uns mit einem Lassi.
Es begann zu donnern und zu grollen. Zeit zurück zu gehen. Wir holten noch den Salwar ab, hielten noch ein weiteres Mal an, um ein paar Postkarten einzukaufen dann liefen wir schnellen Schrittes entlang der Küste zurück zum Südstrand. Gerade noch rechtzeitig, denn kaum fünf Minuten später regnete es.

Doing Nothing in Varkala.

Wir entspannten ein wenig auf dem Zimmer. Später begann ich, meine Tagebucheinträge nachzuholen, kleine Bildzusammenstellungen zu erstellen und Beli las Korrektur. Beli fertigte außerdem kleine Saris für Ferkel und Zwiesel an. Ein Traum.
Als die Sonne langsam unter ging, machten wir uns mit unseren Kameras zum Strand auf. Außer uns waren viele indische Familien am Strand, die mit den Füßen im nassen Strand standen und juchend zurück rannten, sobald ihnen eine Welle zu nah kam. Natürlich erwischte sie trotzdem die ein oder andere.
Die Priester hatten ihre Stätten abgebaut und hier tummelten sich nun herum streunende Hunde – im Sand dösend, die Menschen um sich anbettelnd oder sich kratzend. Während unser Fotosession wurden wir angesprochen, ob wir mit auf ein Foto wollen. Na klar. Aber gern doch.
Die Sonne verschwand, es kam das Abendrot. Als auch dieses verschwand war es dunkel. In dem Restaurant hinter uns brannten Kerzen und gedimmtes Licht. Wir kehrten ein. Mit Blick auf das Meer ließen wir uns Dal und Butter Mutter Paneer mit Reis und Naan-Brot schmecken. Dazu einen leckeren Ginger-Tee für den Hals.
Während wir dort saßen, viel mehrfach der Strom aus. Auch zurück im Hotel saßen wir wiederholt im Dunkeln. So war es sehr mühselig, die Bilder für die einzelnen Beiträge hochzuladen. „Grummel“. Naja zumindest gehen die Daten nicht verloren. Dann werden die Interessierten später die geballte Ladung bekommen. 🙂
Irgendwann konnte ich zumindest dann doch noch die Bilder für den Hochzeitsbeitrag (in etwas geringer Auflösung) hochladen & den Beitrag veröffentlichen. Immerhin etwas. 😉

Irgendwann machten wir das Licht aus & versuchten uns von der aufkeimenden Erkältung nicht allzu sehr beeinflussen zu lassen. 🙂
Gute Nacht.

Doing Nothing in Varkala.

Dir hat dieser Artikel gefallen? 

Super.
Dann erzähle anderen davon uns teile ihn mit der Welt.
Ich danke dir.

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Hier gibt es weitere Fotos:

More from kiraton.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt und der Adventskalender hängt.

Eine Idee für den letzten Drücker: Ein Adventskalender aus Papier mit Foto-Erinnerungen...
Weiterlesen

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu