Kamasudra und Kochstunde.

Kamasudra und Kochstunde.
Kamasudra und Kochstunde.

Heut Nacht bellten die Hunde (der Hausherr besitzt zwei sehr große). Wir wachten eine Stunde vor der Zeit auf (gegen sieben), machten uns fertig, packten die Sachen für die Weiterreise und genossen ein leckeres Frühstück auf der Wiese vorm Hotel. Noch ein wenig Smalltalk mit dem Hotelmanager und dann ging es weiter Richtung Udaipur. Man verabschiedete uns herzlich. Nachdem wir gut zwei Stunden unterwegs waren legten wir einen kleinen Zwischenstopp bei einem nur noch in Ruinen erhaltenen Jain-Tempelkomplex an einem mit Seerosen bewachsenen See an. Diese Anlage trägt den Namen Sas Bahu (Schwiegermutter – Schwiegertochter) und verzauberte uns mit seinen teils erhaltenen, wunderschönen Steinreliefs. Neben Vishnu-Bildnissen wurden viele Kamasutra-Szenen in den Stein gehauen. Sehr detail-verliebt.
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Dann ging es weiter in die Seestadt Udaipur, welche schon für viele Filme, vor allem Bollywood-Steifen, aber auch für James Bond Octypussy die passende Kulisse bot.
Nachdem wir unser Hotelzimmer für die nächsten zwei Nächte bezogen hatten, stiegen wir aufs Dach und fotografierten den City Palace von der Landseite aus, nahmen wir einen kleinen Nachmittagssnack und tummelten uns schließlich in den Gassen der Altstadt. Überall gab es kleine Lädchen, die neben viel Kitsch auch einiges nettes boten. Ich erstand bei einer sehr netten Damen ein paar Elefantenohrringe, die hier natürlich für Glück stehen.

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Natürlich ließen wir uns auch nicht den Sonnenuntergang mit dem Blick auf den Lake Palace entgehen. Durch das diesige Licht hatte der Palast auf dem See etwas Weltentrücktes.
Bald mussten wir auch schon zurück, denn wir waren um sechs mit Albert zum Kochen verabredet. Er ging mit uns zu einer zu einer Bekannten, die ihren Mann sehr früh verloren hatten und sich nun allein um ihre beiden Kinder und ihre Mutter kümmern musste. Anjny, wie sie sich uns vorstellte bewohnte eine kleine drei-Zimmer-Wohnung mit ihrer Familie mit kleinen Abteilen für Küche uns Bad. Während sich Albert und Torsten prächtig unterhielten (unser Fahrer trank während des Abends mal eben eine Flasche Whisky und wurde immer lustiger und vergaß immer wieder, dass wir kein Chicken aßen und kein Beer tranken), unterstützte ich Anjny beim Kochen. Ich schnitt ein paar Zwiebeln, die wir später mit grünem Chili, Salz, Chili, Curry, Erbsen-Gewürz?!, Kümmel und Nelken anbraten. Dazu gaben wir dann in Öl angebratenen Käse und Tomaten. Dann brieten wir auch noch Okra-Bohnen an. Es gab Dal und Reis.
Ich vermengte Mehl und Wasser, woraus ich dann die Chapatis formte, die Anjny auf der Herdplatte bug.
Dann wurde aufgetischt und wir ließen uns alles schmecken. Dabei unterhielten wir uns ganz angeregt und Albert lud uns für den letzten Abend zu sich nach Hause zum Essen ein.
Nach dreieinhalb Stunden Abendprogramm verabschiedeten wir uns und gingen ins Hotel, um ein wenig zu relaxen und zu schlafen.
Morgen will schließlich noch viel angeschaut werden.

 

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