Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.

Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.
Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.

Wir liegen in unserer kleinen Parzelle im Hotelbus nach Siem Reap. Es ist nach 20:00 Uhr.

Heute mal wieder früh aufstehen, Sachen zusammenpacken & auschecken. Dann warteten wir fast eine halbe Stunde auf den Abholservice, der uns zu unserem heutigen Abenteuer in den Ream-Nationalpark bringen sollte. Als er endlich kam, brachte er uns wenige 100 Meter weiter in ein Guesthouse wo wir Frühstück bekamen. Hier saßen außer uns noch viele andere Gestrandete. Es bestand aus einem Baguettebrötchen & dazu hatten wir die Wahl aus Butter, süßer gelber Marmelade & süßer roter Marmelade. Nicht wirklich ein Fest. Achja, wir konnten auch süße Kondensmilch aufs Brot machen. Dazu nicht schmeckender Kaffee & Tee. ‚Na, das kann ja was werden‘, dachten wir.

Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.
Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.

Viertel nach neun ging es weiter: mit einem Kleinbus 23km außerhalb von Sihanoukville zu einem Bootsanleger, wo die Reise in den Nationalpark gehen sollte. Offiziell heißt der Park Preah Sihanouk National Park. Der Name Ream National Park kommt von dessen Lage im Gebiet der Kommune der Ream.
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Nun ging es 1 1/2 Stunden auf dem Fluß Prek Toeuk Sap. Mangrovenbäume links & rechts entlang des Flusses. Wir sahen Seeadler, Milchstörche, Eisvögel, kleine Inseln, Fischer, die ihre Netze auswarfen oder wieder einholten, vorbei an kleinen Hütten entlang des Flusses. Wir erreichten das offene Meer & gingen an dem wunderschönen Sandstrand von Koh Sam Pouch an Land.
Hier hatten wir eine Stunde Zeit zu verweilen, baden zu gehen , Muscheln zu sammeln & im Schatten zum Wellenrauschen zu dösen.
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Dann ging es durch den Dschungel nach Thmor Tom, einem kleinen Dorf auf der Insel (mit christlicher Schule).
Wir mussten gerade zu Beginn der Wanderung feststellen, dass man mit Geld alles kaufen kann: wir liefen über die Baustelle einer fast fertigen Luxusvilla. Wir hoffen, dass der Rest nicht auch noch erschlossen wird.
Wir sahen im Wald, tolle, verwundene Bäume, schritten kleine Fade entlang, von irgendwoher ertönte eine vollkommen übersteuerte Musik.

Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.
Eine Bootstour durch den Ream-Nationalpark.

Das Dorf war noch sehr ursprünglich, bis auf den Plastikmüll, der überall verstreut herum lag. Wasserbüffel grasten im kniehohen Wasser, eine Frau wusch ihre Wäsche, Kinder tobten auf dem Platz vor der Schule oder spielten Volleyball, eine Frau kochte Mittagessen für die Familie.
Auch wir bekamen, angekommen am Bootsanleger ein leckeres Mittagessen (Reis, bunter Salat, Fisch & frisches Obst, dazu ne Cola). Am Bootsanleger war auch ein Fischerboot. Drei Fischer & ein Kind fischten gerade die kleine glitzernde Beute aus den Netzen. Unser Leiter für diese Tour erzählte uns, dass sie aus dem Ort stammen, von welchem aus wir los fuhren. Sie leben, kochen, arbeiten & schlafen auf dem Boot. Es war nicht größer & besser ausgestattet, als jenes, mit dem wir unsere Bootstour unternahmen.
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Wir genossen noch ein wenig diese Friedlichkeit hier & dann brachte uns das Holzboot wieder zurück. Vorbei an den schönen Mangroven.
Es war schade, das die Wanderung so kurz war, wir so wenig von der Tierwelt sahen & es auch nur wenig Erklärungen gab. Aber der Ream-Nationalpark hat durchaus Potential. Eventuell gibt es ja einen besseren Anbieter, oder man bucht direkt bei der Parkverwaltung, was wir aufgrund der knappen Zeit im Vorfeld nicht geschafft haben.
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Halb vier waren wir wieder zurück & ließen uns am Sokha Beach Resort absetzen. Ganz selbstverständlich nutzten wir die Toiletten & setzten uns im Anschluss an die Strandbar, wo wir unsere Getränke genossen.

Dann sprangen wir in den Golf von Thailand. Angenehm erfrischend war er. Auch die Duschen des Resorts benutzen wir, bevor wir hier in den wunderschönen Sonnenuntergang blickten. Hier war es um ein Vielfaches entspannter als am Hauptstrand. Es war nicht überfüllt, es kamen keine Leute vorbei, die dir etwas verkaufen wollten, etc.. Wir konnten einfach ein wenig entspannen & in die immer roter werdende Sonne blicken.
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Halb sieben, wir liefen zurück Richtung Hotel. Unterwegs aßen wir noch ein außerordentlich leckeres Abendessen im Happa Cambodia, welches uns japanische & Khmer-Speisen offerierte. Dann schnell ins Hotel. Der Abholservice kommt bald. Um acht startet der Nachtbus. Noch schnell ein paar Dinge zusammen packen. In der Empfangshalle ein Mönch – eingewickelt in einer Decke – er tippt auf seinem Pad herum, ist auf Facebook. Sein Mac-Book liegt auf dem Tisch vor ihm. Auf einmal stellte Torsten fest, dass der Abholservice bereits um 19:30 Uhr kommen sollte. Wir waren sieben nach halb im Hotel. Was nun? War der Bus schon da? Wir telefonierten hinterher. Alles ging gut. Der Kleinbus kommt kurz vor acht & bringt uns zu unserem pinken Nightliner.

Es ist kurz nach 21 Uhr. Sie haben das Kabinenlicht ausgeschaltet. Das bedeutet wohl Nachtruhe.
Kurz vor elf ging noch einmal das Licht an, Toilettenpause.
Da wir ganz vorn lagen, konnten wir die ganze Zeit den Gesprächen (die wir natürlich nicht verstanden) des Busteams lauschen, auch den permanenten Rotzgeräuschen. Zum Glück gibt es Ohropax, die das Ganze etwas abmildern. So klang alles etwas dumpf, während wir versuchten, die richtige Liegeposition in unserer Schlafkabine zu finden. Dies war nicht so einfach, da die Beine dabei steht’s angewinkelt sein müssen.

Wie die Fahrt weiter ging & was uns dann erwartete, erfahrt ihr morgen. Jetzt wird erst einmal geschlafen. 😉

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Hier noch mehr Fotos von unserer Bootstour durch den Ream-Nationalpark:

(klick dich einfach durch die Galerie)

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2 Comments

  • Auch heute wieder super Erlebnisse für uns aufbereitet. Wir drucken immer alles für Oma und Opa`s aus dann haben sie Wochenlektüre. Nachträglich herzliche Glückwünsche zum Geburtstag für Torsten. Am Wochenende konnten wir Eure Tour nur über Handy verfolgen und da sind Komentare (vom handling) klomplizierter. Nach Eurem Bericht habt Ihr ja einen schönen Geburtstag verlebt. Hier in MD war am Sonnabend die Stadt dicht und viele Hubschrauber und Einsatzkräfte der Polizei von überall.
    Viele Grüße M & P

    • Geburtstagsglückwünsche sind angekommen & bedankt. 🙂
      Morgen früh um fünf geht’s nach Ankor Wat zum Sonnenaufgang & zu den anderen Tempeln. Wir sind ein wenig aufgeregt. 🙂

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