Smoothie gefällig?! Istanbul erfrischt & überrascht.

Smoothie gefällig?! Istanbul erfrischt & überrascht.

Heute verrate ich dir mal wieder ein neues Smoothie-Rezept, dass dich erfrischen wird. Denn es ist viel frische Minze und Ingwer enthalten.
… Ok, ich bin ehrlich. Eigentlich will ich dir nur mein wunderbares neues Tablett präsentieren, welches ich vergangene Woche in Istanbul geshoppt habe. Und es gibt obendrein noch eine ganz wunderbare Geschichte dazu.

Die Geschichte.

Mitte Mai waren Torsten, Ferkel und ich für eine ganze Woche in Istanbul. Dieses Reiseziel stand schon länger auf unserer Reiseliste und zum Jahreswechsel machte ich endlich Nägel mit Köpfen und schenkte Torsten erst den Aufenthalt zum Weihnachtsfest und anschließend noch den passenden Flug dazu zum Geburtstag. Und letzte Woche waren wir endlich da.

Ich wollte mir unbedingt etwas Tolles mitbringen. Und da ich diese schicken Teetabletts seit eines früheren Türkei-Aufenthaltes so grandios finde und auch in Israel dachte, mensch, so ein tolles Tablett brauchst du auch, wusste ich, was ich mir als Andenken von dieser Reise mitnehmen wollte.
Gesagt, getan. Während unserer Streifzüge durch die Straßen und Gassen Istanbuls hielt ich immer wieder Ausschau nach diesem Tablett. Viele waren mir zu verschnörkelt und verkitscht. Ich wollte es schlicht und einfach – so wie die Männer, die selbst mit diesen Tabletts zwischen den kleinen Läden herum liefen und Cay ausschenkten oder die leeren Gläser wieder einsammelten.

Auf dem Grand Basar entdeckten wir eins. 40 Türkische Lire wollte der Händler von uns haben. Auf unseren Preisvorschlag ließ er sich nicht ein. Wir waren nicht weiter irritiert. Längst wussten wir durch unseren Reiseführer und Ozan, unserem Vermieter, dass auf dem Basar eh alles sehr überteuert ist und man die gleiche Ware unweit des Basars in den Läden für deutlich weniger Geld bekommt.

Am Montag, bevor wir uns mit Yommana gegen Mittag im Stadtteil Kadiköy verabredet hatten, sind wir also noch mal Richtung Grand Basar. Ich hatte bei unserem ersten Besuch vergessen, hier ein paar Filmaufnahmen für meinen kleinen Istanbul-Film zu machen (den gibt irgendwann später einmal). In einem Laden unweit des Basars erstand ich schließlich das Tablett für 20 Türkische Lire. Der Händler wollte wissen, woher wir kommen: »Germany and you?« »Turkey, but my grandfather is from Krim.« Ich bezahlte, Torsten verstaute das Tablett im Rucksack. Wir erstanden noch zwei kleine Pfeffermühlen und eine kleine Öllampe als Mitbringsel und dann ging es auch schon zum Fähranleger und mit dem Schiff von Eminönü nach Kadiköy.
Hier zeigte uns Yommana ihren Stadtteil und berichtete, was sie während ihres 3 wöchigen Studienaufenthaltes in Istanbul bereits alles erlebt hatte. Während des Essens schwärmte sie uns von ihrem Sonntagsausflug auf die Prinzeninseln vor. Wir waren etwas angefixt. Eigentlich hatten wir dies ja auch noch vor. Ob wir das an unserem letzten Tag noch wagen sollten? Warum eigentlich nicht, dachten wir schließlich und nahmen nach einem entspannten Spaziergang entlang der Uferpromenade in Kadiköy mit Eis in der Hand gegen vier die Fähre zu den Adalars, wie die Inselgruppe von den Istanbuler*innen kurz genannt wird.

Ausflug zu den Prinzeninseln.
Ausflug zu den Prinzeninseln.

 

Wir entschieden uns für die zweite der vier Inseln, auf die die Fähre anlegt. Gute 3,5 Stunden hatten wir auf der Insel, bevor die letzte Fähre um 20:50 Uhr zurück nach Kabatas gehen sollte. Wir gingen spazieren. Ich entspannte am Steinstrand ein wenig und schrieb meine Gedanken auf, während Torsten eine Runde Joggen und anschließend Baden ging. Wir starrten in den Sonnenuntergang und ließen uns zum Abschluss noch einen lecken vegetarischen Vorspeisenteller schmecken. Dann zurück zum Fähranleger.

