Kunst/Mitte_en in Magdeburg. Eine Kunstmesse.

KUNST|MITTE

Vom 10. bis 13. September 2015 lud der Verein KUNST/MITTE vom Turmpark e.V. zum ersten Mal zur Mittel­deutsche Messe für zeit­genössische Kunst ein. Ort des Geschehens war der Turmpark in Salbke, im Süden Magdeburg. Mittendrin der alte, frisch renovierte Wasserturm, eine große, aus Backstein gemauerte Halle und eine schöne Freifläche.

Die Organisator*innen schufen hier ein Forum für kontemporärer, bildender Kunst in Mitteldeutschland. Es hab neben ganz viel Kunst zum anschauen Führungen für SchulklassenKunst-Performances, einen Art-Kurzfilm Abendöffentliche FührungenKinderbetreuung und der Turm konnte kostenlos besichtigt werden.
Und das Tolle: die ausgestellten Werke können (noch) für wenig Geld für die eigenen vier Wände erworben werden.
Am 09. September öffneten sich vorab schon einmal die Tore für geladene Gäste und ich durfte dabei sein.
Bei Häppchen und einem Glas Wein entdeckte ich viel neue und herzerfrischende Kunst.

KUNST|MITTE
KUNST|MITTE

 

So zum Beispiel den Künstler Toni Spyra (Wien). In seinen Werken mischt er Objekte des Alltags so miteinander, dass sich für den Betrachtenden neue Sichtweisen ergeben. Sie lassen einen zu Beginn schmunzeln. Doch betrachtet man die Objekte und Bilder eingehender, wird die Komplexität der Werke sichtbar. Spyra hinterfragt und kritisiert und lässt mich noch länger über seine Arbeit nachsinnen.

 

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Toni Spyra.

 

Striche werden zu Linien, werden zu Gekrickel, werden zu Körpern, werden Ebenen, erhalten Seelen, werden zu Kunst. Agata Schubert-Hauck gelingt es, in ihren abstrakten Zeichnungen, die aus ihr heraus quellen, Motive miteinander zu verbinden und in Verbindung zu setzen.

 

Weitere Informationen auf der Website von Agata Schubert-Hauck

 

Ich bin versucht, an die Scheibe zu hauchen und den Nebel von dieser zu wischen. Doch es sind Porträt-Bilder, gemalt von Sebastian Herzau (Magdeburg), die die Porträtierten wie hinter einer beschlagenen Scheibe zeigen. Ein behutsames Annähern an die Modelle. Doch wird man sie nie ganz erfassen können, da etwas dazwischen bleibt.

 

Weitere Informationen auf der Website von Sebastian Herzau.

 

Fotografie als Sprache. Das Vorgefundene frei legen und erzählen lassen. Das sind die Themen, die den Thüringer Fotokünstler Sebastian Weise interessieren. Er nimmt einen mit auf die Reise ins große, in sogenannte Makrostrukturen und ins kleine uns sehr private – in verlassene Wohnorte. Er verändert dabei nicht, sondern hält fest und lässt die Bilder wirken.

 

Weitere Informationen auf der Website von Sebastian Weise

 

Großformatige Bilder hängen im Wasserturm an dünnen Schüren. Die darauf abgebildeten Gesichter wirken – allein und in der Anordnung – so ausdrucksstark sind sie. Kai-Uwe Schulte-Bunert gelingt es, dass man davor stehen bleibt, sich setzen muss, um die Bilder ganz zu begreifen und zu erforschen, ganz wie bei riesigen Landschaftsporträts.

 

Weitere Informationen auf der Website von Kai-Uwe Schulte-Bunert

 

Ich habe auch einige »alte Bekannte« (zumindest für Magdeburg) gesehen und noch einige Künstler*innen mehr entdeckt.

Und diesen hier: Werner Kuhrmann.

 

Auf jeden Fall war diese Veranstaltung ein lohnenswertes Experiment. Und das es sich gelohnt hat, zeigt sich daran, dass es im kommenden Herbst eine Neuauflage geben wird. Zu Recht, wie ich finde.

Weitere Infos zur Messe gibt es übrigens hier.

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