Kunst. Gute Musik. Tanzen. Sonne. Pfützen. Seifenblasen. Dockville 2013.

Vom 16. bis 18. August 2013 jährte sich das MS Dockville-Festival zum siebten Mal und ich war das vierten Mal dabei. Jubel

Festivalfeeling. Wieder Kunst sehen, gute Musik hören. Tanzen. Mit Freund_innen eine schöne Zeit verbringen. Tolle Bands sehen. Fotografieren. Auf einem der tollsten Festivalgelände sein. Schöne Menschen sehen. In Hamburg sein.

Schon im Oktober 2012 erstand ich meine Karten fürs diesjährige MS Dockville-Festival. Um die Wartezeit zu verkürzen, lauschte ich der Dockville-Soundclound. Und je weiter das Booking voran schritt, umso größer wurde die Vorfreude. Da hatte ich am Ende die Qual der Wahl, welche Bands und Künstler_innen ich mir anschauen wollte.

Nach dem über zweistündigen Ankomm-Prozedere mit Bus fahren, Schlange und noch mal Schlage stehen & schließlich, Bändchen holen ging es am Freitag los mit HAIM. Die Mädels rockten die Großschrot und verbreiteten gute Stimmung. Die Abendsonne tat ihr übriges.

HAIM.

Weiter ging es mit den beiden Jungs von Bratze. Sie heizten mit guten Beats & guten Texten dem Publikum gut ein. »Wir lassen uns das Singen nicht verbieten.« So konnten die Menschen vor der Vorschotbühne gar nichts anderes, als ausgelassen herum zu hüpfen & zu feiern.

Bratze.

Und schließlich trat mein Highlight des Abends im Maschinenraum auf: die Rangleklods aus Dänemark. Klangwelten wurden aufgebaut und dekonstruiert, verworfen und ganz neu zusammen gesetzt. Dazu zwei tolle Stimmen. Ich schwamm auf den Klangwelten davon.

Rangleklods.

Dazu kam, dass die beiden sehr sympathisch sind. Nach dem Konzert schlenderte ich mit Babette noch ein wenig auf dem Gelände herum, schauten Foal auf der Großschot zu und erstanden im Merch-Zelt ein Doppel-Vinylalbum, welches ich Torsten schenken wollte. Und dann waren die beiden von Rangleklods auch vor Ort & gaben Autogramme. Da zögerte ich natürlich nicht lang & lies das Album noch von den beiden Menschen signieren. Schließlich wollte Schweinchen auch noch ein Foto mit den beiden. Nach einigem Zögern, sprachen wir die beiden darauf an und sie waren ganz verzückt von dem kleinen Freund.Rangleklods & Schweinchen.

Die Nacht ließen wir schließlich mit Alle Farben ausklingen. Ich kannte den DJ schon von der Fusion. Tanzbare Musik, lustige Klänge und bunte Farben waren vorprogrammiert. Wir wurden nicht enttäuscht.

Alle Farben.

Nach einem schön Frühstück mit Mirja machte sich Torsten zum Elbriot Festival auf. Mirja begleitete mich bis zum Hauptbahnhof. Unterwegs trafen wir Tanja. Mit ihr und einigen Freundinnen von ihr machte ich mich von hieraus wieder auf zum Festival-Gelände.

Zunächst schlenderte ich herum und schaute mit einige der diesjährigen Kunstobjekte an.

Schöne Werke präsentierten sich da unter dem Motto »Unkraut«. hier wucherte Unkraut einem Holzgestänge empor, dort ist ein verlassenes Bauloch, aus dem Nebel empor wabert. Auf welcher Seite ist denn nun das Gras grüner? … oder doch eher rot? Und anderenorts bewegt sich die Wheel Machine unaufhörlich. Leider waren die Kunstspaziergänge überfüllt, so ging ich mit mir selbst in Interaktion und erschloss die Werke für mich selbst.

Mit Christian und Babette bewegte ich schließlich zu Kitty, Daisy & Lewis die Hüften. 40er & 50er-Jahre-Beats in ihrer schönsten Form.

Im Anschluss trafen wir auf die Freundinnen von Christian und gemeinsam wippten wir zur Vorschot hinüber und hüpften zu Drum’n’Bass- & Syntie-Beats & Hip-Hop-Texten von Herr von Grau. Dazu ein wenig Konfetti.

Herr von Grau.

Im Anschluss trat die kleine, quirlige Lesie Clio auf.

Auf Ms Mr freute ich mich auch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Soviel positive Energie, Freude und toll performter »Tumbler-Glitch-Pop« [Zitat Dockville]. Neben ihren Hits performten sie auch den LCD-Soundsystem-Song »Dance Yourself Clean« <3

Ms Mr.

 

Schließlich der Höhepunkt des zweiten Festival-Tages: Woodkid. Auf großen, seitlich stehenden Trommeln wirbelten die Sticks, Blasinstrumente erklangen, die Tasten an den Keybords wurden gedrückt. Orchestrale Klänge schallten in die Nacht. Und dazu seine Stimme. Abgerundet wurde dies durch eine fantastische Lichtshow. Die Beat ging mitten ins Herz und blieb dort bis zum Schluss. Gänsehautgarantie.

Woodkid.

 

Am Sonntag trafen wir uns zunächsten mit Mirja, Kristin, Marcel, Tilda und Nadine zum Brunchen. War das nett und sehr schön.

Dann ging es zum Festivalgelände, wo wir der schüchternen Mohna, die sich ein wenig unwohl – so ganz allein – auf der Vorschot-Bühne fühlte, lauschten.

Mohna.

Weiter ging es zum Nest. Dort chillten wir ein wenig unter einer der Weiden, lauschten den Dockville Talks und dem Alleinunterhalter, der so tolle Texte vom Publikum vertonte. Schließlich sahen wir den wunderbaren Seifenblasengebilden zu.

Seifenblasen.

Dann ging es weiter zu Miss Li, die trotz ihrer leichten Angeschlagenheit auf der Großschot herum wirbelte und mit ihrer Band dem Publikum ordentlich einheizte.

Miss Li.

Allerdings konnten wir hier nicht lang verweilen. Der »Beat the Pulse« erwartete uns auf der Vorschot. Austra spielte hier – diesmal in kleiner Besetzung – und versetzte das Publikum wieder einmal in einen Schwebezustand mit einem wohligem Grinsen auf dem Gesicht.

Anschließend Agnes Obel auf der Großschot. Klare Stimme zu verträumten Melodien. Dazu ein bezaubernder Himmel.

Agnes Obel

Rethe-Speicher.

Dann wollte ich mir noch Chvrches anschauen. Ich erlebte noch den letzten Song und wurde pitschpatsch-nass.

Chvrches und der Regen kam.

Den Abend ließen wir mit DJ Koze ausklingen. Tanzten im Regen und betrachteten die Pfützenspringer_innen. (Warum lies ich mich eigentlich dazu überreden, nicht meine Gummistiefel anzuziehen?)

 

Danke MS Dockville für dieses schöne Festival-Wochenende mit so vielen tollen Bands und Erlebnissen. Ich freu mich auf 2014.

Alle Bilder übrigens hier:

More from kiraton.

Ein wolkenverhangener Tag in Munnar.

Kurz vor neun klingelte der Wecker. Draußen war eine weiße Wolkenwand und...
Weiterlesen

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu