Umrundet. Mit dem Bulli bereisten wir die iberische Halbinsel. Teil 1.

Weißer VW-Bulli auf der rechten Seite. Dahinter die Bucht von Fin de la Tierra, Cabo Fisterra
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Umrundet. Mit dem Bulli bereisten wir die iberische Halbinsel.

Teil 1: Vorbereitungen. | Anreise. | Nordspanien.

Im März 2018 weckten wir unseren VW-Bulli Hilde aus ihrem Winterschlaf und holten sie aus aus dem Winterquartier. Alles wurde noch einmal eingehend gecheckt und einige kosmetische Verbesserungen wurden vorgenommen, wie eine seitlich angebrachte, kurbelbare Markise zum Ausfahren. Schluss also mit umständlichen Anbauten für einen Regen- und Sonnenschutz.
Doch warum eigentlich? Wir hatten großes vor und nahmen uns dafür 6 Wochen Urlaub am Stück. Torsten wollte ins Baskenland und nach Portugal und ich wollte außerdem noch nach Andalusien. Und unser Globetrotter Ferkel platzierte uns auch noch Gibraltar auf unseren Routenplan.

Vorbereitung ist alles.

14. März 2018

Die Urlaubsplanung war im vollen Gange. 
Für unseren 6-wöchigen Roadtrip mit unserer Bulli-Lady Hilde schrieben wir in der Vorbereitung fleißig Listen in unser tolles Notizbuch. Via Instagram fragte ich meine Follower, welche Tipps sie für unsere Reise haben, welche Orte wir besuchen sollen, Dinge, die wir unbedingt einpacken sollten, Musik oder Hörbücher, die zwingend auf unsere Playlist gehören oder Bücher (Belletristik oder Sachbücher, die zu unserem Reiseabenteuer passen. Da kamen ganz fantastische Empfehlungen zusammen.

 

25. März 2018

Die Reiseplanung für unseren 6-wöchigen Roadtrip unserer Bulli-Lady Hilde befand sich in der finalen Phase. Die ersten Orte waren bereits auf der Landkarte markiert.
 Die Einkaufsliste war schon gut gefüllt und bereits einiges davon schon erledigt. Auch meine DIY- & ART-Liste sah schon gut voll aus – endlich wieder etwas mehr Zeit für die kreativen Dinge. Natürlich kamen neben der Kamera auch meine Aquarell-Farben und viele schöne Stifte mit, unter anderen für viele neue tolle WESENsART-Abenteuer.

On the Road. Einblicke in unser Logbuch. Gespickt mit Foto-Impressionen.

28. März 2018.

Unser Roadtrip durch Andalusien (Spanien), Portugal & dem Baskenland (Spanien) hatte begonnen. Erster Stop: eine Autobahnraststätte in Vemars (Frankreich) nach über 12 Stunden Autofahrt. Nach einer guten Mütze Schlaf & einem leckerem Frühstück ging es weiter gen Süden.
Übrigens, das tolle Outfit für Ferkel & mich hat meine liebe Freundin Janet für uns genäht.

 

29. März 2018.

Gestern legten wir wieder über 800 km mit unserer Bulli-Lady Hilde zurück. Da wir uns während dieser spontan überlegten, nun doch vom Norden Spaniens gegen den Uhrzeigersinn entlang der Atlantikküste durchs Baskenland (Spanien), Portugal und Andalusien (Spanien) zu reisen legten wir einen noch viel spontaneren Zwischenstop bei meiner Freundin Anja ein. Anja lebt seit einigen Jahren in Castets mit »ihrem Franzosen«. Sie luden uns in ihr sehr idyllisches Haus mitten im Wald ein und wir nächtigten bei ihnen ganz zauberhaft. Nach dem Aufstehen zeigten Anja uns noch ihr traumhaftes Strandhaus in Saint Girons Plage, welches sie im kommenden Winter zu einem Ferien-Appartment umbauen wollen. Also merk dir diesen Ort auf jeden Fall schon mal für deine nächste Reise an die französische Atlantikküste vor!
 Noch ein kurzer Zwischenstopp in Ciboure mit kleinen Picknick am Hafen, bevor wir schließlich auf dem Monte Igueldo in Donostia (=San Sebastian) landeten.

 

30. März 2018.

Am Donnerstag Abend tuckerte uns unsere Hilde auf dem Monte Igueldo von Donostia (=San Sebastian) wo wir einen netten Campingplatz fanden. Am Freitag ließen wir uns von der Buslinie 16 nach unten in die die Stadt bringen. Wow, für einen Karfreitag – oder gerade deswegen – herrschte hier reges Leben. Nach Tagen schien die Sonne und alle schienen in der Altstadt unterwegs zu sein. Auch wie ließen uns von der Hauptstadt der Tapas in den Bann ziehen & genossen diese in der Sonne zu einem Glas Wein, bevor wir auf den Mont Urgull spazierten und von oben die Aussicht auf die Stadt genossen.

 

31. März 2018.

An jenem Samstag waren wir in Guernica. Der Ort, der 26.04.1937 traurige Berühmtheit erlangte. Nach einem kleinem Spaziergang durch den Ort – vorbei an der berühmten Eiche, unter der bereits im Mittelalter die Bask*innen ihre gemeinschaftlichen Entscheidungen fällten (gut, die hier war nicht ganz so alt), weiter durch einen kleinen Park mit Skulpturen von Eduardo Chillida und Henry Moore bis hin zu einer Fliesennachbildung des berühmten Picasso-Gemäldes »Gernika«. Anschließend besuchten wir das Friedens-Museum, welches sich neben den Fassetten des Friedens auch der Geschichte von Einst in um Guernica widmete.
 Zum Abschluss besuchten wir noch das Parlament, wo uns besonders der Glaskuppelsaal beeindruckte.

 

1. April 2018.

Während einige sicher den Ostersonntag mit Eier-Suchen und -Essen verbrachten, unternahmen wir eine kleine 2-stündige Wanderung zum Bosque de Oma bzw. »Bosque Pintado«, den »bemalten Wald«, der in der Nähe von Guernica liegt. Dieses Kunstwerk wurde von dem, in Bilbao geborenen, Maler und Bildhauer Augustín Ibarrola geschaffen. Ein ganz wunderbares Schauspiel aus Raum, Farbe und immer neuen Perspektiven bei jedem Schritt, den wir durch diesen Zauberwald taten.

 

2. April 2018.

Besuch von Bilbao. Auf den ersten Bildern sieht man den Blick vom Camper-Stellplatz aus auf die Stadt. Die weiteren entstanden auf einem kleinen Spaziergang von der Altstadt Richtung Guggenheim-Museum.

 

3. April 2018.

Bei einem kleinen Zwischenstopp in Santander blieb nach einem kurzem Spaziergang noch Zeit für Tapas.

 

Der nächste Stop war Santillana del Mar. Lass dich nicht von Namen verwirren. Dieser Ort liegt 30 km vom Meer entfernt. Ein Besuch lohnt dennoch, ist der Stadtkern doch ein mittelalterlicher Augenschmaus. Wir waren ganz fasziniert und schlenderten vergnügt durch die Gassen.

 

El Capricho de Gaudi, Comillas. Mit 30 Jahren erschuf Gaudi dieses wundervolle Gebäude. Kurz vor Torschluss hatten wir es – versteckt im engen Straßen- & Gassengewirr – endlich entdeckt. Und der Besuch lohnte sich. Ganz fasziniert liefen wir durch die Räume, die alle von einem Gang, um einen Wintergarten herum, abgingen. Der angrenzende Park bestach mit einer kleinen – für Gaudi später so typischen – Grotte und tollen Ausblicken aufs Haus selbst. Das Haus war mit unzähligen Natur- und floralen Ornamenten übersät. Aber das mehr als Geschmackvoll.

 

4. April 2018.

Cantabria – der Campingplatz der letzten Nacht. Mit Meeresrauschen im Hintergrund. Nach dem Aufstehen liefen wir direkt zum Stand und suchten uns jede*r eine Muschel als Andenken. … und das Licht hier an diesem Ort und zu dieser war einfach magisch.
Da an diesem Tag noch einiges an Wegstrecke vor uns lag konnten wir diesen Moment leider nur kurz genießen, bevor wir weiter mussten. 

 

Bei unserer Rundreise  – zunächst nach Westen, um dann weiter in den Süden zu fahren – stoppten wir an dieser wunderschönen Brücke in Cangas de Onís, machten ein paar Aufnahmen und liefen selbst hinüber, bevor der nächste Regenschauer kam. Bei gutem Wetter kannst du den Fluss mit einem Kajak entlang paddeln, in dieser wunderschönen Gegend wandern gehen oder reiten. Übrigens, das Kreuz, welches von der Brücke herunter hängt, ist das sogenannte Siegeskreuz des Pelayo.

 

Der Regen prasselte aufs Bulli-Dach und lief die Autoscheiben hinunter. Unser Scheibenwischer schob diese beiseite. So fanden wir schließlich den Weg in die Industriestadt Aviles und besuchten das Centro de Niemeyer. Das architektonische Bauwerk beeindruckte mich durch die Bauweise und Farbgebung. In den einzelnen Gebäudeteilen gibt es ein Kino, Veranstaltungsräume, ein Café und Ausstellungsräume. Und zu dem Zeitpunkt, als wir gerade vor Ort waren, wurden hier gerade Bilder von Francis Bacon ausgestellt.

 

Bei Muros de Nalón fanden wir schließlich unser Stellplatz für die Nacht. Bei einem abendlichen Strandspaziergang mussten wir schließlich noch eine schaurige Entdeckung machen … ein toter Delfin am Strand. Und ein Wildschwein überraschte ich auch noch im Gebüsch oder es vielmehr mich. Ich schlich mich heimlich davon und schloss schnell die Bulli-Tür von innen und kuschelte mich ins Bett.

 

5. April 2018.

Und schließlich waren wir am Ende der Welt angekommen. Fisterra.
Der Stellplatz war nach ein kurzer Suche gefunden. Danach noch eine Runde chillen & anschließend ging es für uns noch weiter an den Rand vom Ende der Welt.

Fin de la Tierra, Cabo Fisterra. Viele Pilger*innen setzen ihren Weg von Santiago de Compostela weiter fort an den westlichsten Punkt Europa, um von dort auf Ende der Welt zu blicken. Auch wir sind die letzten 2,2 km vom Ort Fisterra zum Leuchtturm gelaufen. Unterwegs wurden wir ganz schön vom Wind durchgepustet.

 

Am nächsten Morgen ging es gen Süden und nach Portugal. Wie dort unsere Reise weiter ging, erfährst du in Teil 2 unseres Logbuch.

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Weißer VW-Bulli auf der rechten Seite. Dahinter die Bucht von Fin de la Tierra, Cabo Fisterra

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