Eine kleine Zugfahrt in den Bergen.

Eine kleine Zugfahrt in den Bergen.
Eine kleine Zugfahrt in den Bergen.

Um halb acht klingelte unser Wecker. Noch einmal umdrehen und dann galt es aufzustehen, auf der Wiese vorm Haus zu frühstücken und sich für den heutigen Ausflug fertig zu machen. Heute stand ein Zugfahrt auf dem Programm.

Um dort hinzu gelangen, mussten wir erst eine kleine Fahrt mit dem Auto unternehmen. Hier ging es wieder durch dörfliche, kaum besiedelte Landstriche. Nach einer guten halben Stunde Autofahrt erreichten wir den Bahnhof. Wir kauften uns Zugtickets fuer RS 4 pro Person. Wenn das mal nicht ein guter Preis ist, und das ganz ohne Bahncard 50.

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Nach einer kleinen Ewigkeit, die der Zug noch auf dem Bahnhof stand, die Leute aus den Wagons ihre Wasservorräte aufgefüllt, sich noch eine Kleinigkeit zu Essen gekauft hatten, setzte sich der Zug langsam in Bewegung. Gemächlich ging es durch die schöne wilde Berglandschaft. Immer wieder gab es neue Täler, die sich hinter und zwischen den Bergen auftaten. Die Inder_innen, meist Männer saßen oft auf den Trittbrettern und schauten hinauf. Einige waghalsige Jungs hielten Hände oder Füße hinaus, wenn wir dicht an Felsen vorbei fuhren. Auch durch eine Höhlen und über Brücken ging unser Fahrt. Und die Landschaft zog langsam an uns vorbei. Schön. An kleinen Haltestellen auf der Stecke kamen Affen herbei gelaufen und ließen sich nur allzu gern mit Naan füttern.

Nach einer Weile setzte sich ein Junge zu uns, der uns mit seinem sehr schlechtem Englisch ein Gespräch aufdrängte. Sicher war er so er erfreut, sich mal mit einem Weißen unterhalten zu können und bemerkte nicht die sehr langen Pausen, die immer wieder entstanden, weil er unser Englisch nicht verstand und er nach seinen wenigen englischen Vokabeln, die er aus seinen max. sechs Jahren Schule behalten hatte, suchte. So bewunderte er Torstens Uhr mit „Clock. Good.“, bat um ein Bild, als er mich fotografieren sah, sagte immer wieder „Ratjasthan good. Very good.“ und freute sich, bei uns sitzen zu dürfen. Na warum nicht.

Nach einer einhalbstündigen Fahrt war es vorbei. Am Bahnhof wurden wir von Bangdat abgeholt. Er war mit dem Auto hierher gefahren, während Albert mit uns im Zug saß.
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Dann ging es heim und wir hielten Mittagsruhe. Am Nachmittag setzten wir uns an den Pool und schrieben mal wieder eine Ladung Urlaubskarten.

Nun sitzen wir in der Empfangshalle, die zur auch Hälfte als Essensaal dient und ich schreibe diese Zeilen. Zwischendurch kam der Hausbesitzer und der Hotelmanager und baten uns um Rat zur Beleuchtung. Der Saal war gingsherum mit kalten Glühlampen ausgestattet. Sie fragen uns, ob wir diese ok finden oder ob gelbes Licht nicht besser wäre. Wir stimmten selbstverständlich für letzteres. Wir sind eh immer wieder darüber irritiert, dass bisher alle Zimmer immer mit einer Neonroehre ausgestattet sind.

Morgen gehts nach Udaipur.

 

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