Incredible India. Hier sind wir.

Impressionen von der Gandhi-Gedenkstätte.
Impressionen von der Gandhi-Gedenkstätte.

Wow, vollkommen erschöpft liegen & dösen wir in unserem kleinen Hotelzimmer in der Innenstadt von Delhi.
Nun sind wir seid heut morgen um neun hier und können es immer noch nicht so richtig fassen.
Aber nun von Anfang an: am Montag, 22.10.2012 holte ich Torsten von daheim ab, wir frühstückten spät & nahmen schließlich um 15:00 Uhr den Zug. Gegen 19:30 Uhr erreichten wir schließlich Frankfurt am Main – Flughafen. Nach ein wenig herum irren fanden wir schließlich den Check-In-Schalter von AirIndia, gaben unser Gepäck auf & nach den diversen Kontrollen, etc. saßen wir schließlich im Flieger. Dieser startete pünktlich um 21:50 Uhr – zunächst mit einer kleinen »Rundfahrt« über den Flugplatz & dann hob die Maschine gen Osten ab.
Wir landeten pünktlich gegen neun. Unser schriftlicher Einreisewunsch plus Visa wurden noch einmal an der Passkontrolle überprüft, wir nahmen unser Gepäck in Empfang & Albert – unser Fahrer für die nächsten Wochen – nahm schließlich uns in den Empfang.

Incredible India. Hier sind wir.

Albert fuhr uns zunächst zu unserem Hotel, – dem City Palace Guest House – welches wir via Reiseführer uns für die erste Nacht ausgesucht hatten. Im Internet sieht es ein wenig besser aus, als in Wirklichkeit. Es ist mittlerweile verlebter, aber für den Preis von RS 800 ist es für die erste Nacht Ok. Es hat ein Außenfenster, Bad, Klimaanlage & TV.
Nachdem wir uns ein wenig erfrischt & unsere Reisetaschen abgestellt hatten, fuhr uns Albert zu Bangali & Anita. Er und seine Frau betreiben seit einigen Jahren das Fuhrunternehmen Anita Tours India über welches wir nun für drei Wochen Auto, Fahrer inkl. aller Nebenkosten bestellten. Zunächst überlegten wir, ob wir vielleicht nur zwei statt drei Wochen einen Fahrer nehmen sollten & uns die letzten Tage zur individuellen Gestaltung frei nehmen sollten, entschieden uns dann aber schließlich – nach einem ausführlichen Blick auf unsere Reiseziel-Vorhaben – doch für drei Wochen.

Impressionen vom Humayun-Mausoleum
Impressionen vom Humayun-Mausoleum

Bangali bewohnt mit seiner Frau & Tochter am Stadtrand von Delhi. Eine 1 1/2-Zimmer-Wohnung einer kleinen Reihen-Wohnungsiedlung. Unsere Geschäfte wickelten wir im Wohnraum ab, der gleichzeitig als Schlaf- & Essraum dient. Anita bereitete in einer kleinen Küchenzelle Chai & Kaffee für uns. Nach einer Stunde verließen wir mit Handschlag die Wohnung & ließen uns von Albert durch die aufgeregten, lauten, bunten & hupenden Straßen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Delhi fahren.
Zunächst brachte uns Albert zum Humayun-Mausoleum, wie wir später aus unserem Reiseführer erfuhren. Wir hatten keine großen Erwartungen & schlenderten so durch die großflächig angelegte Grabmalanlage herum, beobachten A- & B-Hörnchen beim Herum tollen & genossen ein wenig das Ankommen-Gefühl.

Streetlife
Streetlife

Danach besichtigten wir die Lodi-Gärten. Weit kamen wir allerdings nicht, da sich der Himmel verdunkelte, es leicht stürmte & schließlich sehr stark zu regnen begann. Wir ließen uns zum zum Gandhi-Smriti-Memorial fahren. Hier konnten man noch einmal alles zum Leben & Wirken von Mahatma Gandhi nachlesen & die Stelle sehen, an der er ermordet wurde.
Anschließend besuchten wir das als Museum umgebaute Wohnhaus von Indira Gandhi. Auch sie wurde – ebenso so wie Mahatma von dem Volk geliebt wie gehasst – ermordet. Ihr Lebensweg wurde hier anhand von Zeitungsausschnitten, Fotos, Gegenständen (so sieht man hier bspw. den Sari, welchen sie bei ihrer Ermordung trug) & Blicke in ihre Wohn- & Arbeitsräume nachgezeichnet. Auch ihrem Sohn, welcher in ihre Fußstapfen trat & auch einem Anschlag zum Opfer fiel, wurde hier gedacht. Trotz der Ferien waren sehr viele Kinder in der Gedenkstätte. Es war sehr voll & die Aufseher bedienten sich Trillerpfeifen, um die Massen zum vorangehen zu bewegen.

Albert hilft Torsten beim Handykartenkauf
Albert hilft Torsten beim Handykartenkauf

Wir fuhren vorbei am Präsidentenpalast, machten ein paar Fotos & ließen uns selbst von einer indischen Familie aufs Foto mit ihrem Sohn vor dem Gebäude ablichten. Später kauften wir uns mit Alberts Hilfe in einer Seitengasse eine Handykarte. Das ist in Indien gar nicht so einfach. Vor einem kleinen Laden saßen zwei Typen, umringt von einigen Leuten, zumeist Männern, die Anträge für eine Handykarte ausfüllten. Hierfür ist auch der Pass, ein Foto & Adressangaben nötig. Nachdem Torsten sich fotografieren lies, unsere Adresse im Hotel geprüft & der Pass fotokopiert wurden war, bekamen wir schließlich eine Handykarte mit RS 200 Guthaben. Dies dürfte reichen zum Vorort-Telefonieren, etc.. Auf Nachfragen erklärte uns Albert, dass dies Sicherheitsvorkehrungen der indischen Regierung gegen Mafia-Betrügereien bei der Handy-Nutzung sind.

Impressionen von den Gandhi-Gedenkstätten
Impressionen von den Gandhi-Gedenkstätten

Danach ließen wir uns in unser Hotel fahren, da uns schon die Augen vor Müdigkeit zufielen. Kurz vor dem Hotel gab es noch einmal ein wenig Aufregung: aufgrund von Straßenbauarbeiten verengte sich der Weg & die Autos, Fahrrad- & Autorikshas, Motorräder, kleine Lieferwagen & Fußgänger*innen schoben sich unter vielem Gehupe aneinander vorbei. Es ging nur im Schritttempo vorwärts & manches Mal musste erst auf die Fahrer der in zweiter Reihe geparkten Autos gewartet werden, bevor es endlich weiter gehen konnte. Aber es gab kein Geknirsche von Metall, welches aneinander reibt & auch so keinen Unfall. Puh.

Morgen geht’s nach Agra.

Weitere Fotos gibt es hier:

 

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