Luang Prabang, Orange & Tempel.

Laos. Luang Prabang, Orange & Tempel. 07.01.2014

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Um 6:45 Uhr weckte mich ein Radarsignal. Eine Weile konnte ich es nicht zuordnen, bis ich bemerkte, dass es mein Weckton war. Ich weckte Torsten & müde (in Deutschland wäre grad mitten in der Nacht kurz vor eins) schälten wir uns aus dem Bett. Der wenige Schlaf der letzten Tage macht sich nun, wo wir zwölf Stunden (18:30 Uhr Ortszeit) später auf einer Terrasse in Luang Prabang sitzen, frischen Lemonjuice trinken & auf den immer dunkler werdenden Fluss Nam Khan schauen, bemerkbar. Der Fluss fließt übrigens am Ende der Halbinsel mit dem Mekong zusammen.

Was ist heut passiert? Nach dem Aufstehen packten wir unsere Rucksäcke, aßen von einem leckeren Thai-Amerikanischen Frühstücksbüffet. Dann brachte uns ein Transferbus zurück zum Flughafen.
Am Tage sahen wir endlang der Straßen doch den Müll, den wir aus Indien her kannten. Und wir sahen knallig pinke Taxis. Was für eine Freude für Ferkel. 😉
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Am Flughafen zunächst den Check-In-Schalter suchen & schließlich unser Gate. Torsten amüsierte das Flugpersonal von Lao Airlines anscheinend mit seinem Ohrschmuck. Warum? Das dürft ihr jetzt heraus finden. Kurz nach zehn ging die Maschine in die Luft und wir bekamen einen Überblick über Bangkok (wow, die Stadt ist ja riesig), sahen Berge, Flüsse & den Mekong. 20140108-094031.jpg
Um die Mittagszeit erreichten wir mit unserer Propellermaschine den übersichtlichen Flughafen von Luang Prabang. Mit unseren letzten Euros bezahlten wir unser Visum & dann ging es via Taxi zum Guest House.
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Unterwegs sahen wir unsere ersten Mönche in ihren satten orangenen Gewändern. In Laos zieht man am Eingang die Schuhe aus. Das taten wir auch & bekamen ein tolles Zimmer (mit offenem Bad) gleich beim Königspalast.
Nachdem wir uns ein wenig sortiert hatten, liefen wir los. Zunächst zu einem Freiluftrestaurant direkt am Mekong. Wir bestellten Lao-Kaffee, Fruit-Shake, Ginger-Tee &, wie es sich für Laos gehört, eine leckere Nudelsuppe. In meinem Fall mit Gemüse. Während wir aßen, beobachteten wir den emsigen Fährbetrieb unterhalb am Fluss. Im Anschluss liefen wir Flussstraße Richtung Halbinselspitze. Die Straßen waren relativ leer beschaulich. Vornehmlich weiße Touris auf Rädern & zu Fuß waren unterwegs. Die Laot_innen saßen im Schatten in ihren Restaurants & vor den Gästehäusern, rechneten irgendetwas, aßen, quatschten, machten sauber. Ab und zu sprach uns jemand an: „Boat Trip?!“ „Massage?!“ Alles sehr relaxt und sehr entspannt.

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Als wir die beidseitig aufgestellten Katzen auf der Straße (für mich sehen sie zumindest so aus) sahen, wussten wir, hier muss irgendetwas sein & ja, wir liefen die Treppenstufen hinauf und schon sahen wir den die Ordinationshalle (Sim) vom Vat Xieng Thong, dem ältesten Tempelkomplex der Stadt.
Nachdem wir von je 20.000 Kip (= 2,00 €) bezahlt hatten, schauten wir uns, den in der Nachmittagssonne funkelnden Tempelkomplex an. Die aufwendig gearbeiteten Dachspitzen waren vergoldet, die grünen & blauen Glasmosaiksteine funkelten in der Sonne. Wir zogen die Schuhe aus & gingen hinein. Innen saßen mehrere vergoldete Buddha-Statuen. Die dunklen Holzwände waren mit einer Schablonentechnik bedruckt – in Gold natürlich. Torsten schlug den Gong dreimal – das soll Glück bringen – und ein tiefer, sich überall ausbreitender Ton breitete sich aus.
Auf der Rückseite der Halle ein riesiges Glasmosaik, welches den Flammenbaum darstellt. Dieser ist umrahmt von Tierdarstellungen sowie einer kinnari – ein mystisches Wesen, halb Frau, hab Vogel.
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In der Begräbnishalle stand eine große Ansammlung an Buddha-Statuen hinter dem vergoldeten Begräbniswagen. Viele von Ihnen in stehender Haltung, beide Arme nach unten gerichtet: eine Regenanrufungsgeste – typisch für Laos.
In der roten Kapelle – Ho Phra None – liegt eine bronzene Buddha-Statue. Diese liegende Haltung ist bei Bronzestatuen in Laos sehr selten & symbolisiert den Übergang Buddhas ins Nirwana.
Wir blieben eine ganze Weile & ließen uns von diesem Ort verzaubern.
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Dann liefen wir, dem Sonnenuntergang entgegen, am Nam Khan-Ufer entlang. Hier das gleiche Bild wie vorhin auf der Mekong-Seite.
Und da sind wir nun auf der Terrasse mit dem Lemonjuice angekommen.

Als wir ausgetrunken (& Torsten kurz eingeschlafen war) traten wir den Rückweg an. Als wir in die Straße zu unserem Guesthouse einbiegen wollten, eröffnete sich vor uns ein Nachtmarkt. Vornehmlich Frauen hatten hier in zwei Reihen jeweils links und rechts ihre Waren ausgebreitet. Es gab Tücher, Kleidung, Souvenirs. Torsten kaufte ein Tuch für seine Mama, ein T-Shirt für Alex & wir ein paar Löffel aus Bomben.
Da Torsten noch ein wenig Appetit plagte, aßen wir noch ein Curry, bevor wir uns müde aufs Bett fallen ließen.

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Hier noch mehr Fotos von unserem ersten Tag in Luang Prabang:

(klick dich einfach durch die Galerie)

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