Salzhausen und die Sage vom Paaschberg.

Titelbild Salzhausen und die Sage vom Paaschberg.
Salzhausen und die Sage vom Paaschberg.

Salzhausen und die Sage vom Paaschberg.

Salzhausen. … äh ja. Wo ist das doch gleich noch mal?
Der Ort Salzhausen befindet sich mitten in der Lüneburger Heide, idyllisch gelegen am Flüsschen Luhe zwischen Winsen (Luhe) und der Hansestadt Lüneburg. Rings herum gibt es saftige Wiesen, Wald und die Heide. Wer ein Pferd hat und damit bei Turnieren reitet oder gern zu guter Musik auf dem nahe gelegenen Summer’s Thale Festival tanzt, ist vielleicht schon mal durch den Ort gefahren oder hat hier vielleicht sogar schon einmal Halt gemacht.

 

Und ein Stopp in dem Ort in der Hohen Geest, der eiszeitlich geprägten Moränen-Landschaft, lohnt sich. Denn dort gibt es eine kleine, hübsche Kirche – die St. Johanneskirche mit einem Bronzetaufbecken aus dem Jahr 1403 und Engelfiguren aus dem 17. Jahrhundert. Außerdem befindet sich in diesem Ort das kleinste Museum Deutschlands, im Feuerwehr-Schlauchturm. Da ist es naheliegend, dass sich die Ausstellung um die Feuerwehr-Geschichte dreht. Übrigens diente der Turm früher als Arrestzelle für Landstreicher*innen.

 

Bürgerpark Paaschberg.

Aber noch etwas anderes gibt es in Salzhausen: den Skulpturenpfad auf dem Paaschberg.
Die Skulpturen wurden aus Bäumen gefertigt, die aus forstlicher Sicht hätten gefällt werden müssen. Dabei keimte bei den Verantwortlichen die Idee auf, aus diesen Stämmen Skulpturen rund um die Sage des Paaschberges zu fertigen.

Gesagt getan. Und so sahen wir schon von weitem die »Überreste« der königliches Kutsche, als wir den Park betraten. Dies war die erste von 13 Skulpturen.

 

Aber was hat es nun mit der Sage auf sich?

Einst soll der Sage nach ein mächtiger König diese Region aus Sonne, Sand und Heidekraut durchquert haben. Der Monarch hielt sich selbst als unbesiegbar und sich fast selbst für einen Gott. Somit fürchtete er auch nicht den Zorn dieser. Er durchquerte mit seiner goldenen Kutsche – gezogen von 8 Rappen – und seinem Heer diese Landschaft, um sich gegenüber eindringenden Feinden zu verteidigen. Sand und Heidekraut erschwerten das Vorwärtskommen sehr und die Sonne tat ihr übriges. So fluchte er was das Zeug hielt: »Was für ein gottverlassenes Land! Sand und nichts als Sand! Nicht ein Baum, der kühlen Schatten spendet, nicht ein Windzug, der meine heiße Stirn kühlt! Ich verfluche Donar, der dies Land geschaffen hat! Ich verfluche Frigga, die auf dieses Land keine Blumen und Bäume pflanzte! Ich verfluche Ziu, der mich hierher, in die Wüste führte! Ich verfluche euch, alle Götter!« Sobald er geendet hatte, erhob sich ein mächtiger Sturm und Sand rieselte so schnell und in riesigen Mengen auf den König, seinen Wagen und seinem ganzen Heer herab, das sie alle schon wenig später nicht mehr zu sehen waren.
Und heute erzählt man sich, dass der König unter dem Paaschberg begraben liegt und unter den anderen, umliegenden Hügeln sein Heer.

Wir gingen weiter und trafen auf zwei archaische Waldwesen aus Elbsandstein. Eben noch im Gespräch vertieft, sahen sie uns aufmerksam an, als wir näher kamen.

 

Unterwegs sahen wir Gesichter, tief eingekerbt ins Holz, einem Thron, auf den sogleich Ferkel Platz nahm. Wir begegneten einem Vogel, der eine Nachricht überbrachte und einer weisen Eule.

 

Als wir dort herum wandelten und uns begeistert die Figuren anschauten, kamen uns immer wieder Kinder und Jugendliche entgegen, die uns sehr freundlich grüßten. Das hat natürlich einen Grund, denn rings herum sind Häuser und einige Schulen und ein Kindergarten.
In der Mitte des Parks steht ein 67 Meter hoher Aussichtsturm von dem man, sobald die 3 Ebenen erklommen sind, einen fantastischen Blick über die Samtgemeinde und das Luhetal hat.

 

Camping.

Aufmerksam geworden sind wir übrigens auf den Bürgerpark und den Skulpturenpfad durch einen Prospekt, dass in einen kleinen Infoständer am kostenlosen Camper-Stellplatz in Salzhausen, Nahe des schönen Freibades, steckte. Auch super: die netten Menschen des Freibades ließen uns dort kostenlos die Sanitäranlagen benutzen.

 

Für uns war dieser Stellplatz eine gelungene Alternative zum (für unsere Ansprüche) recht kostenintensiven (Luxus-)Campingplatzes auf dem Summer’s Thale Festival. Da wir eh die Räder dabei hatten, nahmen wir die gut je 1,5 Kilometer radelnd gern in Kauf. Noch dazu war es zu der Zeit, als wir das Festival besuchten sehr kalt und verregnet. So war uns wenigstens schön warm, als wir nachts, nach einem grandiosen Sigur Rós-Konzert heim kamen und uns ins Bett in unseren Bus kuschelten.

 

Merke:

Radeln wärmt.

Und auch kleine Orte können verzaubern und lernen kann man dabei auch noch etwas. 

 

Nun bin ich gespannt:

Auf welchem Festival warst du in diesem Jahr? 

 

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Holzskulptur und der Titel »Salzhausen und die Sage vom Paaschberg.«

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