Es war 20:40 Uhr. Torsten sprang auf und meinte »schau, da kommt unsere Fähre.« Das sie aus der gleichen Richtung kam, wie die mit der wir auf dieser Insel ankamen, irritierte mich zwar kurz, aber das wird schon alles seine Richtigkeit haben. Als sich das Zugangstor öffnete, traten wir hindurch und gingen an Bord. Die Fähre legte ab & ich sah uns eine Fähre entgegen kommen. Und in diesem Moment realisierte ich es: wir waren auf der falschen Fähre! Mein Herz plumpste mir in die Hose und mir war ganz flau im Magen. »Sch*** Torsten, wir sind auf der falschen Fähre!« »Ja, aber … da stand doch was von Kabatas!» Ich kramte den Fährplan heraus und da stand es schwarz auf weiß: wir saßen auf dem letzten Schiff, welches die anderen Inseln anfuhr und an uns fuhr gerade die letzte Fähre zum Festland vorbei. »Oh nein, was machen wir jetzt?! Morgen geht doch unser Flug zurück nach Berlin! Und wir müssen auch noch packen!« rief ich ganz durcheinander.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als beim nächsten Stopp von Bord zu gehen. Am Anleger auf der Insel Heybeliada erkundigten wir uns noch einmal, ob denn wirklich kein Schiff mehr Richtung Istanbul gehe. Mit einem eindeutigen »No!« und einem noch eindeutiger Kopfschütteln ließ uns der nette Herr der Schiffsgesellschaft zurück.
Leicht betröppelt, mit hängenden Schultern und etwas orientierungslos liefen wir nun los, um uns eine Bleibe für die Nacht zu finden. Einzig Ferkel war begeistert: ein Abenteuer!
Nach einigem Suchen fanden wir schließlich eine Pension, die ein Zimmer für uns frei hatte. Wir kauften uns noch ein Wasser im Supermarkt und ließen uns auf Bett fallen. Auszupacken hatten wir nichts, denn bis auf das Tablett, die beiden Pfeffermühlen und die Wunderlampe hatten wir nichts im Rucksack.
Ich checkte uns noch schnell online für den morgigen Flug ein. Zum Glück ging unser Flug erst am Nachmittag, so dass wir, wenn wir eine der ersten Fähren nehmen würden, rechtzeitig zurück wären und noch in Ruhe packen könnten.

... und dann nahmen wir anstatt die Fähre zurück, die falsche & strandeten für diese Nacht auf #Heybeliada (eine der Prinzen-Inseln). ... Ist euch so etwas schon einmal passiert & was habt ihr in dem Fall gemacht?!
… und dann nahmen wir anstatt die Fähre zurück, die falsche & strandeten für diese Nacht auf Heybeliada (eine der Prinzen-Inseln).

Nach einer entspannten Nacht wurden wir von Kreischen der Möwen geweckt. Auf dem Weg zum begegneten wir kaum jemanden. Und die wenigen schlossen gerade ihre Läden auf und verteilten die ersten Kissen auf die Sitzgruppen. Wir ließen uns noch einen Cay und Turkish Coffee schmecken und beobachten, wie die Inselfähre anlegte und eine Horde von Menschen die Insel Heybeliada stürmte. Dann kam schließlich unsere Fähre und wir gingen an Bord.
Während wir langsam auf Festland zusteuerten und aus dem Morgennebel langsam die Skyline Istanbuls auftauchte, sahen wir schließlich eine Gruppe Delfine aus dem Mamara-Meer an uns vorbei ziehen. Was für ein Geschenk zum Abschied.

Nun aber zum Aufhänger des Artikels: den Smoothie-Rezept, denn das ist wirklich sehr lecker!

Smoothie gefällig?! Istanbul erfrischt & überrascht.

Die Zutaten:

// 1 Apfel
// 1 Handvoll kernlose Weintrauben
// 1 Handvoll Blaubeeren
// 1 Handvoll frische Minze (aus dem Garten)
// 1 kleines Stück Ingwer

Zubereitung:

Alles in den Mixer tun und pürieren. Ich nutze hierfür natürlich meinen fantastischen Mr. Magic. Im Anschuss etwas Wasser dazu geben, miteinander vermengen und in hübsche Gläser füllen und auf dem wunderbaren Teetablett anrichten. Servieren und genießen.

Hier findest du übrigens weitere tolle Smoothie-Rezepte zum nachahmen.

Welches sind aktuell deine liebsten Smoothie-Zutaten und Rezepte? 
Was sollte ich unbedingt mal ausprobieren oder lieber sein lassen?
Bist du schon schon mal irgendwo gelandet, wo du gar nicht hin wolltest? Und was hast du dann gemacht?

 

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Smoothie gefällig?! Istanbul erfrischt & überrascht.
Smoothie gefällig?! Istanbul erfrischt & überrascht.

Noch einmal alle Bilder der wunderbaren Prinzeninseln im flickr-Fotostream:

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