Mit dem Rad von Tempel zum Palast, weiter zu Tempeln.

Mit dem Rad von Tempel zum Palast, weiter zu Tempeln.

Seit gestern war es bewölkt & kühler als sonst zu dieser Jahreszeit. Morgens war es richtig kalt.

Siem Reap, Kambodscha
Siem Reap, Kambodscha

Heute ließen wir etwas ruhiger angehen & standen ein wenig später auf, als gestern. Nach dem Frühstück kauften wir uns ein paar Snacks & liehen wir uns zwei Räder aus. So starteten wir in unser heutiges Angkor-Abenteuer.
Wir reihten uns mit unseren Rädern in hiesigen Verkehr ein und flossen mit. Nach vier/fünf Kilometern verließen wir Siem Reap & kamen nach Angkor. Kurz danach kamen wir am Ticketschalter vorbei. Ein Officer wollte uns anhalten?! Warum denn? Wir fuhren weiter, die hinterher. Da stellte sich heraus, sie wollten unsere Eintrittskarten sehen. Na, warum sagen die das nicht gleich bzw. machen dies kenntlich. 😉
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Dann kamen wir zur Straßenkreuzung & schließlich sahen wir Angkor Wat. Ein paar Fotos machen wir von außen, bevor es weiter ging. Die Besichtigung wollten wir uns von morgen aufheben.
Auch ein Paar Fotos vom Südtor von Angkor Thom holten wir nach. Einige Köpfe fehlten, andere wurde gerade ersetzt. Ein Künstler stand davor und malte die Reihe.
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Südtor von Angkor Thom
Südtor von Angkor Thom

Innen trafen wir auf eine Gruppe Affen, die von Touris gefüttert wurden. Einige hatten gerade Nachwuchs bekommen. Eine ganze Weile schauten wir den lustigen Treiben zu, bevor es weiter ging. Einer wollte sogar als mein Fahrer anheuern. 🙂
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Wir kamen zur Elefantenterrasse. An der Wand sahen wir fast lebensgroße Elefantenreliefs. Faszinierend. Die Dickhäuter mit ihren Mahouts wurden in Jagdszenen dargestellt. Manche kämpften auch mit Tigern. Ferkel musste sich natürlich auf einen Elefanten setzen.
Durch das Nordtor verließen wir dieses Areal.
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Wir gelangten zum Preah Khan. Diesen Palast ließ Jayacarman VII. errichten, um ihn als Residenz während des Wiederaufbaus von Angkor Thom zu nutzen, welcher im Jahre 1177 durch die Cham geplündert wurde.
Der Bau war in einem schlechten Zustand. Viele Mauern waren eingefallen. Nur die Hauptgassen wurden bisher instand gesetzt. Wir wandelten ein wenig herum & betrachten so auch das zentrale Heiligtum: eine kuppelförmige Stupa, die erst im 16. Jh. hier installiert wurde.
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Wir machten eine kleine Pause, bevor es schließlich den durch Bäumen links & rechts schattigen Weg weiter ging.
Der Neak Pean (»ineinander sich windene Schlagen«), den wir nun besuchten, stach ein wenig heraus. Eine kleine Insel im Zentrum mit einem einigen Turm in der Mitte. An der Pferdestatue im Hauptbecken klammern sich menschliche Figuren klammern. Dies soll Lokesvara symbolisieren, der sich als Pferd verwandelte, um gestrandete Kaufläuten evakuieren, die auf Sri Lanka von einem Dämonen bedroht wurden.
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Der östliche Mebon, den Rajendravarman II. 953 für seine Eltern erbauen ließ, steht inmitten von Reisfeldern. Früher war dieser von Wasser umgeben. Mittlerweile ist dieser See ausgetrocknet. An den Flanken lebensgroße Elefanten. Löwen an den Aufgängen. Ferkel musste hier natürlich wagemutig fürs Foto posieren. 😉
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Dann ging es zurück. Vorbei an trocknen Reisfeldern & wunderschönen Landschaften. Dennoch zog sich das Stück auf dem Rad zurück bis Angkor Wat wie Kaugummi. Langsam schmerzte der Po. Ab Angkor Wat nur noch die gerade Straße zurück, rein ins turbulente Siem Reap. Den Nachmittagsverkehr meisterten wir bestens, denn immer mitfließen, lautet die Devise.
Am Ende sind wir 40-45 km an diesem Tag geradelt, sind die große Tour durch Angkor gefahren.
Es war eine sehr gute Endscheidung gewesen, die Räder zu leihen. Wir sahen sehr viel & gewannen durch die Fahrt auf dem Rad ganz andere, intensiver Eindrücke. Außerdem konnten wir immer anhalten, fotografieren, weiter radeln.
Wir sind immer noch sehr glücklich, dies gemacht zu haben & können dieses Erlebnis nur weiter empfehlen. (Danke Christian, für diesen Tipp.)
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Kurz vor fünf waren wir wieder zurück. Ich fiel ins Bett und musste mich erst mal ausruhen.
Dann rafften wir uns noch mal auf, um uns in die trubelige, abendliche Altstadt Siem Reaps zu tummeln. Mit den Rädern fuhren wir in die Innenstadt. Abends gelten übrigens für die Einwohner_innen die Verkehrsregeln nicht mehr.
Beim Old Market stellten wir unsere Räder ab & schlenderten herum. So fanden wir ein tolles vegetarisches Restaurant. Es war stilvoll eingerichtet, das Essen ungewöhnlich serviert & dazu auch noch ausgesprochen lecker. Auch an dem ein oder anderen Shop kamen wir nicht vorbei, um nicht doch noch das ein oder andere Mitbringsel für die daheim gebliebenen zu besorgen. Bei Thary kaufte ich noch zwei schöne Armbänder zum verschenken. Ich hatte ihn während es Essens beobachtet. Ich fand toll, was er da produzierte & sein Art fand ich auch gleich sympathisch. Er erinnerte mich an einen meiner Freiwilligen, den ich auch sehr schätze.

Nun aber ins Bett. Morgen heißt es wieder früh aufstehen für Angkor Wat. Endlich.

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Achja, einen weiteren tollen Artikel zum Thema mit dem Rad durch Angkor gibt es auf dem Blog Sonne & Meer: Angkor Wat mit dem Fahrrad: von Mythen, Motos und Monsun

Hier noch mehr Fotos von unserer Radtour durch Angkor:

(klick dich einfach durch die Galerie)

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2 Comments

  • Naja Ferkel… todesmutig?! Die Zähne waren ja schon ganz abgewetzt, der hätte dir höchstens noch ’n Loch ins Ohr gebissen ;o) aber so’n niedliches Äffchen als Spielkamerad :o) Ja die Radtour hörte sich sehr entspannt an und das Essen bestell ich jetzt auch 2x in die OvG bitte, sah gut aus. Schön wenn ihr wieder heile da seid.

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