Fokusiert und abgedrückt. Fotografische Ausschnitte aufs 1. Halbjahr 2018.

Fokusiert und abgedrückt. FotografischeAusschnitte aufs 1. Halbjahr 2018.
Fokusiert und abgedrückt. FotografischeAusschnitte aufs 1. Halbjahr 2018.
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Fotografische Ausschnitte auf das 1. Halbjahr 2018.

Ein Fotografischer Rückblick.

In diesem Jahr erfüllten wir uns endlich einen lange gehegten Traum: einmal länger als die üblichen 3 Wochen raus aus dem Alltag und rein in Hilde und mit ihr, unserer geliebten Bulli-Lady, sechs Wochen on the road sein.

Zwischen dem 27. März und 05. Mai 2018 umrundeten wir die iberische Halbinsel – fast immer entlang der Küste – und legten dabei einen besonderen Fokus auf Nordspanien, Portugal und Andalusien. Gern wären wir hier und da ein wenig länger geblieben. Dann hätte sich unser Reisezeit allerdings mindestens verdoppelt.

Doch ich war im ersten Halbjahr 2018 nicht nur in Spanien und Portugal. Anfang des Jahres wurde ich auf meine erste Blogger-Reise nach Ostfriesland und in die Niederlanden eingeladen. Hier durfte ich, gemeinsam mit wunderbaren Sandra, einer niederländischen Kunstbloggerin, die Gemeinschaftsausstellung »The American Dream« besuchen.
Im Februar war ich für ein Wochenende in Berlin und schlenderte nicht nur durch Berlin Mitte, sondern besuchte auch die Installation »Skalar – Reflections on Light and Sound«. WOW.

Wie immer kannst du dich auf meinem Flickr-Account durch mein digitales Fotoarchiv wühlen und die letzten, sicher über 3.000 Fotos anschauen. Im Rahmen der illustren Fotoparade von Michael hab ich hier mal eine kleine Auswahl für dich getroffen, die dich hoffentlich genauso begeistert und inspiriert, wie mich.

Die Themen sind dieses Mal: Nahaufnahme | Nachts | Nass | Kontrast | Farbtupfer | Schönstes Foto

Unter den weit über 100 Beiträgen sind jedes Mal sooo wunderbare, fantastische, berührende und tolle Aufnahmen dabei. Ich bin jedes Mal aufs neue fasziniert. Schaut daher unbedingt auch mal bei den anderen vor.

Ganz nah dran – Nahaufnahme.

Während unsers erneuten Aufenthaltes in Lissabon – 2015 hatte es uns bereits so gut gefallen – kam ich natürlich erneut nicht an den Fliesen vorbei und lichtete den ein oder anderen Fliesenspiegel ab. Dabei entdeckte ich dieses Tier:

 

Natürlich wusste ich sofort, als Andalusien mit auf unsere Reiseroute kam, dass wir Granda und die Alhambra besuchen müssen.
Ich war bereits bei meinem ersten Besuch vor Jahren so begeistert von der Architektur. Neben Aufnahmen von der Anlage im Gesamten oder einzelnen Gebäuden und Gärten fotografierte ich natürlich auch immer wieder Details der maurischen Architektur, wie hier:

 

Während der Bloggerreise im Januar nach Assen und Emden, hatten Sandra und ich die Gelegenheit, einer Ostfriesischen Tee-Zeremonie beizuwohnen – serviert von Herrn Thiele höchstpersönlich. Klaro, dass ich dabei die aufsteigenden Wukjie fotografieren musste:

 

Nachts sind alle Katzen grau – außer sie tragen Flamenco-Kleider …

Wir hatten das Glück, während unserer Tour einmal um die iberische Halbinsel hatten wir das Glück, das gerade die Féria de Abril in Sevilla gefeiert wurde. Die Straßen in der Innenstadt waren gesäumt von Frauen* in wunderschönen Flamenco-Kleidern und Männern* in schicken Anzügen. Nachdem wir uns am Tage ein durch die City Sevilla geschlendert sind, fuhren wir am Abend mit der Metro zum Festival-Geländes der Féria de April in Sevilla. Auf dem Gelände gab es über 1.000 Festzelten und einem Rummel-Platz mit Fahrgeschäften und Zuckerwatte.
Und während die Sonne unterging, gingen auf dem Festplatz die bunten Lichter an und alles wirkte noch verzauberter – wären da nicht die Smartphones und die Touris (wie wir selbst in Alltagsklamotten), die die Bilder doch wieder ins hier und jetzt einordnen.

 

Regentropfenwitze.

Während der ersten drei Wochen unseres Road-Trips regnete es fast täglich. Wir wurden morgens geweckt vom sanften Klopfen der Regentropfen auf dem Bulli-Dach, wir beobachteten am Tage den Scheibenwischer beim zur Seite schieben der kleinen Rinnsale auf der Frontscheibe und kuschelten uns abends tief in unsere Decke ein, während uns der Regen ein kleines Schlaflied trommelte.

