Herbstspaziergang. Fußball und noch ne Zeche.

Herbstspaziergang. Fußball und noch ne Zeche.

Herbstspaziergang. Fußball und noch ne Zeche.

… per Instagram.
Nach unserem kurzen Zwischenstopp in Duisburg ging es auch schon weiter nach Dortmund. Es war Mittwoch, englische Woche und ich hatte mit Ferkel zusammen als Überraschung Karten für den 5. Spieltag besorgt: Dortmund gegen Stuttgart.
Nach einer kurzen Campingplatz-Besichtigung im Ortsteil Syderburg machten wir uns zum Westfalen-Station auf. Halb sieben waren wir vor Ort. Auto auf dem Parkplatz abgestellt & auf zum Ticketschalter. Mist, Ausweis im Bus liegen gelassen. Noch mal schnell zurück. Puhhhh, zum Glück hatten wir ein wenig Puffer eingebaut. Dann hielten wir unsere Tickets endlich in den Händen & Ferkel konnte sich noch ein Trikot aussuchen. Wir nahmen das vom Maskottchen Emma, der BVB-Biene. Passte Ferkel wie angegossen. Und nun rein ins Stadion.
Wir hatten einen Platz in der Nordwest-Kurve aber mit gutem Blick aufs Spielfeld und die BVB-Fan-Wand – die besten Fans der Bundesliga. Zu Beginn Fahnenschwingen & das BVB-Logo in der Mitte. Bei „Never walk alone“ standen alle von ihren Plätzen auf & hielten ihre Fan-Schals über den Köpfen. Ferkel hielt sich selbst in die Höhe.
Es war ein durchwachsenes Spiel, welches eindeutig zugunsten vom VfB verlief. 2:0 bis weit über die Halbzeit. Der BVB hatte gute Chancen, aber es gab leider keine Spieler, die diese in Tore verwandelten. Doch dann platze der Knoten: zwei Tore für die schwarz-gelben zum Ausgleich fielen. Das Station jubelte. Niemand hielt es mehr auf den Sitzen.
Es war ein gelungener Abend, wir hatten viel Spaß. Nur ein Sieg hätte den Abend noch getoppt (& vielleicht ein paar Autogramme für Ferkel auf seinem Trikot).
Nach langem Warten konnten wir uns irgendwann in die Auto-Reihen der über 80.000 angereisten Fans einreihen & den Weg zum Campingplatz zurück legen.

Wir waren live beim 5. Spieltag der Saison 2014/15 im Westfalenstation. Einmal die Wand in Action erleben. Klasse! … ach und Ferkel hat nen Trikot in seiner Größe gefunden. Wie findet ihr’s?!

Die Sonne weckte uns. Wir frühstückten gemütlich & brachen zu einem kleinen Herbstspaziergang zur Burgruine Hohensyderburg auf. Diese lugte schon bereits oben auf einem Berg zwischen den Baumwipfeln hervor. Doch zunächst ging es den Campingplatz, welcher durch Fahnen in BVB- & Schalke-Fans aufgeteilt war (die eine Bayernfahne zwischendrin irritiert da schon), hinab zum Zusammenfluss von Lenne und Ruhr. Hier zeigte sich der Herbst bereits von seiner schönsten Seite. Mit meiner Digitalkamera verewigte ich das ein oder andere Pflanzenbild. Wir liefen ein paar Meter den Fluss entlang, der zu einem Stausee wurde und dann ging es den Berg hinauf. Von einem Aussichtspunkt hatten wir einen tollen Blick auf die Landschaft unter uns.

Herbstspaziergang. | Autumn-walk.
Die Herbstkrankheit. | Autumn-illness.
Die Herbstkrankheit. | Autumn-illness.

Weiter ging es, höher hinauf. Oben angekommen, sammelten wir ein paar Kastanien für später. Dann besuchten wir die Kaiser-Wilhelm-Statue und Herrn Bismark, die hier in Überlebensgröße thronten. Von hier oben schauten wir ins Tal, erfreuten uns an den Gesprächen der alten Leute neben uns, die Ausschau nach dem ICE um halb hielten. Im Anschluss schlenderten wir hinüber zur Burgruine und überraschten zwei junge Mädels beim Fotoshooting.

Besuch der Burgruine Hohensyburg. | Visit the castleruin Hohensyburg.

Vorbei an einem, leicht in die Jahre gekommenen Spiel-Casino mit Restaurant- und Hotelbetrieb ging es wieder in den Wald. Wunderschön lag die Herbstlandschaft vor uns. Die Blätter verfärbten sich langsam, das Moos umwucherte so manchem Stamm und wir sammelten ein paar dünne Ästchen für unser Bastelvorhaben. Unterwegs kamen wir noch an einem verlassenen Ferienhaus vorbei. Kurz überlegten wir, ob wir es mieten und wieder schick machen sollten, verwarfen die Idee aber, als wir auf der kleinen Hollywood-Schaukel saßen und nur auf Bäume starten.

Herbstspaziergang. | Autumn-walk.

Dann waren wir wieder daheim. Es begann ein wenig zu nieseln. Ich malte schnell meinen Zementblock samt Reagenzglas an und dann bastelten wir Kastanien-Figuren. Ferkel mit Torsten zusammen (er gab die Anweisungen und Torsten setzte sie um) und ich. Es entstanden ein paar Tiere wie zum Beispiel der Grinsemoderich oder dass Pony-Tier, ein Glasklammertier (also ein kleines Tier, dass sich gern oben an Gläser festklammert), das Auge Gottes und eine abstrakte Skulptur. Als Beine, Schnäbel oder Zacken nutzen wir die im Vorfeld gesammelten Ästchen. Da diese nicht so stabil waren, wichen wir später auf Streichhölzer aus.
Es hat verdammt viel Spaß gemacht, mal wieder mit diesen Natur-Materialen zu arbeiten.

After a fantastic walk, I finished my cement-project & we created chestnut-figures. | Nach einem wunderbaren Spaziergang hab ich mein Zementprojekt beendet & wir haben Kastanien-Figuren gebaut.

Eine Zeche stand (mindestens) noch auf dem Programm: die Musterzeche in Dortmund – die Zeche Zollern. Diese besichtigten wir nun am Freitag (26.09.2014).
Dank Navi wird diese schnell gefunden. Hilde stellten wir auf dem dazugehörigen Parkplatz ab, zahlten je 6,- Euro Eintritt und dann besichtigen wir das, was von der damaligen Zeche übrig geblieben war. Ich streifte zunächst über das Außengelände und machte von jedem Wagen und Holztransportwagon Fotos (aus allen möglichen Perspektiven), #toptippte den Förderturm (siehe  Bild ganz oben) und dann ging es schließlich hoch hinauf – Auf den Förderturm.
Auf den unteren Ebenen gab es eine Ausstellung zur Kohle- und Koks-Förderung, die sehr informativ war. Wir wollten nicht als Arbeitskräfte hier gearbeitet haben. Es war ein schlecht bezahlter Knochenjob.
Und dann standen wir in luftiger Höhe auf der Aussichtsplattform. Das Gitterrost ließ einen beim Nachunten-Sehen schon ein wenig weiche Knie haben. Aber ich ließ mich davon nicht einschüchtern und machte ein paar schöne Aufnahmen.

Herbstspaziergang. Fußball und noch ne Zeche.
Herbstspaziergang. Fußball und noch ne Zeche.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.
Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.

Dann ging es wieder hinab und noch ein Stückchen weiter … in die temporäre Ausstellung »Über Unterwelten – Zeichen und Zauber des anderen Raums«. Auf verschiedenen Ebenen wurde das Thema Unterwelt bearbeitet. Eingestimmt wurden wir von alten Filmschnipseln, die parallel auf drei Bildschirmen flimmerten und sich dem Thema annäherten.
Dann ging es in die Antike, die religiöse Kunst und die verschiedenen Religionen. Auch hier gibt es spannende Auseinandersetzungen mit der Unterwelt und Hölle. Ein Stockwerk tiefer konnte man in ein enges Loch verschwinden und durch eine Stimme aus dem Off eine Einleitung dazu bekommen, wie sich Bergleute in einem Schacht fühlen. Es gab weitere Impressionen aus dem Bergbau, aus den Abwasserkanälen, aus Bunkern, der U-Bahn und weiteren Bereichen, die sich rund um das Thema Unterwelt drehen. Auch Fracking war ein Thema. Alles in allem eine gelungene Ausstellung.

Klasse Ausstellung in der Zeche Zollern: »Über Unterwelten – Zeichen und Zauber des anderen Raums«. Noch bis 2.11.2014 zu sehen. Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.

Bei einem leckeren, späten Mittagessen ließen wir das Gesehene und die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren und stellten fest, dass dies irgendwie mal ein ganz anderer Urlaub als sonst war. Aber genauso toll, wie eine Reise in die Ferne. Wir haben die Zeit im Ruhrpott sehr genossen und es würde sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir den Pott besuchten.
Nun ging es aber erst einmal zurück in die Heimat.

Hier noch ein Bild, welches vielleicht Menschen im Kopf haben, wenn sie an den Ruhrpott denken. Wir können nach unserer Zeit hier sagen: der Ruhrpott hat neben den vielen Autobahnen noch mehr zu bieten: Grün, Seen, Kunst, (Industrie-)Kultur & Menschen von besonderem Schlag.

Schwarzes Gold. Besuch der Zeche Zollern. | Visit Zeche Zollern.

Warst du schon mal live bei einem Fußballspiel (in der Fan-Kurve)?
Wie hat es dir gefallen?
Stehst du auch so auf Industrieanlagen wie ich?
Was gefällt dir besonders an diesen Bauwerken?

Übrigens, diesen Beitrag hab ich im Rahmen #igTravelThursday-Blogprojekts von Instagram Travel Thursday geschrieben. Hast du auch Lust mitzumachen? So gehts: 1. Blogpost über Instagram und Reisen schreiben – 2. Einen Link zur einem der #igTravelThursday Hosts setzen – 3. Deinen Blogpost via Link-Widget, aka Linky hinzufügen – Weitere Infos findest du HIER. oder HIER.

Dir hat dieser Artikel gefallen? 

Super.
Dann erzähle anderen davon uns teile ihn mit der Welt.
Ich danke dir.

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Sooo, hier noch ein paar Impressionen der Zeche Zollern, die Ferkel am Freitag mit Zwiesel besuchte, bevor es wieder heim ging.
Sooo, hier noch ein paar Impressionen der Zeche Zollern, die Ferkel am Freitag mit Zwiesel besuchte, bevor es wieder heim ging.

More from kiraton.

Wer Inklusion will …

Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie nicht will, sucht Begründungen. [Hubert...
Weiterlesen

4 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu