Kiraton auf Korsika. | Ein Reisetagebuch.

Kiraton auf Korsika. |
Ein Reisetagebuch.

Korsika, wir kommen.

Am Sonntag, den 02. Oktober 2016 ging es endlich los. Arbeitsreiche Wochen, gar Monate lagen hinter uns. Am Freitag, zwei Tage vor der Abreise, kam ich erst von einer einwöchigen Dienstreise zurück. Und auch Torsten konnte in der Woche zuvor nicht über Langeweile klagen. Kurzum, wir waren sowas von urlaubsreif.

Aber mit den Reiseplänen im Kopf war meine Reisetasche schnell ausgepackt, die Wäsche gewaschen und unsere Rucksäcke für das kommende Abenteuer geschnürt. Die letzten Sachen wurden am Samstag in den Schränken und Schubladen in unseren VW-Bus verstaut, die Fahrräder hinten aufgesattelt und noch das ein oder andere als Wegzehrung eingekauft. Und schließlich tuckelten wir am Sonntag Vormittag in unserem VW-Bulli, liebevoll von uns Hilde genannt, los.

Tag eins, 02. Oktober 2016.

Der erste Reisetag verbrachten wir bei Regen und ein wenig Sonnenschein »on the road«. Während der Fahrt lauschten wir dem Hörbuch »Letale Dosis«*, gelesen von Julia Fischer (nach einem Buch von Andreas Franz). Es ist ein Krimi, in der die Ermittlerin Julia Durant wieder einen kniffligen Fall löst. Auch für die kommenden Tage hatten wir Dank der 10-teiligen Krimi-Reihe noch genügend Hör-Stoff für die Autofahrten in Petto.
Wir kamen bis Bozen. Auf einem LKW-Rastplatz, neben osteuropäischen Truckern, verbrachten wir die erste Nacht.

Wir, das sind Torsten, Ferkel – unser treuer Reisebegleiter –, ein kuschliger Yeti und ich, Kirsten.

Tag zwei, 03. Oktober 2016.

Von den vorbei rauschenden Autos auf der Brennerautobahn wurden wir sanft in den Schlaf gewiegt und erwachten ausgeschlafen und voller Tatendrang am frühen Morgen. Frisch gestärkt, Dank des leckeren Müslis, Kaffee und schwarzem Tee, traten wir die zweite Reiseetappe an. Tagesziel war Livorno, wo am Dienstag um 8:30 Uhr die Fähre nach Bastia, Korsika auslaufen sollte.

Ups, jemand tut so, als ob er mit der Hand gegen den schiefen Turm von Pisa schnipst.
Ups …

Doch bevor wir Livorno am späten Abend erreichten, stoppten wir in Pisa und ich zeigte Torsten, gemeinsam mit Ferkel, dass der Turm dort wirklich so schief ist, wie man sich so erzählt.
Und ja, auch bei unserem Besuch war er mehr als schief. Vielleicht lag es daran, dass jemand gerade dagegen schnipste, als wir vor Ort waren oder vielleicht geriet der, in den Jahren 1173 bis 1372 erbaute, freistehende Glockenturm durch den Untergrund aus lehmigem Morast und Sand in diese Schieflage. Torsten und Ferkel versuchten auf jeden Fall, den Turm wieder aufzurichten … wie Tausende andere auch. So richtig gelingen wollte das allerdings nur auf den Fotos.

Am frühen Abend ließen wir uns noch leckere Spaghetti und Gnocchi schmecken – klar, wir waren ja in Italien.

 

Und schon ging es weiter, wir fuhren die letzten Kilometer der Tagesetappe bis Livorno. Aufgrund unseres Fährtickets ließ man uns bereits am Abend vor unserer Fährausfahrt aufs Gelände. Wir stellten Hilde auf dem Parkplatz ab und schauten uns um. Die letzten Fähren des Abends wurden mit LKWs und anderen Fahrzeugen gefüllt und dann war auf einmal Ruhe. Die paar Menschen, die sich am Infogebäude aufgehalten hatten, waren mit einem Mal verschwunden. Nur die Straßenlaternen surrten leise.

Tag drei, 04. Oktober 2016.

Geweckt wurden wir in aller Frühe vom emsigen Treiben im Hafen. Autos und LKWs verließen eine ankommende Fähre und kreuzten im Kreisverkehr den Weg der Wagen, die gerade zu einer anderen Fähre wollten. Wir frühstückten ganz ohne Stress und reihten uns anschließend in die Schlange für die Fähre nach Bastia ein. Und wir mussten nicht lang warten, kaum eine halbe Stunde später fanden wir uns auf dem Deck von Corsica Ferries wieder und sahen, wie diese langsam mit uns aus dem Hafen auslief.

Während der vierstündigen Überfahrt genossen wir die Sonne auf dem Sonnendeck, lasen in dem  Reiseführer von Reise Know How* und in dem kostenlosen .pdf-Reiseführer von Paradisu bereits einiges Wissen über unser Urlaubsziel an und chillten ansonsten auf den Liegen.

 

Angekommen in Bastia, ließen wir erst die Fähre, dann den Hafen, den schließlich den Ort hinter uns und fuhren die Berge hinauf gen Westen. In den ersten Kurven nach Saint Florent bekamen wir ein erstes Gefühl von der Insel: rau und ungestüm, rasant, grün, Sonne von oben, blau, Berge, weites Meer, Duft von Pinien, Eukalyptus, Rosmarin. Wir machten eine erste, kurze Pause, schauten von einer Anhöhe aufs Land, dass vor uns lag.

 

Dann ging es hinunter, weiter zu unserem ersten Stopp auf der Insel. Wir erreichten den Campingplatz U Pezzo am frühen Abend und genossen den Sonnenuntergang über dem Meer.

Tag vier, 05. Oktober 2016.

Vom leisen Rauschen der Wellen erwachten wir, schnappten uns unsere Badesachen und erfrischten uns im Meer. Nach einem leckeren Frühstück verstauten wir unsere sieben Sachen in Hilde, setzen uns ins Cockpit und dann ließ Torsten den Motor an. Korsika, wir kommen.

Auf unserer Route machten wir Station in Calvi. Hier ließen wir uns zunächst am Hafen nieder und schleckten ein Eis, bevor es im Anschluss hinauf zur Zitadelle ging.

 

Dank der Nachsaison zogen wir gemütlich durch die Gassen. Es war nicht viel los. Nur hin und wieder kreuzten andere Touris unseren Weg. Immer wieder ließen wir von hier oben den Blick auf den Hafen und das Meer  streifen. Wir trafen Kolumbus, dem hier ein Denkmal an der Zitadellen-Mauer gesetzt wurde und wir bewunderten die Plakat-Aktion an der Wand.

 

Schließlich ging es weiter entlang der Küste, bis wir schließlich, ein paar Kilometer hinter Calvi, Nahe dem Ort Galéria auf dem schönen Campingplatz Sarl la Morsetta unseren Stellplatz für die nächste Nacht fanden.

In der kleinen Bucht, an einem schönen Kieselsteinstrand genossen wir den Sonnenuntergang und sahen, wie die kleinen Boote im Wasser langsam über rot zu schwarz und schließlich eins mit der Nacht wurden.

 

Und während wir uns draußen vor Hilde, bei Kerzenschein, ein leckeres Abendessen schmecken ließen, zogen über uns die Sternschnuppen vorüber.

 

Tag fünf, 06. Oktober 2016.

Am kommenden Morgen erwachte ich früh. Magisch angezogen vom Rauschen der Wellen ging ich hinunter zum Strand und schritt über die kleinen Kieselsteine. Dabei kam mir die Idee von einem kleinen Frühstück am Strand. Während ich Torsten bat, all die leckeren Dinge aus dem Kühlschrank auf ein Tablett zu packen, ging ich schnell zum kleinen Laden gleich neben der Rezeption des Campingplatzes und kaufte uns ein Baguette. Dann ließen wir uns das Frühstück mit Blick aufs Meer schmecken.

Anschließend verstauten wir alles in unseren Bus und weiter ging die Fahrt nach Porto.

Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.
Hier kannst du dir noch einmal die Tage 2 bis 4 in bewegten Bildern anschauen:

 

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Bild von einem VW-Bus T3, und der Aufschrift: Kiraton auf Korsika. | Ein Reisetagebuch.

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