Doch wir machten das Beste aus dieser  Situation – gingen wandern, spazieren oder radeln wenn gerade mal die Sonne schien oder in das ein andere Museum. Und manchmal blieben wir auch einfach in Hilde sitzen, lasen, malten und dachten uns lustige Regentropfen-Witze aus, zum Beispiel diese hier:

Treffen sich zwei Regentropfen, sagt der eine zum anderen: »Hey, was machst du denn da?« »Ich ich regne mich mal so richtig auf!«

oder

»Was machst du denn hier?« »Ach, ich wollt hier nur mal anklopfen!«

 

Doch nach Regen kommt bekanntlich irgendwann Sonnenschein. Nass wurde hier oder da dennoch. Sei es, als wir in Ericeira dem beindruckendem Wellenspiel zusahen …

 

… oder uns für die ganz fette Welle, die da gleich am Strand von Lagos (Portugal) zwischen den Felsklippen empor schnellen würde, auf die Lauer legten, ohne zu ahnen, dass eine ganz andere Welle uns von der Seite überraschen könnte. Aber nicht nur uns hat es erwischt, auch andere waren leichtsinnig … (nicht im Bild, dafür die fette Welle!)

 

Kontraste machen Fotos erst spannend.

Ja richtig gehört. Das predigt dir jedes gute Fotografie-lernen-Buch oder -Kurs. Seien es Farb-Kontraste, hell-dunkel, ein irrer Muster-Mix, groß-klein, dick-dünn, jung-alt, symmetrische Formen, wobei eins aus der Masse heraussticht. Die Liste lässt sich sicher noch eine ganze Weile so fortsetzen. Und ich bin mir sicher, auch Michael ist sicher der Bedeutung von Kontrasten in der Fotografie bewusst.
Wie dem auch sei, natürlich mache auch ich mir dieses Stilelement bei meinen Aufnahmen zu Nutze. Dabei reagiere ich einfach darauf, was die Natur oder die Menschen bereits geschaffen haben. Durch mein Objektiv richte ich nur noch den Fokus, grenze ein, unterstreiche, pointiere  und mache bewusst.

 

Moderne Architektur kommt mit zarten Blüten in Sevilla in Berührung. Ein zartes Pflänzchen bricht durchs Mauerwerk und schmückt so ein von sonne gegerbtes Gesicht. Ich zwischen alten Fabrikhallen der LX-Factory und über mir die imposante Brücke, die das eine Tejo-Ufer mit dem anderen in Lissabon verbindet. Die Türme der Casa das História Paula Rego sah ich als erstes, als wir uns dem Museum näherten. Und das Rot hebt sich vor dem strahlend blauen Himmel besonders schön ab. Ein Haus direkt am Meer in Südfrankreich, eingeweht vom Sand. Einsam eine Person daneben. Das Kunstwerk von Kathe Burhardt »No fucking Way« reagiert auf das Gesicht Trumps in der Kunsthalle Emden. Ein Bunker mitten in der Innenstand Emdens – unkaputtbar?!

Widewidewitt, ich mal die mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Ein Farbtupfer hier, ein Farbklecks dort, ein Auge an diesen Baum, eine Figur an diesen. Zusammen ergaben sie den El Bosque Pintado de Oma im Baskenland, Spanien. Dieses besondere Freilicht-Kunstmuseum besuchten wir am Ostersonntag und wandelten, den Matschpfützen auf dem Weg dorthin ausweichend, durch dieses einmalige Stück Wald. Angemalt hat diesen der baskische Künstler Agustín Ibarrola. In unser Reisetagebuch notierten wir an diesem Tag: »Ein sechs Kilometer langer und wunderschöner Osterspaziergang durch den Zauberwald Mitte.

 

Das schönste Foto.

Oh nein, muss ich denn schon wieder festlegen? Nach welchen Kriterien bestimmte ich das schönste Bild, die interessanteste Aufnahme? Wieder einmal fällt es mir sehr schwer, DAS eine Foto auszuwählen. Ist es dieses, weil es besonders witzig ist oder jenes, weil es eine ganz besondere Geschichte erzählt. Vielleicht ist es auch das, weil es besonders schaurig oder berührend ist? Soll ich das auswählen, weil sich die meisten Menschen mit dem Motiv identifizieren können, da schon tausend mal in verschiedenen Varianten gesehen – vielleicht nur noch nicht in meiner? Oder lieber eins, das das genaue Gegenteil davon ist.

 

Du siehst, die Auswahl des einen – des ganz besonderen – Fotos fiel mir auch dieses Mal nicht leicht.

Ich habe mich schließlich für dieses hier entschieden, da ich den Kontrast und gleichzeitig das harmonische Zusammenspiel von zwei verschiedene Architekturen, die für verschiedene Kulturen und Religionen stehen, miteinander verbindet. Für mich ist dies eine Idee des Gemeinsamen, des Ergänzenden und nicht des Ausschließenden und vernichtenden.
Die Aufnahme zeigt einen Ausschnitt bzw. einen Einblick in  den Innenhof der Kathedrale von Sevilla.

 

Nun bin ich gespannt:

Welches von diesen Bildern hier, ist dein Lieblingsbild?

Welches ist dein eigenes, liebstes Foto vom ersten Halbjahr 2018?

Wann und warum fotografierst du?

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Fokusiert und abgedrückt. FotografischeAusschnitte  aufs 1. Halbjahr 2018.

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