Ein relaxter Tag in Lisboa.

Blick vom Miradouo da Graça auf das Alfama-Viertel in Lissabon, Portugal. Zu sehen sind weiße Häuser mit roten Dächern. Im Hintergrund eine große Brücke über den Tejo.

Ein relaxter Tag in Lisboa.

… und ein paar unserer Lieblingsorte.

20 Tage waren wir nun bereits mit unserer Bulli-Lady Hilde auf unserem knapp 6-wöchigem Roadtrip unterwegs. Nun endlich, am 21. Tag, war es das erste Mal so warm und die Sonne schien, sodass wir draußen vor dem Bus frühstücken konnten. Es ist der 16. April 2018 auf einem Campingplatz in einem Vorort von Lisboa. Während wir so am Tisch saßen und auf unseren mit Käse und Tomaten belegten Brotscheiben herum kauten, überlegten wir, was wir mit diesem Tag anstellen sollten: ‚Weiter fahren oder noch einen Tag länger bleiben?‘ – waren wir doch Tags zuvor bereits in dem wirklich sehenswertem Museu Coleção Berardo im Stadtteil Belem und anschließend (während des Regens waren wir glücklicherweise im Museum) noch in der LX-Factory und den Abend davor bereits einmal im Alfama-Viertel unterwegs.

 

Lange mussten wir allerdings nicht überlegen und wir entschieden uns natürlich dafür, dass wir noch etwas verweilen und die Metropole genießen. Na dann los! Kommst du mit?

Wir nehmen dich jetzt mit auf einen kleinen relaxten Schlendrian durch die Innenstadt von Lissabon. Eine Laufidee.

Auf in Richtung Innenstadt und ins Alfama-Viertel.

Nun hophop, schnell Stadtfein gemacht und auf zur Bushaltestelle der Linie 714 Richtung Stadtmitte. Die vorletzte Haltestelle vor der Endstelle der 714 kannst du aussteigen. Es ist die Haltestelle Pç. Comércio. Dann halte dich gleich rechts und biege rechts in eine Straße ein, und folge den Schienen hinauf ins Alfama-Viertel. Irgendwann biegst du einfach links ab und schlängelst dich durch die Gassen hinauf zum Castelo de São Jorge. Wenn du magst, kannst du es besuchen oder werfe nur einen kleinen Blick in den Eingang hinein. Dann verliere dich im Gassengewirr und tauche einfach am Miradouro de Graça wieder auf. Von hier aus hast du einen ganz wunderbaren Blick zum Miradouro de Santa Luzia, zum Schloss und zur großen Brücke. … und natürlich auch nach unten auf das Alfama-Viertel.

Genau da geht es auch gleich hinunter – über ein paar Treppen, die hinab führen zur Calçada de Santo André. Doch vorher kannst du hier noch verweilen, wenn du magst auf einer Bank mit Blick aufs Grün. Hier gibt es auch eine öffentliche Toilette (und der Herr dort putzt wirklich nach jedem Toilettengang).

Nun aber geschwind die Stufen hinunter, hier und da auf einem Balkon oder in einer Gasse noch ein Foto geschossen und dann stehst du auf besagter Straße Calçada de Santo André. Hier fährt übrigens auch die Straßenbahnlinie 28 und 12 entlang. Kreuze diese Straße und gehe weiter, der eigentlich sonst sehr guten, portugiesischen MEODrive-Straßenkarten-APP folgend Richtung O!Galeria. Wenn sie in diesem Punkt noch falsch justiert ist, wird dich die App zum Largo São Cristóvão führen. Dort gibt es kleine süße Lädchen und einen tollen Blick auf ein Fado-Grafitti.

Anschließend schlängelst du dich wieder zurück bis zu Calçada de Santo André und stellst fest, dass genau hier sich besagte O!Galeria befindet. Stelle außerdem fest, dass gerade Mittagszeit ist und die Galerie geschlossen hat. Na dann: mach doch einfach auch Pause. Zum Beispiel in der Bar 35, direkt um die Ecke. Dort gibt es auch einige leckere vegetarische Speisen und mit etwas Glück haben sie dort auch ein veganes Angebot für dich. Einfach mal nachfragen. Dazu haben sie leckere, selbstgemachte Limonaden im Angebot. Anschließend, weil die O!Galeria vielleicht noch zu hat, kannst du einen kurzen Abstecher in den Lupa Design Shop gleich nebenan machen. (P. S.: Wir haben hier einen tollen Retro-Wimpel mit dem Ausspruch »Obrigado« für unseren VW-Bulli Hilde erstanden und einen vom Meer inspirierten Muschel-Ohrring.) Nun wird sicher die O!Galeria offen haben und du kannst eine der wechselnden Ausstellungen bewundern und dir einen Druck, Zeichnung oder Comic für daheim aussuchen.

Unterwegs im Baixa-Viertel und Barrio Alto.

