Ein Fest im Meherangarh-Fort.

Ein Fest im Meherangarh-Fort.
Ein Fest im Meherangarh-Fort.

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Der Wecker animierte uns gegen halb acht zum Aufstehen. Da wir gestern Abend früh im Bett lagen, fiel uns das Aufstehen nicht allzu schwer. Torsten ging es wieder besser. Das Essen war verdaut.
Wir aßen unser Frühstück (wir hatten schon besseres) und dann stiegen wir in unseren Ambassador und Albert fuhr uns nach Jodhpur. Es ging über teils sehr schlechte Straßen, durch eine Rinderherde hindurch, an Ortschaften vorbei. Gegen zwei waren wir da. Albert fuhr uns direkt zum Meherangarh-Fort. Wir bezahlten unseren Eintritt von RS 300 plus RS 100 für die Fotoerlaubnis, die sich wie immer lohnt. Und wir bekamen dazu gratis jeweils noch einen Audioguide in deutsch, der uns durch die Anlage führte. Toll.
Kurz hinter dem dritten, mit Eisennägeln gegen die Elefanten, Eingangstor sieht man 32 Handabdrücke in Stein. Hier verewigten sich damals die Prinzessinnen, bevor sie mit dem verstorbenen Maharaja verbrannt wurden. Wir erfuhren durch unseren Guide im Ohr (Grammophon wie Albert es beschrieb) somit viel zur Bedeutung der Farben (rote Sáris für die Hochzeit, weiß für die Trauer nach dem Tod), zur Dynastie der Mewer-Maharajas, zur Bedeutung von Sänften (die offenen für Männer, die geschlossenen für Frauen, damit diese vor den gierigen Blicken der Männer geschützt sind), wir sahen tolle Säle (mit Gold verziert und reich mit Spiegeln, Malereien ausgestattet), zu den Dolchen und Rüstungen der Maharajas und vieles mehr.
Doch genauso spannend wie die Ausstellung und die dazu gehörigen Audioausführungen (1, 2, 3, zeitgleiches Nr. auf dem Guide wählen) waren die Partyvorbereitungen für einen Filmstar. Irgend eine indische Schauspielerin gab eine Party für ihren Freund, zu der sogar internationale Showbusinessgrößen eingeladen waren (angeblich auch James Bond-Darsteller Daniel Craig oder eine Jennifer …). Die Museumsangestellte_innen wussten es selbst nicht so genau.
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Die Wege wurden mit Blumen und passenden Kerzen in Orange und Gelb geschmückt. Riesige pinke, orange Troddeln und rote Fahnen hingen von oben herab. Es wurden Arrangements aus roten und grünen Chili, Metallschalen mit Kerzen, roten Blumen getroffen. In einem Innenhof wurde eine riesige Landschaft aus Kissen, Sofas, Decken in bunten, leuchtenden Farben arrangiert. Rings herum wurden, für Rajasthan typisch, farbige Glaslampenschirme aufgehängt, jeweils mit Kerzen ausgestattet. Eine riesige Pyramide aus Blumen, Gewürzen wurde aufgebaut, die Lautsprecher an einer kleinen Bühne wurden eingerichtet, die Buffettische aufgebaut. Wir konnten uns nur annähernd vorstellen, welch ein berauschendes Fest es werden würde.
Nach fast zwei Stunden Museumsrundgang mit immer wieder schönen Ausblicken auf die blaue Stadt zu den Füßen der Festung fuhren wir noch zum Jaswant Thada – dem Grabmahl des 1895 verstorbenen Maharajas Jaswant Sigh II. Ein friedlicher Ort mit schönen Ausblicken auf die Stadt und das Fort.
Übrigens meinte einige Händler im Dort zu Torsten, er sähe aus wie Shakti Kapoor, ein indischer Bollywoodschauspieler, und zu mir kam eine Inderin, während ich auf kurz auf Torsten wartete, drückte mir die Hand und sagte, ich hätte ein »lovley smile«. Danke
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Anschließend für uns Albert durch die Altstadt zu unserem Hotel (manchmal waren die Straßen so eng, dass wir jeden Moment Metall knirschen zu hören glaubten, doch bis auf einen kleinen Zusammenstoß mit einem Motorrad ging alles gut). Das HK Haveli-Hotel, im typischen Bürgerhausstil vergangener Tage erbaut, bietet von der Mosaik-gefliesten Dachterrasse einen wundervollen Blick auf das Meherangarh-Fort. Und jetzt in der Nacht, in Pink und Orange angestrahlt, sieht es noch toller aus. Im Innenhof hier gibt es sogar eine alte Hollywoodschaukel.
Bei leckeren Snacks und Getränken lassen wir den Tag ausklingen und schauen auf das nächtliche Fort.
Hier noch ein paar Party-Infos: Naomi Campbell hat eingeladen. Weiter Infos zur Party

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Weitere Fotos gibt es hier zu bestauenen:

 

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