Bus-Depot wird zur Kunst: DEPO2015.

Lost Places DEPO2015.

Pilsen. Ein Frühlingstag im April. Die Sonne scheint.
Allerdings trauen sich die Temperaturen in den frühen Abendstunden noch nicht so lange raus. Doch fühlt sich die langsam aufkeimende Wärme des Frühlings gut durch die wärmende Stoffschicht an. Und das Vitamin E ist für die Seele auch nicht zu verachten.
Die Arbeit für heute ist getan. Die Jugendlichen sind noch ins Theater, während Nadia und ich einfach noch ein wenig länger auf der grünen Wiese sitzen blieben.

Während wir die Nasen in die Sonne recken, fragen wir uns, was wir mit dem frühen Abend anstellen wollen. »Lass uns doch zum DEPO-Gelände schlendern und es schon mal ein wenig auskundschaften.« schlug Nadia vor.
Gesagt getan. Wir blinzeln noch einmal in die Sonne und rappeln uns schließlich auf. Ich schnalle mir meine Kameratasche um und los geht es.

Wir überqueren die Hauptstraße und weiter gerade aus unter den Eisenbahnschienen entlang. Weiter gerade aus und schließlich sehen wir ein Hinweisschild mit der Aufschrift »DEPO 2015«. Es weist uns den Weg nach links. Wir folgen brav und einige hundert Meter stehen wir auch schon davor:
Das Tor steht weit offen. Gerade zu ist eine alte Tankstelle. Links tummeln sich alte Öltanks, die zur Kunst geschweißt wurde.
Wir betreten das Gelände und begeben uns auf einen Streifzug über den Asphalt.
Zunächst sehen wir einen riesigen Parkplatz. Ganz vorn zwei umgebaute Autos, die aussehen, als ob sie direkt aus Zurück in die Zukunft kommen.

 

Während wir an der ehemaligen Tankanlage vorbei kommen und weiter nach hinten zur Rückseite der riesigen Fabrikhalle laufen, bekommen wir langsam ein Gefühl für dieses Gelände.
Wir finden heraus, dass dieses Depot einst den Städtischen Verkehrsbetrieben gehören. Während wir die ersten Fotos schießen, wächst vor unserem inneren Auge langsam ein Bild von einstigen Nutzung dieses Areals.

 

Wir entdecken zurück Gelassenes und Orte, an denen ausgemistet wurde. Einen Platz, an dem früher die Straßenbahnen auf Herz und Nieren geprüft wurden und mögliche Büroräume. Hier wächst ein zartes Pflänzchen im Beton.

Lost Places DEPO2015.
Lost Places DEPO2015.

In der großen Halle wird gewerkelt. Wir können die Kreativität hinter den Türen spüren, sehen immer mal wieder einzelne Menschen dort hinein gehen oder wieder heraus kommen. Wir schauen uns derweil die Kunst auf dem Außengelände an und machen Fotos.

Alte Öltanks wurden hier zur Kunst transformiert, durchlöchert und neu verschweißt, manche liegen, manche sind aufgetürmt.

 

Mit all den Impressionen und den Bildern im Kopf verlassen wir das Gelände und gehen etwas Essen – in einer kleinen Pizzeria.

Während wir uns noch einmal auf dem Kameradisplay die Bilder anschauen, können wir es kaum erwarten, dass sich uns ein paar Tage später die Tore zum DEPO2015 offiziell öffnen werden und wir endlich das kreative Schaffen hinter den großen Fensterfassaden begutachten können.

… und wir wurden nicht enttäuscht!

 

Das ehemalige Depot des Städtischen Verkehrsbetriebs wurde im Rahmen von Plzen 2015 in einen kreativen Ort verwandelt. In diesem Jahr und für die Zukunft dient dieser Ort als Kreativzentrum für Künstler*innen und Kulturschaffende. Es gibt Ausstellungsräume, eine Bühne und sehr viel Raum für Kultur. Neben Präsentationen finden hier auch Tagungen statt und es gibt unter anderem ein Co-Working Space.

Dir hat dieser Artikel gefallen? 

Super.
Dann erzähle anderen davon und teile ihn mit der Welt.
Ich danke dir.

Du hast Fragen, Anregungen und eigene Gedanken zu diesem Beitrag?

Dann schreib mir davon in den Kommentaren.
Ich bin gespannt!

Hier  gibt es noch weitere DEPO-Bilder:

More from kiraton.

Ich mag Schweine.

Ich mag Schweine. Hunde schauen zu uns auf, Katzen auf uns herab....
Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu