Besuch der »Tour de Corse« & eine spontan-schöne Wanderung in Porto.

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Besuch der »Tour de Corse – Historique« & eine spontan-schöne Wanderung in Porto.

Am Donnerstag, den 06. Oktober 2016 ging die Fahrt vom Campingplatz Sarl la Morsetta weiter nach Porto. Einige Kilometer und etliche Kurven später erreichten wir den Ort Porto. Puh, das ging bei der lieben Hilde – einem alten Bulli ohne Servo-Lenkung – ganz schön auf die Arm-Muskulatur.

Und noch einmal mussten wir Hilde ganz schön aus der Reserve locken, als wir die steile Auffahrt zu unserem Stellplatz auf dem Campingplatz Les Oliviers hinauf fuhren. Doch dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Diese genossen wir bei Tee, Kaffee und leckeren korsischem Gebäck bis der Regen kam.

 

Während wir in Hilde saßen, der Regen leise aufs Dach prasselte und wir einem weiteren Fall von Julia Durant lauschten, hörten wir draußen Fahrzeuge durch die engen Kurven lautstark knattern. Wir wunderten uns über diese mächtige Geräuschkulisse und dachten an Motorräder ohne Auspuff.

Am kommenden Morgen war das Motoren-Geheul wieder zu vernehmen. Daher beschlossen wir, diesem nach dem Frühstück Mal auf dem Grund zu gehen.

Besuch der »Tour de Corse – Historique«

Der Hafenort Porto gehört zur Gemeinde Ota, die weiter oben in den Bergen liegt. Porto lässt sich in zwei Ortsteile unterteilen: in den höher gelegenen Vaita, durch welchen die Hauptstraße (D81) führt und wo auch unser Campingplatz liegt. Gut 1 km westlich liegt der Teil Porto Marina. Hierzu gehören der Hafen und der alte genuesische Wachturm.

Als wir nun die Straße hinunter zum Hafen schritten, mussten wir nicht lange auf die Auflösung unseres Geräusch-Rätsels warten. Schon kam uns ein Porsche aus den 1980iger Jahren entgegen. Auf der Motorhaube und an den Seitentüren klebten Startnummern und ein Aufkleber mit der Aufschrift »Tour de Corse – Historique«. Nun machte alles Sinn. Während wir weiter auf dem Fußweg hinunter zum Wasser schritten, kamen uns auf der Fahrbahn immer weitere Oldtimer-Fahrzeuge entgegen. Eines sah schicker und schnittiger aus als das Nächste.
Ferkel posierte auch sogleich auf dem ein oder anderen Wagen.

 

Wir blieben eine ganze Weile und schauten uns den Start der Wagen zur nächsten Etappe an. Es herrschte geschäftiges Treiben. Frauen und Männer fuhren ihre Autos zur Startlinie vor, die Beifahrer*innen stiegen aus und ließen sich ihre Papiere abstempeln, zumindest vermuteten wir dies. Andere standen in Gruppen zusammen und schauten unter die eine oder andere Motorhaube der noch parkenden Autos. Wiederum andere machten noch ein kleines Nickerchen, bevor sie sich in die wartende Auto-Schlange vor dem Start einreihten.

 

Schließlich waren so gut wie alle 250 teilnehmenden Fahrzeuge zur Startlinie vorgefahren und wir verließen den Platz des Geschehens und besuchten für 2,50 Euro pro Person den »Tour de Porto« – einen um 1550 erbauten genuesischen Wachturm. Neben der im Innenraum befindlichen Ausstellung zur Geschichte der genuesischen Wachtürme hat man von oben einen fantastischen Blick auf den Golfe de Porto bis zum Capu Rossu.

 

Neben dem Wachturm kann man hier auch noch eine kleine Ausstellung besuchen zum Bruyère, einem besonderen Heidekraut oder sollte ich besser Baum-Heide sagen und dessen Nutzung. Aus diesem besonderen Wurzelholz werden beispielsweise Pfeifen oder Messergriffe geschnitzt.

 

Eine spontan-schöne Wanderung in Porto.

Anschließend gingen wir wieder hinunter und weiter zum Hafen. Von dort aus folgten wir zunächst einer geteerten Straße bis zu einem bereits geschlossenen Campingplatz. Direkt daneben begann ein schmaler, mit neon-orangenen Strichen markierter Pfad dem wir folgten und der uns schließlich wieder hinauf zur Hauptstraße und zum oberen Teil des Ortes – Porto Vaita führte.

 

Der kleine, verschlungene Pfad führte über Stock und Stein und war übersät von Alpenpfeilchen. Es war nahezu märchenhaft.

 

Wieder oben angekommen genossen wir zunächst die Aussicht aufs Tal und das Meer. Schließlich setzten wir uns vor Hilde und genossen den ausklingenden Tag und blickten auf unseren »Hausberg«.

 

Und als ich am nächsten Morgen nach dem Aufwachen das Rollo im Bus nach unten zog, sah ich gerade wie die Sonne hinten dem Berg aufging und diesen so langsam in ein wunderbares Rot verwandelte. Ich kochte mir einen Tee, genoss den Ausblick und freute mich auf den gerade erst angebrochenen Tag.

 

Über die weitere Fahrt und die weiteren Abenteuer aber ein anderes mal mehr.

Hier kannst du dir noch einmal die Tage 5 & 6 der Reise in bewegten Bildern anschauen:

 

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Blick auf Port, Korsika.
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