Zwischen Dal, Photoshop & Erinnerungen.

Wenn die Ausstellung in greifbare Nähe rückt.

Gestern in zwei Wochen ist die Ausstellungseröffnung. Meine erste Ausstellung, die ich ganz allein mit meinen Bildern bestücken werde. Langsam wächst der Druck, die Aufregung und die Anspannung.

Kamele füttern & Bilder bearbeiten.
Kamele füttern & Bilder bearbeiten.

Habe ich wirklich alle Bilder dabei, die ich zeigen will? Welches Bild, welche Collage gibt meine persönlichen Eindrücke wieder? Spiegeln diese meine drei Wochen in Nordindien? Stellen die Bilder Fragen? Stelle ich nur Klischees dar? Welches Bild will ich von Frauen, welches von Männern vermitteln? Welche Rolle spielt die Religion? Darf ein Bild auch einfach nur schön sein? Begegne ich Indien mit dem nötigen Respekt ohne dabei etwas zu beschönigen oder zu verklären? Was erwartet das Publikum? Interessiert es überhaupt jemanden? Welchen Anspruch hab ich an meine Bilder, welchen die Menschen, die die Ausstellung besuchen werden? Ich habe nur einen Bruchteil von Indien gesehen, merke, je länger ich mich mit den Fotos und der Ausstellung auseinander setze, dass ich nur einen Bruchteil aufgreifen und in meinen Fotografien zeigen und hinterfragen kann.
Manche Fotografien fehlen, ich hatte mitunter Probleme mit meiner Kamera. Die Zeit in Indien, voll von visuellen, nasalen und Höreindrucken, reichte nicht aus – wird nie ausreichen. Auch die Aufbereitung der Fotos für die Ausstellung war und ist nicht immer einfach. Die Zeit floss bisher so dahin, es gab so viele Nebenbaustellen und Projekt, die Arbeit im Büro wurde immer mehr, mir fehlte die Motivation, ich hatte einige künstlerische Schaffensblockaden, die ich immer wieder überwinden musste.

Mittlerweile befinde ich mich auf der Zielgraden, obwohl ich noch nicht das Gefühl habe, das Ziel zu sehen. Aber die Zeit sitzt mir im Nacken, die Bilder müssen (teilweise) noch gedruckt werden. Einige Bilder habe ich mir vertrauten Personen bereits gezeigt und besprochen. Vielleicht bin ich doch auf einem guten Weg.

Einladungskarte Vorderseite
Einladungskarte Ausstellung »incredible india«

Menschenmassen. Verkehr. Paläste. Affen. Seen. Wüste. Hupen. Elefanten. Marmor. Entspannung. Tempel. Religionen. Taj Mahal. Berge. Gewürze. Geisterstädte. Kamele. Kamasutra. Henna. Incredible India. Es ist faszinierend, wenn aus gängigen Klischees eine ganz intensive Realität wird. Die dreiwöchige Reise durch Nordindien, speziell Rajasthan, Ende 2012 prägte das Leben der Künstlerin Kirsten Mengewein nachhaltig, die Begegnungen mit dem Subkontinent (zumindest einem Bruchteil davon), den außergewöhnlichen Bauwerken, der Kontakt zu den Menschen beeinflussten sowohl ihren Blick auf den europäischen Alltag als auch ihr künstlerisches Schaffen. In der Ausstellung finden sich vielfältige Impressionen der Reise in Form von bearbeiteten Fotografien und Fotocollagen. Tauchen Sie mit diesen Bildern ein in das Incredible India.
Die Ausstellung kann vom 23. August bis zum 10. Oktober 2013 zu den Öffnungszeiten im Volksbad Buckau (Karl-Schmidt-Straße 56, 39104 Magdeburg) besichtigt werden.
Die Ausstellungseröffnung ist am 23.08.2013 um 19:00 Uhr.

Einladungskarte RückseiteIch würde mich freuen, wenn wir uns am 23. August 2013 zur Eröffnung sehen oder ihr euch auf den darauf folgenden Wochen die Ausstellung anschaut und mir ein Feedback gebt, und vielleicht auch ein Bild kauft, …

… denn die Einnahmen aus dem Bildverkauf werde ich (neben den Ausgaben für Materialkosten) der, vom indischen Staat als gemeinnützig anerkannten, indische NGO »STOP« (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women) spenden.

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