Nun aber hinab ins Baixa-Viertel – it’s Shoppig Time, wenn du magst. Oder flaniere einfach ein wenig durch die Straßen hier. (Dort gibt es auch eine Post – vielleicht musst du ja auch etwas in die große, weite Welt versenden.) Mit dem Elevador de Santa Justa kannst du dann hinauf ins Bairro Alto fahren. Oder, wenn dir die Warteschlange zu lang ist, lauf einfach die Treppen und die Rua Garrett  hinauf. Dabei kommst du auch an netten Läden vorbei und es bieten sich wundervolle Blicke in die Gassen.
Oben angekommen nun entlang der Calçada do Combro rechts und links in den Seitengassen herum stromern. Während am Tage hier der ein oder andere nette, kleine Laden auf dich wartet, kannst du hier am Abend ins Nachtleben abtauchen. Achja, wenn du schon mal hier bist, vergiss nicht einen Abstecher in die Rue Chagas 43 zu machen. Dort befindet sich die kleinste Standseilbahns Lissabons.

 

Eine Straßenbahnfahrt rundet den Tag ab.

Nun wieder zurück in die Unterstadt und zum Praça Martim Moniz und auf die Straßenbahnlinie 28 warten. Falls dir hier die Menschenmasse an der Haltestelle zu viel ist, steig alternativ in die Linie 12 ein und lass dich für 2,90 pro Person durchs Alfama-Viertel schaukeln. Sichere dir unbedingt einen Fensterplatz, denn du wirst an einigen Punkten vorbei kommen, die du früher an diesem Tag bereits zu Fuß erkundet hast.

Zum Abschluss kannst du dir noch ein leckeres Abendessen in einem der vielen Restaurants im Baixa-Viertel gönnen. Aber aufgepasst – verpasse nicht den letzten Bus zurück zum Campingplatz.
Zurück vom Ausflug kannst du nun deine geshoppten Happenings auspacken, deine Fotos von der Speicherkarte auf den Rechner ziehen oder dich durch deine Fotogalerie des heutigen Tages auf deinem Smartphone scollen und den Tag Revue passieren lassen.

 

Unser Fazit:

Obwohl wir den ganzen Tag bis spät abends herum gelaufen sind, war es sehr entspannt und mit der Frühlingssonne über unseren Köpfen war es umso angenehmer, sich durch die Gassen ohne große Ziele treiben zu lassen.

Unsere Tipps für (d)einen Aufenthalt in Lissabon.

Unbedingt machen:

// Sich einfach durch die Gassen vom Alfama-Viertel und Barrio Alto treiben lassen.
// Besuch des Museu Coleção Berardo
// Eine Fahrt mit der Linie 28 oder alternativ mit der Linie 12
// Bleib einen Tag länger, wenn du kannst und lass dir Zeit. Die Stadt hat so viel zu bieten.
// … und natürlich Pastel de Nata naschen und dazu einen Kaffee oder Tee schlürfen.

Tolle Mitbringsel:

// individuelle Dinge bei einem Einkauf in den kleinen Läden und Galerien (wie ein Wimpel oder ein tolles Bild)
// Eine Fliese als Untersetzer
// Postkarten zum Verschicken oder selbst behalten

Das kannst du dir sparen:

// Wenn du dir eine Lisabo-Card kaufst, kannst du sicher den ein oder anderen Euro für die einzelnen Bus- und Straßenbahnfahrten sparen

Unser Geheimtipp für dich:

// Ein Besuch der LX-Factory (großes Gelände mit alten Fabrikhallen inklusive Shops und Restaurants, Kunst und alternativer Szene)
// Die O!Galeria und gleich daneben die Bar 35
// Wenn die Warteschlange auf eine Fahrt mit der Linie 28 zu lang ist, fahr alternativ mit der Linie 12 eine etwas kleinere Runde durchs Alfama-Viertel

Hast du noch weitere Tipps für Lisboa?

Dann immer her damit und ab damit in die Kommentare.

Du hast Rückfragen? Oder Anregungen? Lass es mich gern wissen.

Blick in eine Gasse in Lisboa. Eine Treppe links im Bild leicht angeschnitten. Oben ist ein grünes Wesen an die Wand gesprüht. Es scheint hinunter zu blicken auf die Straße.

 

More from kiraton.

Foto-Winterspaziergang. Eine Ode an den Schnee.

Du kennst das: sobald der Winter in die hiesigen Gefilde Einzug hält,...
Weiterlesen

2 Comments

  • Lissabon zählt zu meinen Lieblingsstädten, toller und informativerBeitrag!
    Sehenswert ist auch der Miraduoro Santa Lucia mit seinen tollen Kachelmotiven und natürlich die Aussicht vom Miraduoro. Sehr interessant fand ich auch den Friedhof, an einer der Endstationen der 28er. Hier hast du ebenfalls eine tolle Aussicht.

    • Hallo Dagmar, vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, der Friedhof ist auch sehr schön. Den hab ich damals auf meinem ersten Lissabon-Besuch besichtigt. Eigentlich wollten wir dieses Mal wieder hin. Allerdings haben wir es nicht geschafft, da Lissabon noch soooo viel anderes zu bieten hat und wir uns dieses Mal einfach treiben ließen.

      Liebe Grüße Kirsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu