Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.
Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Heute klingelte der Wecker erneut sehr früh: 7:30 Uhr. Wir hatten heute großes vor. »Abenteuers erleben«, wie Ferkel jetzt sagen würde.
Nach einem Frühstück brachte uns ein Minibus brachte uns zu unserem Abenteuer, welches 15 km von Luang Prabang am Nam Khan auf uns wartete. Zunächst war die Straße noch asphaltiert. Aber schon kurz nach der Ortsgrenze verwandelte sich die Straße in eine Schotterpiste. Am Wegesrand ein Auto, welches direkt vor Ort mit allerlei Werkzeug repariert wurde. Weiter durch eine Ortschaft, die langsam zum Leben erwachte. Schließlich waren wir da.
Die Damen in Grau warteten bereits auf uns. Wir bekamen ein paar Infos & schon hieß es aufsteigen. Unsere Lady war mit 40 Jahren die älteste & hörte auf den Namen Mae Khm Koun.
Wir waren im Elephant Village Sanctuary & Resort, Vier eigene & acht gemietete Elefantendamen lebten hier, tragen 4-5 Stunden am Tag Tourist_innen umher, lassen sich von ihnen füttern, waschen oder sie gehen mit den Menschen baden – sicher angenehmer als andere domestizierte Tiere hier, die sonst in der laotischen Holzindustrie Schwerstarbeit leisten.
Die 3.175 kg schwere Mae Khm Koun war die größte, schwerste & mit 10 Jahren die Dienstälteste. Sie war somit das Leittier der Gruppe. Vor Jahren war sie mit dem linken Vorderbein auf eine Miene getreten. Ein Teil der Zehen fehlte daher. Elefanten brauchen zwischen 200-300 kg Futter & 100-200 L Wasser pro Tag. Somit kostet ein ausgewachsener Elefant circa 50.000$ pro Jahr. Laut unseres Guides gibt es momentan um die 1600 Elefanten in Laos, 30% davon in freier Natur. Sehr wenig in einem Land, welches früher das Land der 1.000.000 Elefanten genannt wurde.
Zunächst starte der einstündige Ritt für uns in einer Sänfte. Es ging einen Abhang hinunter & hinein in den Nam Khan. Dann fragte der Mahout, ob wir mal direkt auf dem Elefanten, die Knie direkt hinter den Ohren, sitzen wollte. Und ob ich wollte. Ich wollte diesen sanften Riesen ganz nah spüren, ihre dicken schwarzen Kopfhaare berühren. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Zunächst etwas wackelig, doch schon bald wurde ich sicherer. Ich nahm Ferkel zu mir nach vor. Gemeinsam durchschritt die Elefantendame mit uns den Fluss, eine kleine Sandbank & wieder auf einen Hang hinauf. Torsten & ich tauschten die Plätze. Auch für ihn war es ein sehr faszinierendes Gefühl. Wir durchschritten eine kleine Ortschaft & die Elefanten klauten den Dorfbewohner_innen Blätter. Weiter ging es eine Straße entlang & zurück ins Ressort.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.
Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.
Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.
Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Dort ließen sich die Elefantendamen die von uns gespendeten Bananen schmecken. Es knirschte & schmatzte nur so.

Dann ging es für uns mit einem Boot den Fluss hinauf zu den Tad Sae Wasserfällen. Dort wanderten Torsten & ich die Wasserfälle hinauf, während andere unserer Gruppe mit oder ohne Elefanten badeten. Wir waren ganz allein & genossen diese Ruhe: nach jeder Wegbiegung tolle, neue Naturbilder, das Rauschen des Wassers & hier und da Geräusche von Vögeln & Insekten. Auf einer Bank, mitten über einem Wasserfall blieben wir sitzen. Ferkel tauchte seine Pfoten – wie wir die Füße – ins kühle Nass.
Nach einer Stunde kehrten wir zurück.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.
Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Mit dem Boot ging es nun weiter zu einem weiteren Highlight, dem Babyelefanten Maximus (21.05.2013). Mit seiner Mama wohnte er auf dem anderen Flussufer. Wir konnten uns gar nicht sattsehen an ihm. Er sah so toll aus & auch er fand Torstens Gesicht, Hände & meine Hose ganz toll.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Es gab es ein Mittagsbuffett im Ressort. Als wir fertig waren, beobachtete ich noch, wie eine Gruppe gerade mit den Elefanten im Wasser war & diese wusch. Toll sah dies aus.
Ich war ganz die Ganze Zeit ganz verzaubert und sehr berührt von diesen wundenbaren Tieren.
Dann ging es für uns zurück in die Stadt. Dort tranken wir – Abenteuer machen bekanntlich müde – erst einmal schwarzen Tee bzw. Kaffee, bevor wir uns den Palast anschauten. Da wollten uns die Bediensteten vom Palastmuseum nicht mehr hinein lassen, als wir ihn kurz vor 16:00 Uhr betreten wollte, obwohl wir ein Ticket hatten & rechtzeitig das Gelände betraten. Torsten diskutierte eine Weile mit ihnen & schließlich durften wir dich noch hinein. Drinnen erwartete uns ein Palast im Dornröschenschlaf. Alles schien gerade erst verlassen worden zu sein. Es gab einen Empfangsraum, den Thronsaal sowie die privaten Räume der Königsfamilie.
Dann besichtigten wir noch einige Vats: das Vat Pa Houak ist bekannt für seine Wandmalereien im Inneren, die u.a. Szenen aus der Geschichte um den einflussreichen Königs Jambupati darstellen. Diesem musste Buddha erst im herrschaftlichen Gewand erscheinen, bevor der König seine Überheblichkeit einsah & ein treuer Anhänger wurde.

Auch die Vats Choum Khong, Xienh Mouane & Paphai besichtigen wir, bevor wir uns am Mekong in einem Restaurant niederließen & bei laotischer (vegetarischer) Suppe (O Lam) & Algencrackern (Khaipen) der Sonne beim Verschwinden hinter den Bergen zusahen.
Torsten lies sich noch den Rücken massieren, derweil ich hier diese Zeilen schrieb.
Morgen geht es via VIP-Bus nach Vientiane.

Mae Khm Koun, Wasserfälle & noch mehr Vats.

Hier noch mehr Fotos von unserem Besuch bei der Elefantendame, den Wasserfällen und  unterwegs in Luang Prabang
(klick dich einfach durch die Galerie):

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5 Comments

  • Einfach toll Eure bisherigen Erlebnisse und für uns die tollen Fotos! Macht weiter so wir sind sehr gespannt; alles Gute und bleibt schön gesund (und aufmerksam)!
    Die Elefanten waren sicher super !!!

    • Danke & das sind ja noch nicht mal die Besten. 😉 … Die tollen Fotos kommen ja erst noch, wenn ich sie von meiner Kamera hole.
      Und die Elefanten berühren & ihrer Nähe sein zu dürfen war & ist einfach unvergesslich.

  • Hallo ihr beiden! Es ist total schön euch beim Reisen zuzusehen. Hatte heute einfach einmal Lust zu schauen, was ihr so macht. Es ist für mich eine tolle Mischung aus Teilhaben, Erfahren, Lernen, einen Hauch Urlaub beobachten und sich mitreißen lassen sowie eine Prise Neid, nicht selbst dabei zu sein. Euch weiterhin viele schöne Erlebnisse! Ich freu mich auf eure nächsten Tage. Herzlichst Uta

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