Happy Diwali.

Draußen knallt es ganz laut, überall flirrende Lichter, glitzernde Girlanden, viele, klebrig-süße Süßigkeiten, goldene Wimpel, Glitzer-Flitter, ab uns zu eine leuchtende Rakete am Himmel und immer wieder lautes Knallen und anschließendes Kinderlachen. Happy Diwali!

Heute morgen wurden wir mal nicht von Toilettengeräuschen geweckt, sonder der Muezzin sang uns vor dem Morgengrauen sein Ständchen und anschließend muhte eine Kuh in regelmäßigen Abständen.
Nach unserem Frühstück und ein paar Hotelrechnungsverhandlungen setzen wir uns mit dem Ambassador Richtung Delhi in Bewegung.
Vorbei geht es an Felder, durch kleinere unser größere Ortschaften. Die Landschaft ändert sich erneut. Die Steppe weicht fruchtbaren Feldern und Baumalleen mit schlechten Straßen. Überall herrscht emsiges Treiben. Auf den Feldern wird gearbeitet, in der Ortschaften wird Glitter und Glitzer für Diwali verkauft. Alle Hindus reinigen ihre Häuser, Läden und TATA-LKW. Alles wird fürs Fest geschmückt. Die Busse, Autorikschas, Jeeps, Motorräder sind überbesetzt. Wenn keine Person mehr auf den Schoß passt (in einem LKW saßen vorn im Fahrhaus vier bis fünf Personen übereinander), sitzt sie eben auf dem Dach – neben oder auf dem Gepäck.

Unterwegs V
Unterwegs V, Fotocollage, 30×30 cm, C-Print, kaschiert auf Alu-Dibond

Die schlechten Straßen wurden durch Mautstraßen abgelöst. wir sahen ein paar Unfälle. Aber nur Blechschäden. Je näher wir der Hauptstadt kamen, desto voller wurden die Straßen. Manchmal musste ich die Augen zusammen kneifen, weil wir so dicht an anderen Autos, Motorrädern oder LKWs vorbei rauschte . Aber Albert hatte anscheinend alles im Griff.
Nach sechseinhalb Stunden erreichten wir Delhi. Wir checkten im gleichen Hotel wie zu Beginn unseres Indien-/Rajasthan-Abenteuer ein. Wir waren schon alte bekannte und bekamen ein netteres Zimmer als das letzte Mal. Das Bad bemaß dafür nur 1×1 Meter.

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten, stürzten wir uns ins Abenteuer Bazaar. Obwohl es erst gegen fünf, war es schon fast dunkel. Wir bemerkten bereits bei unserer Einfahrt in die Hauptstadt, dass es sehr diesig hier ist – sicher vom Smog.
Wir ließen uns vom Strom mitziehen und wogten durch die lauten Straßen. Immer wieder Rikscha-Fahrer, die ihre Dienste anboten, Verkäufer*innen, die ihre Waren anboten: Klamotten, Schmuck, Messingfiguren, Handys und passende Karten, Süßes, Wasser und immer wieder Dinge fürs Diwali-Fest. Ich ließ mir ein weiteres Henna-Ornament auf meine andere Hand malen. Sehr filigran.

20121112-231931.jpg

Wir kehrten in ein Restaurant ein und ließen uns ein letztes Mal (für diesen Urlaub!) in Indien lecker indisches Essen schmecken. Yummiii.
Dann beschenkte uns Torsten noch mit einem tollen Aum-Zeichen aus Silber. Dieser kosmische Laut vereint alles: A die Wachsamkeit des Menschen, U die Traumwelt und M den tiefen Schlaf. Es symbolisiert alle Buchstaben und alle Alphabete. Dieses Symbol stellt auch den Gott Garnesh dar. Ferkel trägt sein Symbol schon voller Stolz.
Nachdem wir noch ein bissel herum geschlendert sind, kehrten wir uns Hotel zurück und verstauten unsere ganzen Mitbringsel in unseren Rücksäcken. Wir hätten es nicht gedacht, aber unsere Einkäufe passten dann doch irgendwie alle hinein.
Nun noch ein bissel Fernsehn und dann schlafen. Das Knallen hat aufgehört. Naja morgen ist ja auch noch Diwali.
Dafür sind jetzt unsere Zimmernachbar*innen aufgetaucht, die Leute von der Rezeption wollten gegen elf (abends) unseren Pass noch mal … Ähmmm nein! Und es bellt ein Hund im Foyer.

20121112-232004.jpg

Unser Flieger geht morgen Mittag gegen halb zwei.

Weitere Fotos gibt es hier zu bestaunen:


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