Eine Radtour auf Don Khon.

Eine Radtour auf Don Khon.
Eine Radtour auf Don Khon.

Don heißt Insel & auf einer solchen erwachten wir heut morgen. Ich legte mich nach einer schönen erfrischenden Dusche sogleich in die Hängematte & ließ beim Lesen die Seele baumeln bis auch Torsten soweit war.
Nach einem ungewöhnlichem, aber leckerem Frühstück – es gab Kartoffelbrei, Saft, Obst & wahlweise Tee oder Kaffee – leiten wir uns für je 10.000 Kip ein Fahrrad aus & schon konnte sie los gehen – unsere Inseltour.

Radtour auf Don Khon.
Radtour auf Don Khon.

Zunächst kamen wir an einer ausgebrannten Grundschule vorbei. Dahinter war eine neue errichtet wurde. Die Kinder hatten grad Pause & tobten herum. Einige spielten FlipFlop-Weitschleudern. Da wird je ein FlipFlop pro Person nah über dem Boden geschleudert – ähnlich dem Boule. Wer am weitesten kommt, hat gewonnen. Wir unterhandelten die Eisenbahnbrücke & fuhren durch Ban (=Dorf) & weiter auf einem Sand-Steinweg – vorbei an trocknen Reisfelder – entlang. Der Weg gabelte sich & wir folgten dem mit Waterfall ausgeschilderten Weg.
Nach einigen hundert Metern mussten wir die Räder abstellen, einen kleinen Eintritt zahlen, eine kleine Brücke passieren & wurden schon bald wurden wir mit grandiosen Blicken auf den Somphamit Wasserfall belohnt. An jeder Ecke ein neuer grandioser Blick auf die Wassermassen, die bis zu 10 m in die Tiefe stürzten. Wir kamen an einen Strand & auf einmal stand ich mit beiden Beinen im Mekong. Kühl umschwappte mich der Fluss. Wir sammelten noch ein paar Muscheln & dann ging es weiter. Der Wasserfall wird übrigens auch Tad Liphi genannt (Geisterversteck).

Radtour auf Don Khon.
Radtour auf Don Khon.

Mit dem Rad fuhren wir auf einen schmalen Weg über Stock & Stein durch bewaldetes Gebiet. Dann kamen wir auf die ehemalige Eisenbahntrasse, die nun ein Schotterweg ist. Schließlich kamen wir an den südlichsten Zipfel der Insel.

Radtour auf Don Khon.
Radtour auf Don Khon.

Hier war das Dorf Hang Khon. In einem offenen Restaurant (mehr ein Imbiss) nahmen wir ein kleines Mittagessen. Dann gingen wir noch hoch auf einen Aussichtspunkt und betrachteten den Fluss. Breit war er hier. Am Horizont sahen wir bereits Kambodscha. Eine Gruppe Kajaks fuhr über den Fluss, dann kleine Boote. Alle wollten sie die Delfine sehen, die hier im Fluss leben. Irrawaddy-Delfine sind Süßwasserdelfine & eine kleine Population lebt hier. Sie sind sehr scheu & daher schwer zu beobachten. Wir blieben eine Weile auf den Aussichtspunkt & das ein oder andere Mal hatten wir das Gefühl ganz klein am Horizont etwas aus dem Wasser auftauchen zu sehen. Ganz klar Irrawaddy-Delfine.
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Zurück radelten wir die Ostseite der Insel entlang in Richtung Norden. Es ging durch Wälder, über marode Holzbrücken & vorbei an Feldern. schließlich vor uns – mitten auf dem Weg – eine Gruppe Kühe. Zum Glück ging kurz davor ein Weg nach rechts ab, dem wir kurzerhand folgten.
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Wir kamen zu einer Hängebrücke & ließen die Räder stehen. So gelangten wir zu einem weiteren Wasserfall – dem Tad Namtok. Auch er war wunderschön anzusehen.
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Wir verweilten eine Weile & fuhren weiter nach Ban Houa Khon. Die ersten Hütten gehörte. Einheimischen. Sehr dörflich ging es zu. Kinder sprangen über den Pfad, es wurde gekocht, gearbeitet oder einfach herum gesessen & gequatscht. Dann tauchten die Bungalows für die Tourist_innen auf. Auch der Verkehr, bestehend aus Fahrrädern, Motorrädern, Fußgänger_innen & Hühnern plus ihren kleinen piepsenden Küken. Wir fuhren bis zur Eisenbahnbrücke & hinauf, nicht aber bevor wir nicht das Grab von der Familie Xavier betrachtet hatten, die hier auf tragische Weise ums Leben kamen. Wahrscheinlich wurde die Familie von den eigenen Hausangestellten umgebracht.
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Von der Brücke boten sich tolle Blicke auf den Fluss. Weiter ging es die Alte Eisenbahntrasse einmal quer über Don Det bis in den Norden der Insel. Hier gab es kaum Wald. Überall waren Felder angelegt. Wir kamen in den Ort. Er war viel belebter als auf der anderen Insel. Auch hier immer wieder Hähne, Hühner & ihre Jungen, Katzen, Hunde, Menschen vor ihren Hütten. Teilweise lag Müll herum.
Wohin auch damit, es gab ja keine wirkliche Müllentsorgung. Zumindest hatten wir bisher keine entdecken können & die ganzen Plastiktüten sowie -flaschen verrotten leider nicht so schnell wie Kokosnussschalen.
Am Westufer entlang ging es schließlich in der langsam tiefer stehenden Sonne zurück. Wir trafen einen Kumpel von Ferkel, sahen viele Hochbeete und Menschen beim Fischen.
Nach 7 1/2 Stunden kehren wir zurück. Vor unserem Zimmer ließ ich mich in die Hängematte fallen, Torsten in eine Liege & gemeinsam genossen wir den Anblick der untergehenden Sonne irgendwo hinter der Eisenbahnbrücke.
Schließlich aßen wir ein außerordentlich leckes, frisch zubereitetes Essen im Lao Long.
Heute werden wir sicher wieder gut schlafen können.
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Hier noch mehr Fotos von unserer Insel-Besichtigung mit dem Rad:

(klick dich einfach durch die Galerie)

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