Hoch in den Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Wir sind vor dem Weckerklingeln wach geworden. Draußen war es bereits hell und das Boot schaukelte ganz sanft. In der Nacht war es zwischenzeitlich recht stickig geworden – so ganz ohne AC bei geschlossenen Fenster ging es dann doch nicht. Aber nun hieß es: aufstehen und den Tag willkommen heißen. Und dies tat ich auch nach einer kurzen, erfrischenden Dusche. Beli war bereits wach und ebenfalls bereit für den Tag. Als wir uns in die Messe setzten, kam auch schon leckerer Tee – wahlweise schwarz oder zusätzlich mit Gewürzen.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Kurz vor acht legten wir schließlich ab und Thomas servierte uns ein köstliches Frühstück – Pfannkuchen, gefüllt mich Früchten und Kokos. Während wir aßen, fuhren uns die Fahrer zum Bootsanleger. Wir genossen die letzte Stunde auf dem Boot in vollen Zügen. Wir fuhren an Enten- und Vogelschwärmen vorbei. Fischer warfen ihre Netze aus. Mütter wuschen ihre Kinder im Fluss. Die ersten Langboote querten die Strecke.
Da sahen wir die Brücke – unseren Ausgangspunkt. Und kaum eine viertel Stunde später legten wir an. Und schon hieß es, Abschied nehmen.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Unser Fahrer war bereits vor Ort und verlud auch gleich unser Gepäck. Und weiter ging die Reise. Das gemächliche Dahingleiten auf dem Fluss tauschen wir ein gegen den zackigen Fahrstil unseres Fahrers, begleitet von regelmäßigen Hupgeräuschen. Die grünen Wasserwege und Reisfelder der Backwater-Landschaft wurden auch alsbald durch Dschungel-Landschaft und Berge ersetzt. Wir fuhren ins Landesinnere. In den Orten emsiges Treiben. Verkäufer boten frisches Obst an, Menschen rannten zum Bus, Fahrer lehnten lässig an ihren Motorrikschas.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Es wurde immer steiler, die Serpentinen immer enger und manchmal dachte ich, lieber einfach nicht hinschauen, wenn unser Fahrer zum Überholmanöver ansetzt. Dann sahen wir die Teehänge. Die Büsche schmiegten sich an die Hänge und das Grün der Blätter leuchtete in der Sonne.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Nach vier Stunden waren wir schließlich in Thekkady. Dort bezogen wir unseren Bungalow im Treetop-Hotel. Wir ruhten uns eine knappe Stunde aus, bevor uns unser Fahrer gegen zwei zu einer Spice-Tour mitnahm. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen. Wir fuhren ein paar Kilometer in einen Gewürzgarten und unser Führer erklärte hier die unterschiedlichen Gewürze.
Wir sahen den Ort, wo der Pfeffer wächst, Kardamom, der unten am Boden geerntet wird, grüne und braune Bananen, einen Zimtbaum, Lemongrass, Ingwer, Muskatnuss, Lorbeer, Curry-Blätter, Limonen, Mangos, Erbeeren, Chili, Gelbwurz, Kakao und noch einiges mehr. Na erratet ihr, was was ist auf den Bildern? Wer mindestens 3 erkennt, bekommt ne Kleinigkeit an Gewürzen mitgebracht. (>> Schreibt auch das entsprechende Bild dazu auf.)

