Ankern vor Hiddensee.

Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com
Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com

Als ich gerade dabei war, meine Sachen für eine Woche Hiddensee zusammen zu packen, fiel mir ein, dass ich nicht zum ersten Mal diese Insel besuchen würde. Ich lag dort schon einmal vor Anker.

Wie es dazu kam, werde ich dir in diesem Beitrag erzählen. Und da ich gerade auf Facebook die 100-»Gefällt mir«-Marke erreicht habe, gibt es bis zum 14.08.2015 etwas Tolles zu gewinnen. Aber dazu am Ende des Beitrages mehr.

Segeln mit der Amazone. Foto: kiraton.com
Segeln mit der Amazone. Foto: kiraton.com

Im Juli 2012 fuhr ich mit einer Gruppe von 15-20 Menschen, bestehend aus Freundinnen, Bekannten und deren Freundinnen, zum wiederholten Mal Segeln. Aber nicht auf einem kleinen Schiffchen, nein auf einem Zweimaster und Traditionssegler. Und dieser Traditionssegler – ein Plattbodenschiff – war nicht irgendeine, sondern die Amazone, die seit 1909 zwischen norddeutschen Wattenmeer und Dänischer Südsee herum schippert. Hier gibt es  einen Törn-Bericht aus dem Jahr 2007, da waren wir auch mit der Amazone unterwegs.

Segeln mit der Amazone. Foto: kiraton.com
Segeln mit der Amazone. Foto: kiraton.com

Nachdem wir bereits im Wattenmeer mit dem Plattbodenschiff im Watt trocken gefallen sind, bis zur Storebælt Brücke (Großen Belt-Brücke) bei Nyborg, Dänemark gesegelt sind, zwischen den dänischen Inseln hin & her gekreuzt sind, wollten wir im Jahr 2012 mal ein wenig in deutschen Ostsee-Gewässern herum schippern. Das ist mitunter leichter gesagt als getan, da es immer ein wenig auf den Wind ankommt und es nicht so viele deutsche Inseln-Häfen gibt, die man mit der Amazone ansteuern kann. Daher holten wir von Kappeln, Schleswig-Holstein (dort startete unser Tripp) erst einmal zu einem weiten Schlag nach Dänemark aus, um dann schließlich in gerader Line nach Süden zu segeln und deutsches Festland zu erreichen. Soweit der Plan.
Der Wind durchkreuzte unsere Pläne allerdings und wir blieben länger als gedacht auf der dänischen Seite. Da Segeln allerdings – auf mich und den Rest der Crew – sehr endschleunigend wirkt, war das nicht weiter schlimm. So genossen wir die surreale Wind-Park-Landschaft und die ein oder andere dänische Insel.

Windpark auf der Ostsee. Foto: kiraton.com
Windpark auf der Ostsee. Foto: kiraton.com

 

Schließlich gelangten wir auch nach Hiddensee und gingen dort vor Anker. Wir nahmen das Beiboot und gingen an Land. Zunächst liefen wir die Strandpromenade entlang und wie immer, wenn ich segeln war, komme ich mir vor wie eine Außerirdische: die Haare zerzaust, schlabbrige Klamotten an, Salz auf der Haut und im Haar, der Gang – vom Segeln – ein wenig schwankend. Den anderen geht es ähnlich, während wir hier entlang laufen. Um uns herum ölige Menschen, nach Sonnencreme duftend. Sie haben wenig Stoff an und richten ihre Körper nach der Sonne aus. Alternativ radeln sie mit Kind und Kegel die Promenade entlang oder schieben den Kinderwagen vor sich her. Wir gelangen zum Ort Vitte und schlurfen durch die gemütlichen Gassen. Autos sind hier verboten und so schlängeln sich hier nur die Räder zwischen den Menschengruppen hindurch. Im Ort gibt es die typischen Souvenir-Lädchen mit Plastikbällen, Schnippchen, Sonnenhüten und Postkarten.
Darunter wirklich schöne von der »Künstlerinsel-Hiddensee«. Ich bin ganz verzaubert. Auf den Karten sind bekannte Künstler*innen der 1910er, 20er & 30er zu sehen, die die Insel damals besuchten. Neben den Aufnahmen von damals gibt es immer einen Spruch oder Zitat der jeweiligen Person. Ich kaufe mir welche für die Daheimgebliebenen.

Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com
Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com

Abends genießen wir noch den Inselblick aufs Boot und umgekehrt. Als es am nächsten Tag weiter Richtung Zielhafen segeln hat uns der Wind verlassen. Bei glatter See schippern wie so dahin und schließlich laufen wir – mittlerweile unter Motor – bei Nebel in Warnemünde ein. Auf dem Weg dorthin müssen immer zwei Personen von uns am Bug stehen und schauen, ob irgendetwas unseren Weg kreuzen könnte. Aus der Ferne gelegentlich ein Nebelhorn von einer Fähre. Sehen tun wir nichts.

Nebelmeer. Foto: kiraton.com
Nebelmeer. Foto: kiraton.com

Dennoch, wie jedes Mal als wir segeln waren, verlebten wir eine wunderbare Zeit mit lieben Menschen, tollen Landschaften und dem ein oder anderen Abenteuer.
Leider hat sich unsere Segel-Crew seit unserer Tour 2012 ein wenig zerschlagen, aufgrund von »Ach, mal wieder was anderes ausprobieren.«, »Ich will mal aussetzen.«, »Wir sind schwanger.«, »Gern später, wenn die*der Kleine etwas älter ist.« Und wie das immer so ist, wenn man erst einmal ausgesetzt hat, ist es schwer, alle wieder zusammen zu bekommen und 15 Menschen für so einen Törn zu begeistern, bedarf schon einiges Organisationstalents. Aber wer weiß, vielleicht findet sich in den kommenden Jahren mal wieder ein harter Kern, der die nötige Anzahl von Menschen für so einen Trip begeistern kann und dann geht es für uns wieder auf See mit der Amazone.

Segel verpacken. Foto: kiraton.com
Segel verpacken. Foto: kiraton.com
Es gibt etwas zu feiern! Gewinn eine Postkarte von der »Künstlerinsel-Hiddensee«

Kommen wir zu meinem kleinen Gewinn:
da ich aktuell wieder auf Hiddensee bin – dieses Mal nicht nur für ein paar Stunden, sondern eine ganze Woche – und die 100-»Gefällt mir«-Marke auf Facebook geknackt habe, schenke ich dir eine »Künstlerinsel-Hiddensee«-Postkarte von der Insel. Und das Beste daran: ich werde sie dir von hieraus an deine Adresse mit der Post verschicken, denn worüber freut mensch sich mehr, wenn sie oder er den Briefkasten öffnet, oder?

Wie kannst du mitmachen:

  1. Schreib mir hier oder bei Facebook in den Kommentaren, was dich an Hiddensee fasziniert (wenn du schon einmal hier warst) oder warum du einmal nach Hiddensee reisen würdest (wenn du noch nicht hier verweilt durftest).
  2. Schreib mir in den Kommentaren oder an meine Email kiraton [ät] mail.de, worüber du mehr erfahren willst und ich verstärkt schreiben sollte.
  3. Sende mir deine Post-Adresse – also, wo die Postkarte hingehen soll – bis zum 14.08.2015 an meine E-Mail-Adresse kiraton [ät] mail.de
  4. Lade, wenn du auf Facebook bist, noch mehr Menschen zu kiraton.com ein. Oder mach Menschen auf anderen Wege auf meine Blog aufmerksam.
    Danke.

Ich versende die Postkarten an Menschen, die Punkt 1 und/oder Punkt 2 sowie Punkt 3 erfüllt haben. Punkt 4 ist optional. Teilnehmen können alle Menschen, die mir bis zum 14.08.2015 ihr Adresse geschickt haben. Versteht sich, da ich im Anschluss nicht mehr vor Ort bin.
In diesem Sinne: Ich freu mich schon jetzt auf deinen Kommentar und deine Adresse.

Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com
Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com

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Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com
Ankern vor Hiddensee. Foto: kiraton.com

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9 Comments

  • Hey Kirsten,
    die Fahrt damals war echt schön und ich denke noch öfters an die Tour. Kennst du das Video noch? https://vimeo.com/45723913
    Babette und ich hatten vor kurzem auch darüber gesprochen, ob sich in Zukunft noch mal eine Mannschaft aufstellen lässt. Ich hoff’s jedenfalls.
    Hab noch ein paar schöne Tage vor Ort, Ingo…

    • Hey Ingo. Danke für deinen Kommentar. Na klar kenn ich das Video. Darf ich das im Beitrag verlinken?
      Mit Torsten hab ich gerade diese Woche auch über eine Neuauflage nachgedacht & wir werden das mal für den kommenden Sommer in Angriff nehmen.
      Danke für die Wünsche. Wir werden die restliche Zeit hier noch genießen. Wenn du mir deine Adresse schickst, bekommst du auch noch Post. Viele Grüße Kirsten

  • Hallo liebe Kirsten,

    du Glückliche, verweilst du doch gerade an meinem liebsten Ostsee-Sehnsuchts-Ort. Ich war bereits mehrfach auf Hiddensee und habe die Insel in mein Herz geschlossen.
    Es gibt viele Dinge, die ich dort liebe. Zum einen gefällt mir, dass die Autos in Schaprode zurückbleiben und schon auf der Überfahrt nach Hiddensee die „Entschleunigung“ beginnt. Ich liebe es die Insel mit dem Rad zu erkunden, der Drahtesel ist stets ein treuer Begleiter bei meinen Aufenthalten. Die tolle Landschaft, die atemberaubenden Ausblicke, das Pferdegetrappel, die blühenden Heckenrosen, die täglichen Sprüche auf der Tafel am DLRG-Turm in Vitte, die kleinen Tante-Emma-Läden in Kloster, die geparkten Handwagen am Hafen und der enorme Erholungswert dieser Insel lassen mich immer wieder aufs Neue entzücken! Hiddensee ist ein Kleinod, welches nicht touristisch aufgerüscht wurde, sondern immer noch durch seine Natürlichkeit beeindrucken darf und dazu gehören auch die ungepflasterten Wege in Kloster. Ich vermisse kleine Flaniermeilen oder pompösen Strandpromenaden. Ich genieße es, dass nach Abfahrt des letzten Schiffes am Abend die Tagestouristen die Insel verlassen und man die Insel wieder für sich „allein“ hat. 
    Es gibt einige Menschen in meinem Umkreis, die nicht nachvollziehen können, warum es mich immer wieder dorthin zieht. Entweder man liebt die Insel und kommt immer wieder oder man hasst sie und kehrt nie wieder. Ich gehöre definitiv zur ersten Gruppe! 
    In welchem Ort verbringst du deinen Urlaub zurzeit? Wenn ich auf der Insel bin, wohne ich immer in der gleichen Unterkunft in Kloster! Was hast du bereits unternommen auf der Insel?
    Ich wünsche dir noch ein paar schöne Tage auf meiner Lieblingsinsel!

    Liebe Grüße

    Sabine

    • Liebe Sabine, du sprichst mir gerade aus der Seele. Ich bin jetzt den dritten Tag hier und bin mehr als begeistert von dieser Insel. Keine aufgeschminkte Inselschönheit, sonder sehr ursprünglich. Und überall gibt es hübsche Ecken zu entdecken. Wir haben in Kloster Quartier bezogen, waren schon auf dem tollen Friedhof und gestern waren wir auf dem Leuchtturm und am Enddorn. Heute geht’s in die Heide, in den Süden von Hiddensee. Zum Asta Nielsen wollen wir auch noch.
      Dir ganz liebe Grüße Kirsten

    • Danke lieber Torsten für deinen Kommentar und das Feedback. Aktuell ist gerade sehr spannend, die Insel ein wenig besser kennenzulernen, als vom Meer aus zu beobachten. 🙂
      Liebe Grüße Kirsten

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