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst. Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Im Anschluss waren wir in einem der unzähligen Gewürzläden hier und deckten uns mit selbigen ein. Wie ich das alles nach Hause bringen will, weiß ich allerdings noch nicht so wirklich. 😉 Aber darum kümmere ich spätestens bei unserer Abreise.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Zurück ins Hotel. Dort konnten wir noch ein wenig relaxen, bevor wir uns eine Kalaripayittu-Show anschauten. Dies ist eine alte Kampfkunst, die als eine der ältesten der Welt gilt. Es werden mehrere Stile vereint und sie wird hauptsächlich von der Kaste der Nair praktiziert, welcher auch Naren angehört. In einer eingelassenen Kampfarena – umgeben von knapp 150 roten Plastikstühlen – stellten vier Kämpfer uns die verschiedenen Techniken vor. Es gab Elemente, bei dem mit Schwert und Schild gegeneinander gekämpft wurde, wobei sogar Funken flogen. Lange Metallstöcke wedelten durch die Luft, mit einem Messer wurde gegen ein rotes Band gekämpft. Ein Mann vollführte hohe und weite Sprünge – auch über fünf kniende Männer hinweg. Auch einen brennenden Reifen scheute er nicht. Absolute Körperbeherrschung wurde dargestellt – ein Mann verbog seinen Rücken zu endlos vielen Brücken und hob dabei sogar mit dem Mund eine Blume vom Boden auf.
Dann wurde sogar mit Kampfschwertern, die aussahen wie lange Metallpeitschen, wild um sich geschlagen. Nach einer Stunde war dieser kurzweilig faszinierende Einblick vorbei und wer wollte, konnte sich noch mit den Männern, Schild und Schwert fotografieren lassen.

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Wir gingen heim und labten uns am abendlichen Buffet. Dann verzogen wir uns aufs Zimmer, lauschten dem anhaltenden Regen und relaxten ein wenig. Ich packte meine Sachen um und überlegte, was ich wohl morgen anziehe, damit ich den Moskitos beim morgendlichen Naturspaziergang eine möglichst geringe Angriffsfläche biete.

Dir hat dieser Artikel gefallen? 

Super.
Dann erzähle anderen davon uns teile ihn mit der Welt.
Ich danke dir.

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Hoch in der Bergen, dort wo der Pfeffer wächst.

Hier gibt es weitere Fotos:

 

More from kiraton.

Zeitdokumente.

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Babette begab ich mich wieder auf den...
Weiterlesen

9 Comments

  • Hallo Ihr Beiden,
    ich tippe noch auf Zimt (die Rinde) und Zitronengras.

    Ansonsten genießt euren Urlaub! Ein bisschen Wandern kann übrigens auch nicht schaden !
    LG
    P + M XXX

  • Hui das sieht toll aus mit den Gewürzen, da wär ich gern dabei gewesen. Ich sehe Ingwerwurzel auf dem einen Bild in der Mitte und denke, das das mit der roten Blüte auf dem anderen Bild Muskat ist. Und Kardamom könnte in diesen grünen Schotenartigen Dingern sein 😉 Schick doch ein Gewürzpaket :)) nach Hause.
    Die Show war wohl nur für euch? Ferkel, biste auch durch den brennenden Reifen gesprungen? 😉 Was ist denn Cocoa da in den Tüten? Kakao? Ich freu mich auch schon auf Fotos und vielleicht gibts wieder eine Ausstellung im Volksbad 🙂

    • Ja, fast, Muskatnuss auf dem Bild mit dem roten etwas & dem eiförmigen, Ingwer stimmt auch. Kardamom ist hier nicht zu sehen.
      Ich bring Gewürze mit, schicken ist zu teuer. Und Coca ist das, wonach es aussieht. 🙂
      Und natürlich ist Ferkel gesprungen, aber der war zu schnell für die Kamera. 🙂
      Und auf das Ausstellungsangebot komm ich zurück.

  • Hallo Ihr Beiden,
    es ist ja wieder toll Eure Erlebnisse zu verfolgen. Sind sicher tolle Eindrücke in einem so exotischen Land. Einige der Pflanzen haben wir erkannt (Kakao, Paprika bzw. Chilli, Tee, Bananen…) Es sieht ja so aus, das Du Dich wieder besser fühlst! ?
    Wir hoffen es jedenfalls!! Wir sind schon gespannt auf die nächsten Berichte.
    Alles Gute und bleibt gesund und munter!
    Viele Grüße
    M & P

    • Tee war noch nicht dabei, aber Chili 🙂 ratet noch ein wenig weiter, dann bring ich euch Ernte mit. 🙂
      Joar, ein bissel verschnupft bin ich noch, dafür hoff ich jetzt, dass ich keinen Durchfall bekomm. Aber irgendwas ist ja immer.
      Gleich Naturewalk. Beli hat abgesagt, weil sie zu stark erkältet ist. 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu